Pressemitteilung |

Meilenstein der baulichen Hochschulmodernisierung in Nordrhein-Westfalen

Ministerin Brandes setzt ersten Spatenstich für die neue Institutsgruppe 1 Physik der WWU Münster

Münster | Niederlassung Münster

Startschuss für einen zukunftsweisenden Hochschulbau: Die nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerin Ina Brandes setzte heute den ersten Spatenstich für die neue Institutsgruppe Physik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Mit dem Ersatzneubau realisiert der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW einen Meilenstein der baulichen Hochschulmodernisierung des Landes.

© BLB NRW Bild: D. Inderlied

Setzten heute den symbolischen ersten Spatenstich für die neue Institutsgruppe 1 Physik der Universität Münster: Oberbürgermeister Markus Lewe, der Rektor der WWU Prof. Dr. Johannes Wessels, Wissenschaftsministerin Ina Brandes, BLB-NRW Geschäftsführerin Gabriele Willems und technischer Niederlassungsleiter des BLB NRW in Münster Markus Vieth (von links).

Die Physikerinnen und Physiker der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster erhalten neuen Raum für zukunftsweisende Forschung und moderne Lehre – vorwiegend in den Nanowissenschaften und der Quantentechnologie. Auf einem bislang unbebauten Grundstück im naturwissenschaftlichen Zentrum von Münster realisiert der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) den Ersatzneubau Institutsgruppe 1 für den Fachbereich Physik – ein Großprojekt mit komplexen baulichen Lösungen, das den Studien- und Forschungsstandort in Münster und Nordrhein-Westfalen weiter stärken soll. Ein guter Grund für Ministerin Ina Brandes, heute gemeinsam mit den Projektbeteiligten den symbolischen ersten Spatenstich zu setzen.

Moderne Gebäude elementar wichtig für Wissenschaftsstandort

„Hier entsteht Großes auf kleinem Raum“, sagte Markus Vieth, technischer Leiter der Niederlassung Münster des BLB NRW, in seiner Begrüßungsansprache. Und in der Tat: Viel Platz stand der Festgesellschaft am Rande des Baufeldes zwischen Wilhelm-Klemm- und Domagkstraße nicht zur Verfügung. Denn für die neue Institutsgruppe bebaut der BLB NRW das gesamte 6.000 Quadratmeter große Grundstück und das beauftragte Unternehmen hat mit dem Ausheben der Baugrube bereits begonnen. Dabei gehen sie rund 14 Meter in die Tiefe. „Durch bauliche Verdichtung schaffen wir insgesamt 14.000 Quadratmeter Nutzfläche“, erläuterte Markus Vieth. „Und die werden von den später hier Forschenden, Lehrenden und Lernenden dringend benötigt.“

Wissenschaftsministerin Ina Brandes: „Moderne Gebäude sind elementar wichtig für den Wissenschaftsstandort Nordrhein-Westfalen. Der Neubau der Institutsgruppe Physik ist ein Meilenstein für innovative Forschung und moderne Lehre in Münster. Von exzellenten Lehr- und Lernbedingungen besonders in den MINT-Fächern profitieren alle Menschen in Nordrhein-Westfalen. Gut ausgebildete Naturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler leisten einen entscheidenden Beitrag für unseren volkswirtschaftlichen Wohlstand.“

Beste Voraussetzungen für hochrangige Forschung und Lehre

Für die WWU bringt der Neubau vielfältige Vorteile. „Wir stellen damit langfristig nicht nur eine moderne und hervorragende Studiums-, Lehr- und Arbeitsumgebung bereit, sondern auch die notwendige Infrastruktur für die in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsenen, exzellenten und international sichtbaren Forschungsaktivitäten des Fachbereichs“, hob Matthias Schwarte, Kanzler der Universität Münster, hervor. Schon jetzt zeichneten sich mit dem Neubau Perspektiven für die künftige Ausrichtung der Forschungsaktivitäten und für die Beantragung und Einwerbung von Forschungsprojekten ab. „Schließlich ist dieser Neubau ein weiterer und wichtiger Schritt, um den naturwissenschaftlichen Campus insgesamt weiter voranzubringen, indem wir den Austausch und die Kommunikation der verschiedenen Disziplinen untereinander fördern“, fügte er hinzu.

© BLB NRW Bild: agn Niederberghaus & Partner GmbH

Die Institutsgruppe 1 ist ein Ensemble aus drei Gebäuden in zwei Baukörpern. Sie umfassen ein fünfgeschossiges Hörsaal- und Seminargebäude, ein sechsgeschossiges Institutsgebäude sowie ein daran angeschlossenes dreigeschossiges Werkstattgebäude.

Komplexe bauliche Lösungen

„Unsere Aufgabe als Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes ist es, für die hochrangige Forschung und Lehre in Nordrhein-Westfalen adäquaten Raum zu schaffen“, sagte die BLB NRW-Geschäftsführerin Gabriele Willems. Wie wichtig die baulichen Voraussetzungen für die Forschung seien, zeige das Beispiel der Institutsgruppe 1 besonders anschaulich: „Für viele physikalische Experimente werden schwingungsfreie Räume benötigt. Mit komplexen Maßnahmen und gut durchdachten architektonischen Lösungen müssen wir Vibrationen von innen und außen dämpfen.“ Dies sei auch einer der Gründe dafür, dass die Baugrube rund 14 Meter tief ausgehoben werde. Die Laserlabore sowie die Labore für die höchstauflösenden Elektronen - und Rastertunnelmikroskope werden später in zwei Untergeschossen untergebracht, da hier der Baukörper am wenigsten schwinge. Zusätzlich werden die Fundamente schwingungsentkoppelt. Doch das ist noch nicht alles: In Speziallaboren verhindern besondere bauliche Abschirmungen, dass äußere magnetische Felder stören. So können sich die empfindlichen Mess- und Versuchsgeräte nicht gegenseitig mit elektromagnetischer Strahlung beeinflussen.

Die Institutsgruppe 1 ist ein Ensemble aus drei Gebäuden in zwei Baukörpern. Sie umfassen ein fünfgeschossiges Hörsaal- und Seminargebäude, ein sechsgeschossiges Institutsgebäude sowie ein daran angeschlossenes dreigeschossiges Werkstattgebäude.

© BLB NRW Bild: D. Inderlied

Das 6.000 Quadratmeter große Grundstück wird durch den BLB NRW komplett überbaut.

Barrierefreie Medientechnik

Zu den verbesserten technischen Voraussetzungen für die Forschung und Lehre zählt beispielsweise die Ausstattung der Hörsäle und Seminarräume für Physiker und die Nebenfach-Studierenden aus der Biologie, Medizin und Pharmazie mit moderner, barrierefreier Medientechnik. Zur Vor- und Nachbereitung der Vorlesungen und Praktika sowie zum fachlichen Austausch der Studenten untereinander werden Einzel- und Gruppenarbeitsplätze in der Seminarraumebene und in der Bibliothek geschaffen.

Der Aushub der Baugrube für die Institutsgruppe 1 wird noch bis zum Spätsommer andauern. Im Anschluss daran beginnen die Rohbauarbeiten für die Untergeschosse der ersten beiden Gebäudeteile. Die neue Institutsgruppe ist ein wichtiger Baustein für die mittelfristige Entwicklung des naturwissenschaftlichen Zentrums in Münster zu einem Wissensquartier mit hoher Aufenthaltsqualität, an dem der BLB NRW gemeinsam mit der Universität Münster, der FH Münster, dem Studierendenwerk und der Stadt Münster arbeitet.

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