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Pressemitteilung
Pressemitteilung | 15.01.2021

Start der Arbeiten auf dem neuen JVA-Gelände

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen lässt in den kommenden Monaten auf dem für den Bau der Justizvollzugsanstalt vorgesehenen Areal in Münster-Wolbeck zwei Entwässerungsgräben verlegen. Die Maßnahme soll Platz für die neue Haftanstalt schaffen und wird die Ökologie der Gewässer sowie den Hochwasserschutz verbessern.

Umfassende Vorplanungen sind abgeschlossen, nun können die ersten Arbeiten beginnen: Auf dem 18 Hektar großen Gelände der neuen Justizvollzugsanstalt in Münster-Wolbeck lässt der BLB NRW in den kommenden Monaten zwei Entwässerungsgräben an den Rand des Areals verlegen. Das soll Platz für das Gebäude und neue Lebensbedingungen für Tiere und Pflanzen schaffen. Zudem wird mit den neu angelegten Überflutungsflächen der Hochwasserschutz verbessert. Die Stadt Münster hatte die entsprechenden Anträge des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW (BLB NRW) nach dem Wasserhaushaltsgesetz im Dezember genehmigt. Die neue Haftanstalt soll auf dem Grundstück zwischen Telgter Straße (L 585) und Freckenhorster Straße (L 793) entstehen.

Markus Vieth, Leiter der BLB NRW-Niederlassung Münster, freut sich, dass nun die Arbeiten starten können. „Mit dieser Maßnahme wird unter anderem das Gewässer deutlich ökologisch aufgewertet“, betont er. Die momentan vorhandenen Gräben haben eine rein technische Funktion zum Schutz vor Überschwemmung der umliegenden Äcker. Laut Gutachten der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen weisen sie „keine naturnahen Strukturen“ auf, da sie begradigt und teilweise mit Rohren ausgebaut sind. Deshalb wird das neue Gewässer einen naturnahen leicht geschwungenen Verlauf mit wechselnden Böschungsneigungen bekommen und in eine Auenlandschaft eingebunden werden, die bei starkem Regen oder Hochwasser als Überflutungsfläche dient. Hierfür wird der Uferbereich beidseitig mit für den Lebensraum typischen Sträuchern und Bäumen bepflanzt sowie eine artenreiche Mähwiese und eine Streuobstwiese angelegt. So können sich das neue Fließgewässer und der umgebende Bereich auch langfristig naturnah weiterentwickeln. Die Auenlandschaft verbessert darüber hinaus das Nahrungsangebot für in dem Gebiet lebende Fledermäuse, Kiebitze, Waldschnepfen und Feldlerchen. Für einige Vogelarten hatte der BLB NRW bereits im vergangenen Jahr in direkter Nachbarschaft zur geplanten JVA auf einer Fläche von drei Hektar Ausgleichsreviere geschaffen, die von den Tieren gut angenommen werden. Bei den Planungen aller Maßnahmen sind die Oberen und Unteren Umweltbehörden eng eingebunden sowie Naturschutzverbände und -gremien beteiligt.

„Die neue JVA entsteht im ländlich geprägten Außenbereich Münsters. Dieser besonderen Lage tragen wir mit umfassenden Maßnahmen Rechnung, um den Neubau bestmöglich in die münsterländische Kulturlandschaft einzubinden“, betont Markus Vieth. Dafür wird neben der naturnahen Gewässerverlegung beispielsweise das gesamte Gelände großzügig mit heimischen Bäumen und Sträuchern eingegrünt, die sowohl Sichtschutz als auch Lebensraum für Insekten und Tiere bieten.
In den kommenden Tagen beginnen die beauftragten Fachfirmen zunächst damit, das Baufeld für die anstehenden Erdarbeiten frei zu machen – diese Arbeiten werden voraussichtlich einige Wochen in Anspruch nehmen. Ab März soll dann das Gewässer umgelegt und die Überflutungsflächen angelegt werden. Bis zur Fertigstellung bleibt der vorhandene Entwässerungsgraben erhalten. Danach erfolgt die Anpflanzung von neuen Gehölzen. Zudem soll eine Linksabbiegespur von der Telgter Straße sowie eine provisorische Grundstückszufahrt gebaut werden. Im Anschluss kann der Bau der Haftmauer beginnen.


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Andrea Rehder
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