Bauen unter besonderen Bedingungen

BLB NRW schafft moderne Gebäude für einen zeitgemäßen Justizvollzug bei laufendem Betrieb

In der JVA Siegburg entstehen eine moderne Werkhalle und eine neue Anstaltsküche. Die Neubauten ersetzen die bisherigen Gebäude und schaffen zeitgemäße Voraussetzungen für Arbeit, Ausbildung und Versorgung von rund 600 Inhaftierten. Gleichzeitig läuft der Justizvollzug uneingeschränkt weiter. Eine präzise geplante Baustellenlogistik, besondere Sicherheitsmaßnahmen und eine enge Abstimmung mit der JVA sorgen dafür, dass Bau und Gefängnisbetrieb sicher miteinander vereinbar bleiben. 

Informationen zur Baustelle

Hinweise für die Nachbarschaft und zur Verkehrsführung während der Bauzeit finden Sie unter  Service für Anwohnende.

Trotz der Großbaustelle muss der Betrieb in der Justizvollzugsanstalt ungestört weiterlaufen. Für die Vorbereitung der Baufelder wurde eine provisorische Haftmauer mit allen notwendigen Sicherheitsvorkehrungen errichtet, die den westlichen Teil des JVA-Geländes vom Rest abtrennt. Eine Zufahrt auf die Baustelle wurde daher an der Westseite der alten Mauer eingerichtet, wird dauerhaft überwacht und durch ein Schiebetor gesichert. Um das südwestlich gelegene Wohngebiet zu entlasten, wird der Baustellenverkehr fast ausschließlich von der Luisenstraße aus zur Pforte der JVA und innerhalb deren äußerer Umfahrung des JVA-Geländes zur Baustelle geleitet.

Neue Küche für moderne Versorgung

Die bisherige Küche stammt aus dem Jahr 1896 und ist altersbedingt stark sanierungsbedürftig. Der Neubau wird auf dem Gelände der derzeitigen Malerei im nordwestlichen Bereich der JVA errichtet und wird auf die tägliche Zubereitung von Mahlzeiten für ca. 600 Inhaftierte ausgelegt sein. Die neue Anstaltsküche bündelt alle wichtigen Bereiche unter einem Dach. Neben einer Koch- und Spülküche entstehen Bereiche für die Vorbereitung und Lagerung von Lebensmitteln sowie moderne Personal- und Sozialräume.

Computergrafik eines kompakten Gebäudes mit Schachbrett-artiger Fassade.
© BLB NRW Bild: pgIw secura GmbH
Visualisierung

Die neue Anstaltsküche

Neue Werkhalle hinter sicheren Mauern

Im südwestlichen Bereich des JVA-Geländes soll eine neue Werkhalle mit verschiedenen Arbeits- und Ausbildungsbereichen für die Inhaftierten entstehen, darunter Schlosserei, Kfz-Werkstatt und -Lackiererei und Holzwerkstatt. Auch Aufenthaltsräume sowie Räume für die sogenannten Unternehmerbetriebe sind vorgesehen.

Der Ersatzneubau der Werkhalle wird innerhalb des Sicherheitsbereichs auf einer Freifläche errichtet. Im Neubau werden mehrere Werkbetriebe mit Schulungsräumen und einem Bereich mit Speiseräumen untergebracht werden. In der Werkhalle werden eine KFZ- Mechatronik Werkstatt, eine KFZ- Lackiererei, eine Schlosserei, eine Holzwerkstatt und Unternehmerbetrieb für Aufträge von externen Firmen realisiert, so wie sie derzeit auch im Bestand existieren. 
 

Computergrafik eines kompakten Baukörpers mit Fenstern im Obergeschoss
© BLB NRW Bild: pgIw secura GmbH
Visualisierung

Die neue Werkhalle

Nachhaltigkeit mitgedacht

Die neuen Gebäude plant und baut der BLB NRW möglichst nachhaltig und verbessert damit unter anderem die Energiebilanz der Anstalt. Dafür ist eine nachhaltige Energieversorgung für beide Gebäude mit Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen vorgesehen. Regenwasserversickerung und extensive Dachbegrünung werden für Abkühlung der Umgebung sorgen.

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