Mehr als nur eine Unterschrift
BLB NRW geht neue Wege bei Uni-Sanierung
Gabriele Willems und Wolfgang Feldmann präsentieren gemeinsam mit den Partnern der IPA-Allianz den Mehrparteienvertrag.
Mit der feierlichen Unterzeichnung eines Mehrparteienvertrages wurde in dieser Woche der Startschuss für den dritten Bauabschnitt der Sanierung des Universitätshauptgebäudes (UHG) gegeben. Zum ersten Mal in Nordrhein-Westfalen wird damit ein Großprojekt nach dem Modell der Integrierten Projektabwicklung (IPA) umgesetzt. IPA setzt auf Kooperation und Partnerschaft aller Beteiligter über die gesamte Projektdauer. Statt einzelner Verträge für Planung und Bau schließen alle zentralen Akteure – Auftraggeber, Planer und Bauunternehmen – einen gemeinsamen Mehrparteienvertrag und verpflichten sich, ein gemeinsames Ziel zu verfolgen. Risiken werden geteilt, Wissen gebündelt, und Herausforderungen können gemeinsam schneller gelöst werden. Damit unterscheidet sich IPA deutlich von klassischen Vergabeverfahren, bei denen Planung und Ausführung oft strikt voneinander getrennt sind. Das IPA-Modell zielt darauf ab, Prozesse effizienter zu gestalten und mögliche Reibungsverluste, Nachträge oder Terminabweichungen zu reduzieren. „IPA steht für ein neues Miteinander im öffentlichen Bauen. Wir wollen zeigen, dass Kooperation und Vertrauen zu spürbar besseren Ergebnissen führen“, betont Gabriele Willems, Geschäftsführerin des BLB NRW. „Gefördert wird die Zusammenarbeit durch einen Co-Working-Space für die Allianzpartner an einem Standort.“
Der dritte Bauabschnitt: der bislang größte Teil der UHG-Sanierung
Das markante Universitätsgebäude mit rund 314.000 Quadratmetern Fläche wird seit 2018 abschnittsweise saniert. Der erste Bauabschnitt ist bereits abgeschlossen, der zweite läuft seit Frühjahr 2025. Mit der Vertragsunterzeichnung für den dritten Bauabschnitt folgt ein besonders komplexer Teil des Projekts: Zwei Gebäudeteile werden abgerissen und mit modernen Labor- und Forschungsbereichen neu errichtet. „Dieses Gebäude prägt nicht nur das Stadtbild, sondern auch das Leben vieler Menschen in Bielefeld. Wir sind stolz, dieses Projekt mit einem innovativen IPA-Ansatz weiterzuführen“, so Willems.
Akteure lernen sich bei Startwoche kennen
Zum Projektauftakt trafen sich alle acht Allianzpartner vergangene Woche in Bielefeld. In Workshops, Rundgängen und Teambuilding-Aktivitäten entwickelten die Partner ein gemeinsames Verständnis für das Projekt und legten die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. „Die Startwoche hat gezeigt, wie viel Potenzial in echter Zusammenarbeit für noch größere Innovationskraft im öffentlichen Bauen steckt“, zieht Wolfgang Feldmann, Leiter der Niederlassung Bielefeld des BLB NRW, ein positives Fazit. Mit der Unterzeichnung des Mehrparteienvertrags ist die Allianz offiziell gegründet. Für den BLB NRW bedeutet dies die konsequente Weiterentwicklung hin zu partnerschaftlichen und transparenten Vergabeverfahren.
Voltmanns Hof wird zum Co-Working-Space umgebaut
Zukünftig werden die Allianzpartner Büros auf dem Campus Bielefeld beziehen und kehren damit räumlich zu den Wurzeln der Campusentwicklung zurück. In dem unter Denkmalschutz stehenden ehemaligen Voltmanns Hof, dessen Äcker und Felder vor rund 60 Jahren für die Universität bebaut wurden, errichtet der BLB NRW aktuell einen Co-Working-Space mit Büroflächen für die externen Planer.
Bilder in druckfähiger Qualität stehen Ihnen zum Download hier zur Verfügung:
https://membox.nrw.de/index.php/s/bO80Eb7S8sMKjgG
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Carsten Pilz