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Pressemitteilung
Pressemitteilung | 24.06.2022

Neubau JVA Münster: Millimeterarbeit mit tonnenschweren Mauerteilen

Jetzt wird es konkret: Rund ein Viertel der Haftmauer für die neue Justizvollzugsanstalt (JVA) Münster steht. Vertreter aus dem Ministerium der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen und der JVA Münster machten sich vor Ort ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten und besichtigten das Baufeld in Wolbeck.

Baustellenbegehung an der JVA Münster

Es ist Millimeterarbeit trotz der Größe der Bauteile: Langsam schwebt das neun Tonnen schwere, von einem Kran gehaltene Betonelement auf die im Bau befindliche Haftmauer der neuen JVA Münster zu. Über dem Fundament bringen zwei Bauarbeiter das gut fünf Meter hohe Mauerteil in Position, so dass es sich genau in die Aussparung am vorherigen Element einfügt. Dann lässt der Kranführer das vorgefertigte Element langsam in das Fundament hinab. 433 Bauteile werden auf diese Weise aufgestellt. „Die fertige Mauer wird knapp 1100 Meter lang sein“, berichtet der Projektverantwortliche Martin Willers von der Niederlassung Münster des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW (BLB NRW) einer Gruppe von Gästen aus dem Ministerium der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen sowie von der Justizvollzugsanstalt (JVA) Münster. Sie sind nach Wolbeck gekommen, um sich vor Ort ein Bild vom Fortgang der Arbeiten zu machen.

„Durch den beachtlichen Baufortschritt lassen sich schon konkrete Konturen der Außenanlagen erkennen“, sagt Klaus Krüger, Leiter der Projektgruppe zur Umsetzung des Justizvollzugsmodernisierungsprogramm aus dem Ministerium der Justiz. Mitte Mai hat der BLB NRW mit dem Aufstellen der Haftmauer begonnen. Nun sind schon über 200 Meter entlang der nördlichen Grundstückgrenze fertiggestellt. „Das ist schon eindrucksvoll, was wir hier sehen können,“ ergänzt Carsten Heim und schaut die Mauer entlang. Der Leiter der JVA Münster freut sich gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen, die mit ihm zur Baufeldbesichtigung gekommen sind, über den guten Fortschritt der Arbeiten. „Nach den jahrelangen Planungen und Vorbereitungen ist die Haftmauer jetzt etwas sehr Konkretes. Dadurch wird für uns auch der Umzug in die neuen, modernen Anstaltsräume greifbarer.“  

© BLB NRW
An der nördlichen Grundstückgrenze ist die Haftmauer für die zukünftige JVA Münster bereits aufgestellt.

Die Fertigstellung der Haftmauer wird gleichzeitig der Abschluss der sogenannten vorbereitenden Maßnahmen für den JVA-Neubau sein. Dass diese sehr umfangreich ausfielen, hat einen guten Grund: „Wir errichten die Haftanstalt mit 640 Plätzen praktisch auf der grünen Wiese“, sagt Markus Vieth, technischer Leiter der BLB NRW-Niederlassung Münster. Das bedeutet: Der BLB NRW plant und realisiert nicht nur die komplette Infrastruktur, er setzt auch umfassende Ausgleichsmaßnahmen für den Natur- und Umweltschutz um. So ließ er über 1,6 Hektar des Geländes zwischen Telgter und Freckenhorster Straße mit heimischen Sträuchern und Bäumen bepflanzen. Zudem legten beauftragte Unternehmen insgesamt 3 Hektar Überflutungsflächen zum Auffangen von Regenwasser an. „Das ist auch wichtig für unsere Nachbarschaft, damit sich kein Wasser auf den angrenzenden Äckern staut“, erklärt Martin Willers. Die Retentionsflächen werden zudem aufwendig renaturiert. „Rund 13.000 Pflanzen haben wir im Winter und Frühjahr gesetzt. Im Herbst kontrollieren wir noch einmal, ob alle gut angegangen sind und pflanzen falls erforderlich nach“, so Willers. Alle Maßnahmen würden mit bauökologischer Begleitung durchgeführt, betont der Projektverantwortliche. In den Wallhecken und Neuanpflanzungen würden schon bald Biotope entstehen.


Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an:

Andrea Rehder, Pressesprecherin BLB NRW Münster
Andrea Rehder
T: +49 251 9370 619
M: +49 163 6548 272

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