Mit kleinen Schritten zum großen Ziel

Wie der BLB NRW die Landesverwaltung klimafreundlich gestaltet

Es muss nicht immer der große Umbau sein, wenn es um Klimaschutz geht. Manchmal reicht ein präziser Handgriff an der richtigen Stelle. Genau das beweist der BLB NRW mit seinem Team für „Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Energiemanagement“ (NKE) am Standort Köln. Das Ziel ist klar: „eine bilanziell klimaneutrale Landesverwaltung bis 2030“. Der Weg dorthin ist anspruchsvoll – aber machbar. Und er beginnt genau dort, wo jeden Tag Licht brennt, Heizungen laufen und Technik arbeitet: in den Gebäuden des Landes.

Technik trifft auf Verantwortung

„Wir gestalten die Immobilien des Landes nachhaltig, energieeffizient und zukunftsfähig“, beschreibt das NKE-Team seine Aufgabe. Es geht dabei nicht nur um Strategien auf dem Papier. Es geht um konkretes Handeln. Mit einem umfassenden Energiemanagement analysiert das Team den Verbrauch, prüft Verträge und digitalisiert Verbrauchsdaten. Diese werden mit der Gebäudeleittechnik verknüpft – das ist das Gehirn hinter Heizung, Licht und Lüftung.

Ein besonderer Hebel für große Wirkung ist die Betriebsoptimierung technischer Anlagen (VBTA), bezeichnet die gezielte Analyse und Feinjustierung bestehender Heizungs-, Lüftungs-, Kälte- und Steuerungssysteme in Gebäuden, um deren Energieverbrauch ohne bauliche Veränderungen spürbar zu senken. 

Seit 2019 arbeitet die Niederlassung Köln daran, durch einfache, aber wirkungsvolle Maßnahmen Energie und CO₂ einzusparen. Es geht um das richtige Einstellen von Heizungen, Lüftungen und Kälteanlagen – nicht um teure Sanierungen.

Chris Middelmann vom Landgericht Köln bringt es auf den Punkt: „Im Rahmen der Anlagen- und Betriebsoptimierung wurden wir von den Mitarbeitern des BLB NRW sehr gut über die Möglichkeiten der Optimierung der Anlagentechnik informiert und beraten. Die umzusetzenden Maßnahmen wurden gemeinsam zwischen LuAG/BLB NRW beschlossen und abgestimmt und die Durchführung der Maßnahmen erfolgte dann im Anschluss durch den BLB NRW.“ 

Männlich gelesene Person in einem Flur.
Flurbeleuchtung

Chris Middelmann vom Landgericht Köln an seinem Arbeitsplatz.

Partnerschaftlich – nicht über die Köpfe hinweg

Der BLB NRW setzt auf Zusammenarbeit. Nutzerinnen und Nutzer der Gebäude werden frühzeitig eingebunden, Abläufe abgestimmt. Diese Offenheit zahlt sich aus – wie das Beispiel des Oberlandesgerichts Köln zeigt: „Wir fühlten uns vom BLB NRW sehr gut mitgenommen und beraten“, sagt Marcel Hintzen  von der Hausverwaltung. „Die Maßnahmen wurden abgestimmt, transparent kommuniziert – und erfolgreich umgesetzt.“

Männlich gelesene Person im Foyer eines Gebäudes.
Beispiel aus der Bundesstadt:

Dezernent Dr. Kai-Peter Thum im Foyer des Landgerichts Bonn.

Effizienz ohne Einbußen

Ein besonders gelungenes Beispiel ist das Landgericht Bonn. Dezernent Dr. Kai-Peter Thum berichtet : „Die Betriebsoptimierung des BLB NRW hat sich für unser Gerichtsgebäude als voller Erfolg erwiesen. Durch eine gezielte Anpassung der Gebäudeleittechnik – insbesondere der Heizungs- und Belüftungsanlagen – konnten wir ohne großen Aufwand spürbare Einsparungen bei Strom, Wärme und Betriebskosten erzielen. Die Betriebsoptimierung sei ein wichtiger Schritt für die klimaneutrale Landesverwaltung Nordrhein-Westfallen.“

Mehr Licht – weniger Energie

Doch Klimaschutz endet nicht bei der Technik im Keller. Auch die Decke hat Potenzial – genauer gesagt: die Beleuchtung. Das Arbeitsgericht Bonn hat gezeigt, wie viel Wirkung moderne LED-Technik entfalten kann.
„Beim Arbeitsgericht Bonn wurden auf Initiative des BLB NRW in allen Büroräumen, Fluren, Sitzungssälen, Kellerräumen und Gemeinschaftsräumen sämtliche Lampen und Leuchten ausgetauscht und durch hochwertige und moderne LED-Panels ersetzt“, sagt der Dr. Jens Tiedemann Direktor vom Arbeitsgericht Bonn.  

Männlich gelesene Person vor einer Fassade und Grünpflanzen.
Umrüstung auch in historischen Gebäuden

Dr. Jens Tiedemann, Direktor des Arbeitsgerichts in Bonn, im Innenhof des historischen Gebäudes.

Das Ergebnis: mehr Helligkeit, weniger Stromverbrauch – und bessere Arbeitsbedingungen. Rund 30 Prozent weniger Energiebedarf, etwa 2,8 Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart.

Die Rückmeldung ist eindeutig: „Sämtliche Räumlichkeiten wirken größer und moderner als zuvor. Die LED-Panels sind damit ein Ausstattungshighlight. Die Installationsarbeiten konnten problemlos während des Dienstbetriebs durchgeführt werden, ohne diesen jedoch zu stören. Fazit: Eine rundum gelungene Aktion des BLB NRW, die fortgesetzt werden sollte.“

Ein Leuchtturm mit Geschichte

Das Gerichtsgebäude in Bonn wurde 1925 erbaut – und zeigt, wie sich historische Bausubstanz und moderne Nachhaltigkeit verbinden lassen. Es ist heute nicht nur ein funktionierendes Verwaltungsgebäude, sondern ein Vorbild. Ein Zeichen, dass Klimaschutz in der öffentlichen Verwaltung konkret, greifbar und machbar ist. Fazit: Klimaschutz beginnt im Alltag

Was der BLB NRW zeigt, ist eine Botschaft an alle: Klimaschutz ist kein Zukunftstraum – er ist Gegenwart. Mit klugen Strategien, enger Zusammenarbeit und technischer Kompetenz kann viel erreicht werden. Jeder optimierte Heizplan, jede neue Leuchte, jedes eingesparte Kilowatt zählt.

Oder wie es das Team NKE selbst sagt: „Große Wirkung mit kleinem Aufwand.“ 

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