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Pressemitteilung
Pressemitteilung | 08.06.2021

Start für umfassende Restaurierung von St. Petri

Die Ende des 16. Jahrhunderts erbaute Kirche St. Petri ist ein kulturhistorisches Kleinod im Herzen Münsters. Jetzt renoviert der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen ihre Fassade aus rotem Backstein und hellem Sandstein umfassend. Während dieser Zeit kann die Kirche weiter genutzt und besichtigt werden.

Die Gerüste stehen, bald beginnen die Arbeiten: Beim Sanierungskonzept der Petrikirche in Münster hat der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) eng mit der Denkmalpflege der Bezirksregierung Münster zusammengearbeitet. „Die Restaurierung der Außenhülle ist technisch komplex und aufwendig“, berichtet Markus Vieth, Leiter der Niederlassung Münster des BLB NRW. „Mit den jetzt anstehenden Arbeiten führen wir die notwendigen Erhaltungsmaßnahmen im Rahmen der Eigentümerverpflichtung durch.“

Für die Maßnahme hat der BLB NRW ein auf Denkmalpflege spezialisiertes Architekturbüro beauftragt. Die Experten beginnen in den kommenden Tagen damit, die Fassade inklusive aller Fugen, die figürlichen und bildhauerischen Darstellungen, Bauzier und Natursteinbauteile zu restaurieren. Das Dach der Petrikirche wurde bereits zu Beginn der 2000er Jahre neu eingedeckt. Der Dachstuhl ist in gutem Zustand. Hier werden die Experten unter anderem die Dämmung ergänzen und die Kupfer-Eindeckung am Glockenturm auf Undichtigkeit überprüfen und gegebenenfalls die Beläge erneuern. Auch die Bleiglasfenster werden bei der Maßnahme überprüft und bei Bedarf aufgearbeitet oder erneuert.
Die denkmalgerechte Sanierung der Petrikirche wird voraussichtlich ein Jahr in Anspruch nehmen. Die Innenräume können in dieser Zeit weitergenutzt werden.

Die seitliche Ansicht der Petrikirche zeigt die Wandgestaltung mit rotem Backstein und hellem Sandstein.
Trotz Restaurierung können die Innenräume der Petrikirche weiter genutzt werden.

Hintergrundinformationen zur Petrikirche

Die heute katholische Petrikirche wurde ursprünglich zwischen 1590 und 1597 als Kirche des Münsterschen Jesuitenkollegs erbaut. In der rheinischen Ordensprovinz war sie die erste Jesuitenkirche und gilt als Keimzelle der Universität Münster. 1943 wurde die Petrikirche während eines Fliegerangriffes beinahe vollständig zerstört. Nach Jahren der Planung und des Wiederaufbaus fand 1957 die Konsekration des Altares der Kirche statt. Stilistisch bewegt sich die dreischiffige Basilika zwischen Gotik und Renaissance. Elemente aus hellem Sandstein gliedern die Wandflächen aus rotem Backstein. Die Petrikirche steht auf dem Universitätsgelände an der Aa zwischen juristischer und katholisch-theologischer Fakultät. Neben der katholischen Studierenden- und Hochschulgemeinde Münster, nutzt das Gymnasium Paulinum die Petrikirche als Schulkirche.


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Silke Schenck
T: +49 211 61700 - 836
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