Pressemitteilung |

LUF 60 stärkt Brandschutz

BLB NRW und Feuerwehr Bielefeld beschaffen Sonderlöschfahrzeug

Bielefeld | Niederlassung Bielefeld


Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) und die Feuerwehr Bielefeld haben gemeinsam ein Sonderlöschfahrzeug vom Typ LUF 60 beschafft. Das Fahrzeug dient der Brandbekämpfung und Entrauchung in komplexen Gebäudestrukturen. Insbesondere während der laufenden Sanierungsarbeiten am Hauptgebäude der Universität Bielefeld sorgt das LUF 60 für den notwendigen Brandschutz. Gleichzeitig steht es der Feuerwehr Bielefeld uneingeschränkt für Einsätze im gesamten Stadtgebiet zur Verfügung.

© BLB NRW

Einsatzbereit: Das LUF 60 ist ein Löschroboter. Konzipiert unter anderem für Brände  in Tunneln oder Tiefgaragen, kommt er hoffentlich nicht zum Einsatz. 

 

Normalerweise kauft der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW keine Feuerwehrfahrzeuge, doch es gibt Ausnahmen wie diese: Das Hauptgebäude der Universität Bielefeld zählt zu den komplexesten Gebäuden; die Sanierung erfolgt abschnittsweise bei nahezu uneingeschränktem Universitätsbetrieb. Eine besondere Herausforderung stellt die unterirdische Fahrstraße dar. Während der Bauphase wird zeitweise in die Gebäudesubstanz eingegriffen. Zudem stehen technische Anlagen zur Brandmeldung oder zur Entrauchung vorübergehend nur eingeschränkt oder nicht zur Verfügung.

Als Gebäudeeigentümer ist der BLB NRW verpflichtet, diese temporären Einschränkungen durch geeignete Brandschutzmaßnahmen auszugleichen. In enger Abstimmung mit der Feuerwehr Bielefeld wurden umfangreiche Entrauchungssimulationen durchgeführt und Alternativen geprüft. Das Ergebnis: Die gezielte Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten der Feuerwehr durch ein Löschunterstützungsfahrzeug.

Technische Lösung in enger Abstimmung entwickelt

„Mit dem neuen Löschunterstützungsfahrzeug stärken wir den Brandschutz und zeigen, wie gut Universität, Feuerwehr und BLB NRW für die Sicherheit unserer Stadt zusammenarbeiten“, sagt Claudia Koch, Beigeordnete für Wirtschaft und Stadtentwicklung der Stadt Bielefeld.

Das LUF 60, ursprünglich für die Tunnelbrandbekämpfung entwickelt, kann während der Bauphase die Aufgaben übernehmen, die sonst automatische Lösch- und Entrauchungsanlagen erfüllen.

„Mit der gemeinsamen Beschaffung dieses speziellen Löschroboters schaffen wir einen echten Mehrwert für den baulichen Brandschutz am Universitätshauptgebäude – und damit vor allem für den Schutz von Menschen und Gebäude. Die enge Zusammenarbeit mit der Feuerwehr zeigt beispielhaft, wie Sicherheit, moderne Technik und Kostenbewusstsein effizient in Einklang gebracht werden können“, betont Wolfgang Feldmann, Leiter der Niederlassung Bielefeld des BLB NRW. Die Zusammenarbeit zwischen BLB NRW, Stadt und Feuerwehr Bielefeld ermöglicht eine technisch hochwertige und wirtschaftliche Lösung für eine besondere brandschutztechnische Aufgabenstellung. Die Kosten der Anschaffung, Betrieb und Wartung für die kommenden Jahre sind auf 640.000 Euro beziffert und werden anteilig durch den BLB NRW und der Stadt Bielefeld getragen.

  • © BLB NRW

    Sie hoffen, dass das LUF 60 an der Universität nicht zum Einsatz kommen muss (v. l.): Daniel Munderloh (Feuer- und Rettungswache Süd), Carsten Kroll (1. Stell. Amtsleiter des Feuerwehramtes), Maximilian Rempe (2. Stellv. Amtsleiter des Feuerwehramtes), Wolfgang Feldmann (Leiter der Niederlassung Bielefeld) und Claudia Koch (Dezernentin und Beigeordnete für Wirtschaft und Stadtentwicklung der Stadt Bielefeld).

Einsatz auch über die Universität hinaus

Über den Einsatz an der Universität Bielefeld hinaus erweitert das LUF 60 die Fähigkeiten der Feuerwehr im gesamten Stadtgebiet. „Das LUF 60 ermöglicht es uns, Brände in schwer zugänglichen Bereichen schnell zu bekämpfen und Rauch gezielt abzuführen. Damit erhöhen wir die Sicherheit erheblich – insbesondere in der unterirdischen Fahrstraße der Universität“, erklärt Maximilian Rempe, Geschäftsbereichsleitung Vorbeugender Brandschutz und Ausbildung bei der Feuerwehr Bielefeld. Es kann unter anderem zur Entrauchung von Stadtbahntunneln sowie zur Brandbekämpfung und Ventilation in großen Industrie- und Gewerbehallen eingesetzt werden. Zusätzlich wurde für den Einsatz an der Universität ein leistungsstarker Zusatzlüfter beschafft, der seitlich am Fahrzeug moniert werden kann.

Stationiert ist das Löschunterstützungsfahrzeug auf der Feuer- und Rettungswache Süd, der Schwerpunktwache für Sonderlöschmittel. Es wird durch Kräfte der Berufsfeuerwehr eingesetzt, die Löschabteilung Eckardtsheim stellt die notwendige personelle Reserve sicher. 

Technische Daten LUF 60:
  • Eigengewicht: 2.200 Kilogramm

  • Dieselmotor (John Deere): 140 PS

  • Volumenstrom: 90.000 m³/h, mit Zusatzlüfter bis 150.000 m³/h

  • Steigfähigkeit: bis 30 Grad

  • Löschkanone mit 360 Düsen, Wurfweite bis 60 Meter

  • Druckerhöhungspumpe

  • Kamerasystem mit Wärmebildkamera

  • Hydraulische Seilwinde

  • Einsatz durch zwei bis vier Einsatzkräfte

  • Steuerung per Joystick

 

Bildmaterial

Bilder in druckfähiger Qualität stehen Ihnen zum Download hier zur Verfügung: 

https://membox.nrw.de/index.php/s/1yR1mDwHJNmBDkw

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