Neue Bundesbau-Einheit geht an den Start
Für schnelle Modernisierung der Verteidigungsinfrastruktur
BLB NRW-Geschäftsführer Marcus Hermes, Minister der Finanzen Dr. Marcus Optendrenk und Oberst i.G. Stefan Gruhn (vorne, v.l.) feierten die Eröffnung der neuen Niederlassung Bundesbau mit Vertreterinnen und Vertretern des BLB NRW, der Bundeswehr und der Landesverwaltung.
Die Bauverwaltung des Landes realisiert im Auftrag des Bundes Infrastrukturvorhaben im zivilen sowie im militärischen Bundesbau. Bislang war diese Zuständigkeit organisatorisch aufgeteilt auf die Bauabteilung der Oberfinanzdirektion und den Bau- und Liegenschaftsbestrieb des Landes (BLB NRW) sowie dort auf sechs Standorte. „Die tradierte Organisationsstruktur im Bundesbau wurde den enormen Anforderungen der Zeitenwende nicht mehr gerecht“, erklärt Minister der Finanzen Dr. Marcus Optendrenk, dessen Ministerium für den Bundesbau in Nordrhein-Westfalen zuständig ist. „Wir müssen die Verteidigungsinfrastruktur unter Hochdruck modernisieren und zugleich Raum schaffen für den Aufwuchs der Bundeswehr. Parallelstrukturen und Reibungsverluste können wir uns nicht leisten. Wir brauchen klare Zuständigkeiten, schlanke Prozesse, schnelle Entscheidungen und gebündelte Expertise. Das schaffen wir jetzt unter dem Dach der neuen Niederlassung Bundesbau im BLB NRW.“
Deren Eröffnung wurde am Donnerstag, 5. Februar, in der Luftwaffenkaserne in Köln-Wahn gefeiert. Denn die neue Niederlassung ist virtuell: Die Bundesbau-Beschäftigten wurden in die jetzt gegründete Einheit versetzt, können aber von ihren bisherigen Dienstorten aus weiterarbeiten. „Unsere Verwaltung funktioniert so digitalisiert, dass wir Menschen nicht zwingend an einem Ort zusammenführen müssen, damit sie gut und effizient zusammenarbeiten“, so Dr. Optendrenk. „Uns geht es darum, das Potenzial der Erfahrung unserer Expertinnen und Experten im Bundesbau voll auszuschöpfen, um die großen Aufgaben unseres Landes für die Verteidigungsfähigkeit der Bundesrepublik optimal zu erfüllen.“
Und diese Aufgaben sind beträchtlich: Das Bauvolumen allein im militärischen Bundesbau soll von 180 Millionen Euro im Jahr 2023 bis 2029 auf fast 560 Millionen Euro steigen. Hinzu kommen weitere Bauvorhaben im zivilen Bundesbau etwa für die Bundespolizei. „Mit der neuen Struktur schaffen wir neben mehr Tempo auch einen höheren Grad an Spezialisierung“, so der Minister. „Bisher waren die Zuständigkeiten für Bundesbau-Projekte regional verteilt: Beschäftigte des BLB NRW in Köln haben alle Maßnahmen in Kölner Kasernen geplant und begleitet. Jetzt können wir viel sinnvoller clustern: Ein Team plant exklusiv Unterkunftsbauten, ein anderes Fahrzeughallen, das nächste Hallenschießanlagen. So bilden wir Expertenwissen für die Erfordernisse eines Gebäudetyps und kommen schneller und einfacher von der Planung zur Umsetzung.“
Um den Herausforderungen zu begegnen, wächst das Personal im Bereich Bundesbau zudem rasant an: Bis zum kommenden Jahr ist eine Steigerung auf insgesamt 730 vom Bund refinanzierte Stellen in Nordrhein-Westfalen geplant – ein Plus von 60 Prozent gegenüber 2022.
Mehr zum Bundesbau unter: www.blb.nrw.de/kunden/bundesbau
Mehr zu den Karrieremöglichkeiten im Bundesbau unter: www.blb.nrw.de/karriere-im-bundesbau
Die gesamte Pressemitteilung des Ministeriums der Finanzen lesen Sie hier.
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