Denkmalgeschützte Hofanlage Gut Melb

53127 Bonn | Melbweg 42

Standort und Lage

Die kreisfreie Bundesstadt Bonn ist mit rund 340.000 Einwohnern eine mittlere Großstadt im Süden Nordrhein-Westfalens und liegt am Rhein. Die Stadt überzeugt durch eine hohe Lebensqualität, geprägt von einer attraktiven Rheinlage, zahlreichen Grünflächen sowie vielfältigen Kultur- und Freizeitmöglichkeiten. Diese Kombination aus guter Infrastruktur, wirtschaftlicher Stärke und naturnahem Umfeld macht Bonn zu einem gefragten Wohnstandort im Rheinland.

Das Verkaufsobjekt liegt im Bonner Stadtteil Venusberg an der Grenze zum westlich angrenzenden Ortsteil Ippendorf. In der näheren Umgebung schließen sich die Stadtteile Poppelsdorf und Kessenich im Norden, Dottendorf im Osten sowie Friesdorf im Süden an.

Die unmittelbare Umgebung ist durch eine ruhige und naturnahe Wohnlage geprägt. Nördlich wird das Grundstück durch den Melbweg begrenzt, während östlich der Nachtigallenweg verläuft. Westlich fließt der Engelsbach, an dessen gegenüberliegender Seite sich ein weiteres Wohngebiet anschließt. Südlich befindet sich eine Sportanlage der Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Das Universitätsklinikum Bonn liegt in etwa 1 km Entfernung südöstlich und unterstreicht die Bedeutung des Standorts als medizinisches und wissenschaftliches Zentrum.

Die Nahversorgung ist sehr gut: Einrichtungen des täglichen Bedarfs wie Supermärkte, Ärzte, Apotheken und gastronomische Angebote sind innerhalb eines Radius von etwa einem Kilometer erreichbar. Der Rhein liegt rund 2,8 km nordöstlich und bietet zusätzliche Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten. Das beliebte Naherholungsgebiet Waldau befindet sich in ca. 1 km Entfernung. Ebenfalls gut erreichbar sind die Botanischen Gärten der Universität Bonn, die etwa 1,8 km nördlich liegen.

Die Verkehrsanbindung ist als gut zu bewerten. Der Bonner Hauptbahnhof ist mit dem öffentlichen Nahverkehr in rund 20 Minuten erreichbar. Die Buslinien 602 (Haltestelle „Bonn Am Mühlenberg“, ca. 10 Gehminuten) sowie 601 (Haltestelle „Agnetendorfer Straße“, ca. 15 Gehminuten) gewährleisten eine zuverlässige Anbindung an das Stadtzentrum. Über die nahegelegene Autobahn A565 besteht zudem eine schnelle Verbindung in Richtung Norden sowie Anschluss an die A555 in Richtung Köln.

Insgesamt zeichnet sich die Mikrolage durch eine seltene Kombination aus ruhigem, grünem Umfeld, universitärer Prägung sowie gleichzeitig guter Erreichbarkeit der Bonner Innenstadt aus.

  • Lageplan der gesamten Liegenschaft

  • Luftbild der gesamten Liegenschaft

Objektbeschreibung

Das Verkaufsobjekt besteht aus dem Flurstück 661, dessen Größe ca. 114.519 m² beträgt. Der Grundstückszuschnitt ist unregelmäßig und beträgt in der mittleren Ausdehnung ca. 300 m sowie rund 460 m in der Tiefe.

Das Grundstück ist angrenzend an den Melbweg mit einem Gebäudeensemble, bestehend aus neun Gebäudeteilen unterschiedlicher Art sowie Baujahren bebaut (vgl. Eckdaten). Die zentrale Hoffläche des Ensembles wurde als Kfz-Stellplatzfläche genutzt. Das gesamte Ensemble steht seit mehreren Jahren leer; zuletzt wurde die Liegenschaft von der Universität Bonn genutzt. 

Das Ensemble wird durch das weiß verputzte, denkmalgeschützte Herrenhaus/Institutsgebäude (8) geprägt. Das Gebäude verfügt über zwei Vollgeschosse sowie ein teilweise ausgebautes Dachgeschoss; der Haupteingang befindet sich hofseitig im Erdgeschoss. Im Untergeschoss befanden sich Lager- und Arbeitsräume sowie eine Schreinerwerkstatt, während die Flächen im Erd- und Obergeschoss überwiegend von Lehr- und Forschungseinrichtungen genutzt wurden. Das Gebäude wurde als Mauerwerksbau mit Holzbalkendecken errichtet und wird über eine Ölheizung im Kellergeschoss beheizt. Das Mansarddach mit Ziegel- und Schieferdeckung weist teilweise erhebliche Schäden auf. Teile der Dachkonstruktion sind morsch; zudem bestehen Feuchteschäden an Balken und Sparren, sodass das Dachgeschoss derzeit nur eingeschränkt nutzbar ist. Südwestlich an das Herrenhaus angrenzend befindet sich ein Gewächshaus (9). An das Nebentreppenhaus des Herrenhauses schließt im rechten Winkel ein zweigeschossiges Wohn- bzw. Stallgebäude (7) mit Satteldach an. Das teilunterkellerte Gebäude wurde zuletzt als Bürofläche genutzt. Daran angebaut ist ein weiteres zweigeschossiges Stallgebäude aus Backstein. Im Obergeschoss befanden sich ehemals Wohn- und Lagerräume, erschlossen über eine nachträglich errichtete Außentreppe aus Metall. Südlich dieses Gebäudeteils liegt eine Remise (2), welche ca. 1901 errichtet wurde.

Ein weiteres zweigeschossiges Wohn- und Wirtschaftsgebäude (5), das früher zu Verwaltungs- oder Wohnzwecken diente, liegt östlich, getrennt vom ehemaligen Herrenhaus/ Institutionsgebäude. Dieses Gebäude befindet sich in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand. Daran angebaut sind die alten Stallgebäude (6) aus Backstein, errichtet ca. 1905. Teile der ursprünglichen Betriebsvorrichtungen sind noch vorhanden. Das Gebäude weist ebenfalls Feuchte- und Holzschäden auf.

Weiter hangaufwärts befindet sich ein neueres Stallgebäude (1) mit Welleterniteindeckung, dessen bauliche Struktur eine alternative Nutzung nur eingeschränkt zulässt.  Rückwärtig davon liegt eine Trafostation (4). Im nordöstlichen Grundstücksbereich befindet sich eine Feldscheune (3), die über eine separate Zuwegung vom Nachtigallenweg erreichbar ist.

Ergänzt wird die Hofanlage durch umliegende Wiesenflächen sowie kleinere Waldbereiche, die topografisch teilweise stark gegliedert sind und den landschaftlichen Charakter der Liegenschaft unterstreichen. 

  • Übersicht Gebäudeensemble - Luftbild

  • Übersicht Gebäudeensemble - Lageplan

Eckdaten

Gebäude

  • (1) Stallgebäude neu (Baujahr ca. 1960)
  • (2) Remise (Baujahr ca. 1901)
  • (3) Feldscheune (Baujahr ca. 1965)
  • (4) Trafohaus (Baujahr ca. 1970)
  • (5) Wohngebäude / Wirtschaftsgebäude (Baujahr ca. 1905, denkmalgeschützt)
  • (6) Stallgebäude alt (Baujahr ca. 1905, denkmalgeschützt)
  • (7) Wohngebäude mit Stall (Baujahr ca. 1905, denkmalgeschützt)
  • (8) Herrenhaus/Institutsgebäude (Baujahr ca. 1875, denkmalgeschützt)
  • (9) Gewächshaus (Baujahr ca. 1905)

Sämtliche Gebäude befinden sich in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand.

Flächen aller 9 Gebäudeteile

  • Mietfläche: ca. 4.359 m²
  • Brutto-Grundfläche: ca. 4.941 m²

Grundstücksgröße

  • ca. 114.519 m²

Erschließungszustand

  • Das Grundstück liegt an zwei öffentlichen Straßen (Melbweg, Nachtigallenweg). Es ist nicht abschließend beurteilbar, welche Erschließungsanlagen vorhanden bzw. noch funktionstüchtig sind.

Energieausweis

  • Nicht vorhanden, da Teile der Hofanlage unter Denkmalschutz stehen.

01 Stallgebäude neu - Vorderansicht

01 Stallgebäude neu - Vorderansicht

01 Stallgebäude neu - Rückansicht

01 Stallgebäude neu - Rückansicht

02 Remise - Außen

02 Remise - Außen

02 Remise - Innen

02 Remise - Innen

03 Feldscheune - Außenansicht

03 Feldscheune - Außenansicht

03 Feldscheune - Innen 1

03 Feldscheune - Innen 1

03 Feldscheune - Innen 2

03 Feldscheune - Innen 2

03 Feldscheune - Innen 3

03 Feldscheune - Innen 3

03 Feldscheune - Innen 4

03 Feldscheune - Innen 4

03 Feldscheune - Innen 5

03 Feldscheune - Innen 5

04 Trafohaus

04 Trafohaus

05 Wohn- Wirtschaftsgebäude - Vorderansicht

05 Wohn- Wirtschaftsgebäude - Vorderansicht

05 Wohn- Wirtschaftsgebäude - Rückansicht

05 Wohn- Wirtschaftsgebäude - Rückansicht

05 Wohn- Wirtschaftsgebäude - EG Küche

05 Wohn- Wirtschaftsgebäude - EG Küche

05 Wohn- Wirtschaftsgebäude - EG Innen

05 Wohn- Wirtschaftsgebäude - EG Innen

05 Wohn- Wirtschaftsgebäude - Innen

05 Wohn- Wirtschaftsgebäude - Innen

05 Wohn- Wirtschaftsgebäude - 1. OG Bad

05 Wohn- Wirtschaftsgebäude - 1. OG Bad

05 Wohn- Wirtschaftsgebäude - 1. OG Flur

05 Wohn- Wirtschaftsgebäude - 1. OG Flur

05 Wohn- Wirtschaftsgebäude - 1. OG Innen 1

05 Wohn- Wirtschaftsgebäude - 1. OG Innen 1

05 Wohn- Wirtschaftsgebäude - 1. OG Innen 2

05 Wohn- Wirtschaftsgebäude - 1. OG Innen 2

06 Stallgebäude alt - Rückansicht

06 Stallgebäude alt - Rückansicht

06 Stallgebäude alt - Seitenansicht

06 Stallgebäude alt - Seitenansicht

06 Stallgebäude alt - Innen 1

06 Stallgebäude alt - Innen 1

06 Stallgebäude alt - Innen 2

06 Stallgebäude alt - Innen 2

06 Stallgebäude alt - Innen 3

06 Stallgebäude alt - Innen 3

06 Stallgebäude alt - Innen 4

06 Stallgebäude alt - Innen 4

06 Stallgebäude alt - Innen 5

06 Stallgebäude alt - Innen 5

06 Stallgebäude alt - Innen 6

06 Stallgebäude alt - Innen 6

07 Wohngebäude mit Stall - Außenansicht

07 Wohngebäude mit Stall - Außenansicht

07 Wohngebäude mit Stall - Innen 1

07 Wohngebäude mit Stall - Innen 1

07 Wohngebäude mit Stall - Innen 2

07 Wohngebäude mit Stall - Innen 2

08 Herrenhaus - Vorderansicht

08 Herrenhaus - Vorderansicht

08 Herrenhaus - Rückseite

08 Herrenhaus - Rückseite

08 Herrenhaus - Innen 1

08 Herrenhaus - Innen 1

08 Herrenhaus - Innen 2

08 Herrenhaus - Innen 2

08 Herrenhaus - Treppenhaus

08 Herrenhaus - Treppenhaus

08 Herrenhaus - Bad

08 Herrenhaus - Bad

08 Herrenhaus - Balkon

08 Herrenhaus - Balkon

08 Herrenhaus - DG

08 Herrenhaus - DG

08 Herrenhaus - KG

08 Herrenhaus - KG

08 Herrenhaus - KG

08 Herrenhaus - KG

09 Gewächshaus

09 Gewächshaus

Rechte und Belastungen

Grundbuch

Amtsgericht Bonn, Gemarkung Poppelsdorf, Flur 4, Flurstück 661

Abteilung II

Lfd. Nr. 1: Die Energie und Wasserversorgung Bonn/Rhein Sieg GmbH ist berechtigt, eine Wasserversorgungsleitung NW 300 und getrennt darüberliegende Steuerungs und Betriebstelefonkabel zu verlegen, zu betreiben und zu unterhalten sowie die Grundstücke im Rahmen dieser Zweckbestimmung jederzeit zu benutzen. Für die Dauer des Bestehens der Wasserversorgungsleitung dürfen innerhalb eines Schutzstreifens bis zu 3 m keine Bauwerke errichtet werden, die den Bestand und die Unterhaltung der Wasserleitung gefährden. Die Mittellinie des Schutzstreifens wird durch die Rohrleitung gebildet.

Lfd. Nr. 2: Beschränkte persönliche Dienstbarkeit (Recht zum Bau und zur Unterhaltung einer Wasserversorgungsleitung mit Steuerungs und Betriebstelefonkabel verbunden mit einer Baubeschränkung) für die Energie und Wasserversorgung Bonn/Rhein Sieg GmbH.

Aber: Die Wasserleitung verläuft südlich des zu veräußernden Flurstückes 661. Die Wasserleitung liegt auf dem Flurstück 622.

Baulasten

Gemäß Baulastenauskunft vom 16.07.2025 sind auf dem Grundstück keine Baulasten eingetragen.

Altlasten (Boden)

Gemäß Altlastenauskunft vom 17.06.2025 ist das Grundstück weder von Altlasten noch von schädlichen Bodenveränderungen betroffen.

Landschafts bzw. Naturschutzgebiet

Das Grundstück liegt vollständig im Landschaftsschutzgebiet Kottenforst mit dem definierten Entwicklungsziel 2 (Anreicherung einer im Ganzen erhaltungswürdigen Landschaft mit gliedernden und belebenden Elementen).

Es sind zudem Biotope auf dem Grundstück katastriert und geringe Flächen im nordwestlichen Bereich befinden sich im Naturschutzgebiet.

Kampfmittel

Es liegen keine Angaben zu Kampfmittelbelastungen vor, da eine Luftbildauswertung erst möglich ist, wenn der luftbildauswertende Bereich exakt angegeben wird. Folglich besteht keine Garantie der Freiheit von Kampfmitteln.

Denkmalschutz

Das Wohngebäude/Wirtschaftsgebäude (5), Stallgebäude alt (6), Wohngebäude mit Stall (7) sowie das Herrenhaus/Institutsgebäude (8) stehen unter Denkmalschutz.

Sonstiges

Sehr starke topografische Gliederung mit deutlichen Höhenunterschieden.

  • Außenfläche

  • Außenfläche

Nutzungsperspektiven/Baurecht

Im Flächennutzungsplan ist das Grundstück als Fläche für die Landwirtschaft sowie der südöstliche Teil als Fläche für die Forstwirtschaft ausgewiesen.

Gemäß der planungsrechtlichen Auskunft der Stadt Bonn vom 28.09.2023 handelt es sich bei der Gut Melb Hofanlage um einen Standort im Außenbereich, der gemäß den Inhalten und Vorgaben des § 35 Baugesetzbuch (BauGB) zu beurteilen ist. Zudem liegen Grundstücksflächen von Gut Melb im Landschafts- bzw. Naturschutzgebiet. Die baulichen Entwicklungsmöglichkeiten sind des Weiteren durch den vorhandenen Denkmalschutz deutlich eingeschränkt.

Künftige Nutzungen / Baumaßnahmen sind in jedem Fall vom Käufer auf eigene Kosten mit den zuständigen Behörden abzustimmen. Diesbezüglich wäre eine konkrete Anfrage (gegebenenfalls über eine Bauvoranfrage) zweckdienlich.

Verfahrenshinweise und Rahmenbedingungen für den Verkauf

Verkaufsverfahren

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW führt zur Veräußerung der Liegenschaft des Landes NRW gem. §§ 63, 64 LHO NRW in der derzeit gültigen Fassung ein mehrstufiges Bieterverfahren zum Höchstgebot durch, dessen Grundlagen die Vorschriften der Landeshaushaltsordnung (LHO) und die des Europäischen Rechts sind. Der Verkauf der Liegenschaft erfolgt mit Bebauung „wie sie steht und liegt“, somit im Ist-Zustand nach heutigem Baurecht. Die Baurechtschaffung für die vorgesehene Nutzung liegt im Risikobereich des Käufers. Vereinbarungen zu entsprechenden Rücktrittsoptionen sind im Kaufvertrag nicht möglich.

Rahmenbedingungen für den Verkauf

Der Verkauf der gesamten Liegenschaft erfolgt in einem mehrstufigen elektronischen Bieterverfahren zum Höchstgebot. Die Gebotsabgabe erfolgt ausschließlich im Wege eines elektronischen Bieterverfahrens nach vorheriger Registrierung über die Bieterplattform des BLB NRW. Für die Teilnahme ist bereits vorab eine Datenschutz- und Vertraulichkeitserklärung auszufüllen und an den BLB NRW per E-Mail zu senden. Sollte uns diese nicht vorliegen, sind Objektbesichtigungen sowie die Bereitstellung weitergehender Informationen nicht möglich.

Informationen zum Verfahren, zum Kaufvertrag und zur elektronischen Gebotsabgabe finden Sie in einem separaten Anwenderleitfaden.

Achtung: Die 1. Bieterrunde findet vom 01.07.2026 bis zum 07.09.2026 statt
Kaufpreisvorstellung: 940.000 €

Über den nachfolgenden Link gelangen Sie zur Bieterplattform, dort können Sie nach entsprechender Registrierung ihr Angebot innerhalb des o.g. Zeitraums abgeben:
https://blb-lip-lvup.lvr.de/lip/action/invoke.do?id=lvulogin&fid=2215-004-V

Nicht rechtzeitig oder über andere Wege (z. B. Fax, E-Mail, Brief oder Telefon) abgegebene Gebote sind nicht zugelassen und werden nicht berücksichtigt. Die Höhe des Höchstgebotes unterliegt der Vertraulichkeit und wird den Teilnehmern nicht mitgeteilt. Ebenso macht der BLB NRW keine Angaben zur Anzahl und Rangfolge der abgegebenen Gebote.



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