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Polizei & Inneres

Polizeipräsidium Düsseldorf wird saniert und erweitert

Moderne Dienststelle an historischem Standort

Seit 1928 gibt es das Düsseldorfer Polizeipräsidium am Jürgensplatz. Nun saniert und erweitert der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) den denkmalgeschützten Ziegelsteinbau, damit dieser wieder den Standards und Ansprüchen der Polizei entspricht. 

Wichtiger Etappenerfolg: Einweihung der neuen Leitstelle


„Jetzt bekommt die Düsseldorfer Polizei eine der modernsten Leitstellen des Landes“, so NRW-Innenminister Herbert Reul bei der Übergabe der neuen Leitstelle.  Mit ihrer Fertigstellung innerhalb des Neubau-Teils, der sich nahtlos in das Ensemble der bereits bestehenden Bauteile des Polizeipräsidiums einpasst, wurde Anfang 2020 ein Meilenstein erreicht. Pünktlich zur Übergabe am 29. Januar 2020 konnte die Leitstelle aus dem Altbau in den neuen Gebäudeteil umsiedeln. Für 2,2 Millionen Euro hat der BLB NRW hier eine Leitstelle gebaut, die genau an die Bedürfnisse der Polizistinnen und Polizisten angepasst ist. Die spezielle Leitstellentechnik wurde direkt aus dem Innenressort gestellt. Auch der Düsseldorfer Polizeipräsident Norbert Wesseler lobte bei der Übergabe den Neubau und die gute Zusammenarbeit mit den Projektbeteiligten des BLB NRW.  Die Fertigstellung des gesamten Präsidiums ist für Mitte 2023  geplant.
 

Projektanbahnung und Budget


Die Modernisierung des Polizeipräsidiums wurde von langer Hand geplant: 2010 schrieb der BLB NRW einen Architektenwettbewerb aus, den das Düsseldorfer Büro HPP Architekten für sich entscheiden konnte. Die Entwurfsplanung endete 2012. Nach rund einjähriger Verzögerung durch eine Vergabebeschwerde erfolgte 2015 der Baustart. Diese Verzögerungen, erforderliche Mehraufwendungen für Planungsleistungen, zusätzliche Bauleistungen im Wert von rund 9 Millionen Euro sowie eine Aufstockung der Risikovorsorge erforderten 2017 eine Anpassung des Projektbudgets. Die geplante Gesamtinvestition beträgt seitdem rund 157 Millionen Euro.
 

© BLB NRW, Foto: HPP Architekten
So sah die Visualierung des erweiterten Polizeipräsidiums am Jürgensplatz aus, die HPP Architekten entwarf. Das Architekturbüro gewann den Architektenwettbewerb für dieses Projekt.
© BLB NRW
Das ist das Düsseldorfer Polizeipräsidium von der Neusser Straße aus betrachtet.
Foto: BLB NRW
Die Neubauriegel sind durch die vielen hohen Fenster auch von innen hell und freundlich. So bieten sie eine angenehme Arbeitsatmosphäre.
© BLB NRW
Geschäftsführerin Gabriele Willems, Elke Kolfen, Leiterin der Niederlassung Düsseldorf, sowie das verantwortliche Projektteam des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW bei der Übergabe der neuen Leitstelle an die Polizei.
© BLB NRW
Die Arbeitsplätze in der Leitstelle des Polizeipräsidiums am Jürgensplatz sind mit modernster Technik ausgestattet.
Der erste Bauabschnitt: Neubauten und Innensanierung


Das Bestandgebäude wurde im ersten Bauabschnitt um drei neue Anbauten erweitert. Zwei davon fügen sich in den Freiraum zwischen den Riegeln des kammartigen Polizeipräsidiums ein, der dritte – in dem die neue Leitstelle sitzt –   wurde im identischen Stil zur Neusser Straße hin an den äußersten Riegel angeschlossen. Im Inneren des Altbaus wurden parallel erste Sanierungsmaßnahmen vorgenommen. Im Untergeschoss des Altbaus wurden neue Technikzentralen für Heizung, Kälte, Elektro- und Sanitärversorgung hergerichtet. 


Städtebaulicher Fortschritt: Neue Tiefgarage schafft Durchgang zwischen Präsidium und Ministerium


Im Zuge der Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten am Polizeipräsidium Düsseldorf baut der BLB NRW außerdem eine Tiefgarage, die künftig mit 358 Stellplätzen auf zwei Etagen den Parkbedarf der Polizei decken und den Stadtteil insgesamt vom ruhenden Verkehr entlasten wird. Früher parkten die Streifenwagen auf der Fläche zwischen dem Präsidium und dem benachbarten Schwestergebäude des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung. Nun soll dieser Durchgang, unter dem sich die Tiefgarage befindet, im Laufe des Jahres 2020 für die Öffentlichkeit zugänglich werden. Ganz im Sinne des städtebaulichen Konzepts entsteht so ein Durchgang zwischen Schwanenspiegel und Rheinufer, der den Stadtteil Unterbilk näher an den Rhein rücken soll. Diese Nähe zum Rhein wurde im Bauverlauf zur Herausforderung für die Verantwortlichen: Aufgrund des Hochwassers im Winter 2018 stieg der Grundwasserspiegel so stark an, dass die Rohbauarbeiten für fünf Monate unterbrochen werden mussten. 
 

Zahlen und Fakten

  • Mietfläche: 26.364 m²
  • Geschosse: 4
  • Zus. Büroflächen durch Neubauten: 5.100 qm
  • Tiefgarage: 358 Stellplätze 
  • Baubeginn: 2015
  • Übergabe Leitstelle: Januar 2020
  • Fertigstellung Gesamtmaßnahme (geplant): 2023
  • Gesamtinvestition: 157 Mio. Euro (inkl. Bauzeitzinsen und Risikobudget)
Der zweite Bauabschnitt: Die Sanierung des Altbaus


Sukzessive startet nun die zweite Phase, die die Sanierung des denkmalgeschützten Bestandsgebäudes beinhaltet. Dieses muss zu dem Zweck freigezogen werden. Einige Beschäftigte ziehen dafür in die Neubauten, andere werden in Interimsgebäuden untergebracht. Als ein solches dient im Falle des Polizeipräsidiums hauptsächlich das ehemalige Innenministerium an der Haroldstraße 5 sowie weitere, deutlich kleinere, Gebäude, in die verschiedene Abteilungen der Polizei bei Bedarf umsiedeln können.
Wenn 2023 das gesamte Polizeipräsidium modernisiert ist,  sollen am altbekannten und doch neuen Standort am Jürgensplatz nicht nur die 850 Polizeibeamtinnen und -beamten einziehen, die bisher dort ansässig waren, sondern zusätzlich rund 350 weitere aus anderen Dienststellen im Umkreis. 


Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an:

Nicole Zander, Pressesprecherin BLB NRW Düsseldorf
Nicole Zander
T: +49 211 61707 - 478

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