Nachhaltiges Update für den Denkmalschutz

Erweiterungsbau Finanzamt Geilenkirchen

In Geilenkirchen trifft 50er-Jahre-Architektur auf modernste Bautechnik. Der fertiggestellte Erweiterungsbau des Finanzamts ergänzt den denkmalgeschützten Bestand nicht nur optisch, sondern setzt mit hohem Recyclinganteil und innovativen Materialien neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit.

Verbindung von Alt und Neu

Der Neubau fügt sich harmonisch an den denkmalgeschützten Altbau aus den 1950er-Jahren an. Im Inneren erwartet die Besucherinnen und Besucher ein zentrales Foyer mit Wartebereich und Infoschalter sowie eine moderne Kantine mit Terrasse. Ein besonderes Augenmerk lag auf der Zugänglichkeit: Alle Bereiche sind barrierefrei erschlossen. Ergänzend wurde ein spezielles Leitsystem umgesetzt, das sehbehinderten Menschen die Orientierung im Gebäude erleichtert.

Innovation in Beton

Besonders deutlich wird der Nachhaltigkeitsanspruch bei der Materialwahl. Rund 95 Prozent des verwendeten Betons bestehen aus recyceltem Material, was Ressourcen schont und die ökologische Bilanz des Baus verbessert. Auch die helle Fassade ist ein technisches Highlight: Hier kam Textilbeton zum Einsatz. Dieser innovative Baustoff ist nicht nur leichter als herkömmlicher Stahlbeton, sondern auch langlebiger und bietet Vorteile bei der Wärmedämmung.

  • Holzvertäfelung mit Landeswappen und dem Schriftzug "Finanzamt Geilenkirchen"
    © BLB NRW
    Modern, hell und ansprechend:

    Entree im Erweiterungsneubau

  • Zwischen einem alten Gebäude und einem Neubau ist eine gläserne Verbindung geschaffen wurden.
    © BLB NRW
    Gelungene Verbindung

    Der Alt- und der Neubau werden durch eine Glasbrücke verbunden.

  • Seitlicher Blick auf einen Neubau mit einheitlicher Fassade mit viel Fensterfläche.
    © BLB NRW
    Klare Gliederung

    Die Fassade des Erweiterungsneubaus besticht durch ihre klare Grundform.

Effiziente Energietechnik

Das Energiekonzept verbindet den Neubau intelligent mit dem Bestand. Eine neue, gemeinsame Heizungsanlage versorgt nun beide Gebäudeteile und stellt sicher, dass die Wärme effizient genutzt wird. Auf dem Dach des Erweiterungsbaus arbeitet zudem eine Photovoltaikanlage auf rund 440 Quadratmetern Fläche. Sie produziert bis zu 28.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr, der direkt dem Standort zugutekommt.

Ergebnis: Modern, hell und ressourcenschonend

Mit dem Erweiterungsbau ist ein Ort entstanden, der technische Innovation mit den hohen Anforderungen an einen modernen Verwaltungsbau vereint. Die Kombination aus Recycling-Beton, eigener Stromerzeugung und barrierefreier Gestaltung macht das Finanzamt Geilenkirchen zu einem Vorzeigeprojekt für zukunftsfähiges Bauen im Bestand.

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