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Pressemitteilung
Pressemitteilung | 15.10.2021

Entschlammung der Schlossgräfte: Spezieller Saugbagger schützt Tiere und Pflanzen

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) als Eigentümer von Münsters Schloss und Schlossgarten hat die Arbeiten an der denkmalgeschützten Schlossbrücke pünktlich abgeschlossen. Nun beginnen dort die Vorbereitungen für die Entschlammung der Schlossgräfte mit einem besonders schonenden Saugbagger.

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) hat die Sanierung der Schlossbrücke pünktlich abgeschlossen und die historische Überquerung mit einer modernen Statik fit für die Zukunft gemacht. Fußgänger und Radfahrer kommen jetzt wieder über die Brücke in den Schlossgarten. Zeitgleich richtet der BLB NRW jetzt die Baustelle zur Sanierung der Schlossgräfte ein. Die Arbeiten zur Entschlammung der unter Denkmalschutz stehenden Gräfte sollen im November starten. Eine Sperrung der Hüfferstraße ist nicht vorgesehen. Beim Abtransport des Schlamms kann es jedoch zeitweise zu erhöhtem Baustellenverkehr auf der Hüfferstraße kommen.

„Ziel der Sanierung ist es, das Bodendenkmal und Biotop Schlossgräfte durch eine Erhöhung des Sauerstoffgehalts im Wasser nachhaltig zu bewahren“, erklärt Markus Vieth, Leiter der Niederlassung Münster des BLB NRW. Dafür setzt der BLB NRW ein extrem schonendes Verfahren mit einem sogenannten Schneidkopfschwimmsaugbagger ein, den besonders erfahrene Baggerführer bedienen. Durch den präzisen Arm des Baggers wird die Tier- und Pflanzenwelt in und an der circa 37.000 Quadratmeter großen Gräfte so wenig wie möglich beeinträchtigt. Mit einem speziellen Aufsatz löst der Bagger den Schlamm vom Untergrund der Gräfte und saugt ihn ab. Eine Schlammverarbeitungsanlage trennt anschließend Schlamm, Sand und Wasser voneinander. Während das saubere Wasser zurück in die Gräfte fließt, werden die Ablagerungen abtransportiert und der Sand wiederverwertet, zum Beispiel für Bauprojekte. Bei der Planung und Vorbereitung der Sanierung arbeitete der BLB NRW eng mit der Unteren Wasserbehörde der Stadt Münster, der Denkmalpflege der Bezirksregierung Münster und dem Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL) zusammen.

Die Entschlammung der Schlossgräfte ist notwendig, weil sich im Laufe der Jahre immer mehr Ablagerungen angesammelt haben. Dieser natürliche Prozess führt zu einer Verringerung des Sauerstoffgehalts im Wasser. Der Grund: Bei der Zersetzung von Biomasse, wie herabfallende Blätter, wird Sauerstoff verbraucht. Unter anderem fördert deshalb auch das Laub der Bäume rund um die Gräfte diesen Prozess. Um der Bildung von Faulgasen entgegenzuwirken, waren in der Vergangenheit bei hohen Temperaturen Belüfter installiert worden. Mit der Sanierung der Schlossgräfte soll das der Vergangenheit angehören. Die Sanierung der Gräfte wird voraussichtlich Anfang nächsten Jahres abgeschlossen sein.


Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an:

Andrea Rehder
T: +49 251 9370-619
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