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Nachhaltigkeit im BLB NRW

Wir verstehen es als unsere Kernaufgabe, den langfristigen Erfolg des Bau- und Liegenschaftsbetriebs Nordrhein-Westfalen durch ganzheitliches und nachhaltiges Handeln für zuverlässiges und verantwortungsvolles Arbeiten sicherzustellen. Gleichzeitig werden wir so auch unserer gesellschaftlichen Verantwortung (Corporate Social Responsibility, CSR) gerecht.

Schon im BLB-Gesetz ist festgelegt, dass der Betrieb des BLB NRW nach kaufmännischen Grundsätzen zu erfolgen hat. Gleichzeitig schreibt es aber auch vor, dass dabei die baupolitischen Ziele des Landes NRW zu beachten sind. Diese machen Vorgaben für den Bau und den Betrieb der Landesimmobilien. Dabei schließen sie ökonomische, ökologische und soziale Verantwortungsbereiche mit ein, die sich mit den drei Dimensionen der Nachhaltigkeit decken:

Ökonomische Vernunft

Seit 2011 erzielt der BLB NRW Überschüsse

Der BLB NRW betreibt auftragsgemäß ein wirtschaftliches Immobilienmanagement. Ziel dieser kaufmännisch orientierten Arbeit ist es, dem Land Nordrhein-Westfalen effizient und bei transparenten Kosten die benötigten Flächen zur Verfügung zu stellen. Dabei strebt er keine Gewinnmaximierung an, sondern setzt auch bau- und klimapolitische, tarifpolitische oder gleichstellungspolitische Ziele um. Die Kosten dafür trägt der Landeshaushalt. Seine Ergebnisse legt der BLB NRW im Jahresabschlussbericht gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit transparent und zertifiziert dar.

Ordnungsgemäße Vergabe und Public Corporate Governance

Als öffentlicher Auftraggeber vergibt der BLB NRW seine Aufträge transparent nach den Vorgaben des Vergaberechts und wählt das wirtschaftlichste Angebot aus. Diese Transparenz hat ihren Preis: Vergabebeschwerden (ein Recht, das jedem Bewerber um öffentliche Aufgaben zusteht) können erhebliche Zeit- und Kostenprobleme bei Bauprojekten verursachen. Durch eine sorgfältige Qualitätssicherung bei der Termin- und Kostenplanung, ein internes Projektcontrolling sowie klar geregelte Genehmigungsverfahren und die Aufsicht durch den Verwaltungsrat bestätigt die zuständige Vergabekammer aber in den meisten Fällen die Entscheidung des BLB NRW.

Public Corporate Governance

Der BLB NRW orientiert sich bei der Ausübung seiner Geschäftstätigkeit am Public Corporate Governance Kodex (PCGK) des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Berücksichtigung des Kodex stellt eine transparente und verantwortungsvolle Unternehmensführung sicher, die sich an den Belangen des öffentlichen Gemeinwohls und dem wirtschaftlichen Erfolg des BLB NRW orientiert. Seit 2014 veröffentlicht der BLB NRW jährlich einen PCGK-Bericht, in dem er über die Geschäftsleitung und das Überwachungsorgan Auskunft erteilt.

Compliance – der BLB NRW hält sich an die Spielregeln

Wer verantwortungsvoll wirtschaften will, muss Regeln und Gesetze konsequent einhalten und der Korruption Einhalt gebieten. Die Beschäftigten des BLB NRW kennen die für die Erledigung ihrer Aufgaben relevanten Vorschriften und richten sich nach ihnen. BLB-interne Kontrollmechanismen und das Umwelt- und Qualitätsmanagement halten nach, dass die rechtlichen Anforderungen erfüllt werden. Besonderes Augenmerk richtet sich dabei auf Korruptionsvermeidung und -verfolgung. 

Übrigens: Seit 2011 gibt es im BLB NRW keine korruptionsrelevanten Sachverhalte mehr zu berichten.

Ökologische Verantwortung

Klimaschutz mit Plan

Als erstes Flächenbundesland hat Nordrhein-Westfalen seine Klimaschutzvorhaben 2013 gesetzlich festgeschrieben und in dem Ende 2015 verabschiedeten Klimaschutzplan weiter konkretisiert. Zu den Zielen gehört es, den Umfang der CO2-Emissionen insgesamt zu senken und als Landesverwaltung bis 2030 klimaneutral zu werden.

Mehr Energieeffizienz, weniger Flächenversiegelung

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW spielt dabei eine wichtige Rolle. Er investiert in eine energieeffiziente Gebäudeinfrastruktur, realisiert im Auftrag seiner Kunden Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien und investiert, wo es möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, in den vorhandenen Gebäudebestand, um eine weitere Flächenversiegelung durch Neubauten so gering wie möglich zu halten. Zudem hat der BLB NRW für die gesamte Landesverwaltung Ökostrom beschafft.

Klare Linie bei Umwelt und Qualität

Über die Leitlinien Umwelt- und Qualitätspolitikpolitik sowie seinem integriertem Umwelt- und Qualitätsmanagementsystem hat der BLB NRW seine Verantwortung für ein qualitativ hochwertiges und umweltbewusstes Unternehmenshandeln in seiner strategischen Ausrichtung, seinen Strukturen und Prozessen fest verankert.

Soziale Sensibilität

Menschen sind der Motor unseres Erfolgs

Natürlich kommt der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW als Arbeitgeber seiner besonderen Verantwortung für seine über 2.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie über einhundert Studierenden und Auszubildenden nach.

Beschäftigte des BLB NRW werden nach Tarif entlohnt und profitieren von den Arbeitgeberbeiträgen zur betrieblichen Altersvorsorge sowie von den umfangreichen Sozialleistungen des öffentlichen Dienstes. Personalräte und weitere Gremien und Vertretungen eröffnen den Beschäftigten zahlreiche Möglichkeiten zur Mitbestimmung und -gestaltung. Durch eine aktive Gleichstellungspolitik fördert der BLB NRW Vielfalt und Gleichberechtigung unter seinen Beschäftigten. Gleichzeitig gewährleisten Schulungen, Fortbildungen und weitere Programme die fachliche und persönliche berufliche Weiterentwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Flexible Arbeitszeiten, Heimarbeitstage oder Eltern-Kind-Büros gewährleisten größtmögliche Flexibilität, um Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren.

Tariftreue- und Vergabegesetz

An den Bauvorhaben des BLB NRW sind viele Parteien beteiligt. Dabei sind auch die beauftragten Firmen und deren Subunternehmer an die Spielregeln gebunden. So sind die Mindestarbeitsbedingungen des geltenden Tarifvertrags einzuhalten. Außerdem muss wenigstens das dort festgelegte Mindestentgelt bezahlt werden. Grundlage hierfür ist das Tariftreue- und Vergabegesetz NRW.

Schutz und Erhalt von Baudenkmälern

Der BLB NRW betreibt, saniert und erhält die zahlreichen Baudenkmäler in seinem Immobilienbestand. Auch die Schlösser, Klöster, Kirchen und sonstigen Sonderliegenschaften des Landes, die sich nicht im Eigentum des BLB NRW befinden, werden von seinen Beschäftigten unter Berücksichtigung der jeweiligen Vorgaben und Besonderheiten liebevoll unterhalten und saniert, sodass er auch einen Beitrag zur Baukultur im Land Nordrhein-Westfalen leistet.

Baupolitische Ziele und Kunst am Bau

Mit ihrer Architektur, ihrer Einbindung in das städtebauliche Umfeld und ihrer Präsenz im öffentlichen Raum prägen die Bestands- und Neubauten der öffentlichen Hand das soziale und kulturelle Selbstverständnis unserer Gesellschaft. Deshalb hat sich das Land Nordrhein-Westfalen in seinen baupolitischen Zielen klar zur langen Tradition der künstlerischen Gestaltung von Bauwerken bekannt und festgelegt, auch weiterhin Kunst am Bau zu finanzieren. Der BLB NRW als Bauherr lobt daher immer wieder Kunst-und-Bau-Wettbewerbe aus, in die Künstler ihre Entwürfe einbringen können.

In jeder dieser Dimensionen der Nachhaltigkeit orientieren wir uns an anerkannten Vereinbarungen und bewährten Vorgaben, etwa der DIN ISO 26.000 (Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung), dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) und den Sustainable Development Goals (SDG) der Vereinten Nationen.

Gelebte Verantwortung

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Palaisgarten Detmold: Historische Wasserspiele

Das Neue Palais in Detmold mit dem daran angeschlossenen Palaisgarten ist für den BLB NRW eine ganz besondere Liegenschaft. Sowohl das Gebäude als auch die acht Hektar große Parkanlage stehen unter Denkmalschutz.
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Sanierung denkmalgeschützter Gebäude auf dem Campus Poppelsdorf in Bonn

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW errichtete für die Rheinische-Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn auf den ehemaligen landwirtschaftlichen Versuchsfeldern am Standort Poppelsdorf den ersten Bauabschnitt für einen neuen Teil des Campus. Neben den Neubauten werden auch altehrwürdige Gebäude umgenutzt, die unter Denkmalschutz stehen.
Themen & Berichte Verantwortung

So geht der BLB NRW mit Leerständen um

Im Zuge der Wohnraum-Debatte richtet sich der Blick der Öffentlichkeit immer öfter auf Leerstände des BLB NRW. In den Kommentarspalten lokaler Medien, bei kommunalpolitischen Debatten und selbst bei Studentenprotesten wird der Immobilienbetrieb des Landes aufgefordert, diese Flächen abzutreten.
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