Ehemalige Außenstelle des zoologischen Instituts Universität Köln

Grietherbusch 3a in 46459 Rees

Standort und Lage

Makrolage

Die zum Kreis Kleve gehörige Stadt Rees mit rd. 22.000 Einwohnern (Stand 31.12.2024) liegt im deutsch-niederländischen Grenzgebiet am Niederrhein westlich von Bocholt und Wesel. Gemäß Wegweiser Kommune zählt Rees zu den kleinen und mittleren Kommunen mit moderater Alterung und Schrumpfung. Für den Kreis Kleve prognostizierte der BBSR eine Bevölkerungsentwicklung von rd. -3% bis 2045. Rees liegt verkehrsgünstig an der Bundesautobahn A3 und der B67, die A57 ist in rund 20 km zu erreichen. Rees verfügt über einen Bahnhof mit Anschluss an den Regionalverkehr; der nächste ICE- Bahnhof ist im 70 km entfernten Duisburg.

Mikrolage

Die beiden Gebäude befindet sich in der Siedlung Grietherbusch, die dem Ortsteil Bienen angehört. Im Ortsteil Bienen leben 911 Einwohner (Stand Dezember 2020). Östlich grenzt Bienen an den Ortsteil Millingen, westlich an den Rhein. Der Ortsteil Bienen und insbesondere die Siedlung Grietherbusch sind durch eine unzusammenhängende Siedlungsstruktur gekennzeichnet, was auf die historisch vorwiegend landwirtschaftliche Nutzung zurückzuführen ist. Die Siedlung Grietherbusch besteht aus acht Gebäuden, davon unterliegen die Kirche St. Katharina und die Forschungsstation Rees einer öffentlichen Nutzung. Das Bewertungsobjekt liegt an der Kreuzung der beiden Kreisstraßen K18 und K19. Geschäfte des täglichen und mittelfristigen Bedarfs sind in der Innenstadt von Rees (rd. 7 km) oder im Ortsteil Millingen (rd. 6 km) zu finden. Ebenso sind Grundschulen und weiterführende Schulen im Ortsteil Rees angesiedelt. Das nächstgelegene Krankenhaus (St. Willibrord-Spital Emmerich-Rees) befindet sich rd. 15 km in nordwestlicher Richtung in Emmerich am Rhein. In rd. 1,5 km Entfernung zum Bewertungsobjekt im Ortsteil Bienen befindet sich die Bushaltestelle „Bienen“ mit der Buslinie 88 Richtung Emmerich am Rhein bzw. Rees. Die nächstgelegene Auffahrt zur Bundesautobahn A 3 (Autobahnauffahrt Rees) befindet sich in rd. 9 km Entfernung.

Entfernungen

Arnhem (NL)52 km
Bocholt24 km
Bottrop60 km
Roermond (NL)90 km

Eckdaten

Grundstücksangaben

Das Gebäude im Grietherbusch 3a wurde im Jahr 1963 errichtet. Das Grundstück besitzt eine Gesamtfläche von 5.418 m². Diese Gesmatfläche ergibt sich aus den Flurstücken 194 (540 m²) und Flurstück 234 (4.878 m²).

Eintragungen in Abt. II Beschränkt persönliche Dienstbarkeit – Recht zur Errichtung einer Abwasseranlage für die Stadt Rees auf dem Flurstück 234. Eingetragen am 28.09.2001.

Abt. III – Eintragungsfrei

Baulasten

Gemäß Auskunft vom 27.10.2025 sind auf den Flurstücken keine Baulasten eingetragen.

Altlasten

Gemäß Altlastenauskunft vom 21.10.2025 befinden sich die Flurstücke in keinem Altlastenverdachtsgebiet.

Kampfmittel

Informationen über Kampfmittel sind nicht vorhanden. Im II. Weltkrieg war Bienen ein umkämpftes Gebiet. Aufgrund der nachfolgenden Bebauung und jahrelangen Nutzung ist von gefährdenden Kampfmittel- und Munitionsresten derzeit nicht auszugehen. Gleichwohl besteht diesbezüglich eine Restunsicherheit.

Denkmalschutz

Gemäß Auskunft vom 11.11.2025 wird das Gebäude nicht in der Denkmalliste der Stadt Rees geführt.

Planungsrecht

Das Grundstück liegt im Außenbereich, ein Bebauungsplan liegt nicht vor. Insofern ist die Bebaubarkeit nach § 35 BauGB zu beurteilen. Im Außenbereich sind in der Regel nur solche Nutzungen zulässig, die aufgrund ihrer Zweckbestimmung außerhalb von geschlossenen Siedlungen ausgeführt werden sollen (z. B. land- und forstwirtschaftliche Betriebe, öffentliche Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wärme, Wasser, Abwasserwirtschaft etc.). Sonstige Vorhaben können im Einzelfall zugelassen werden, wenn ihre Ausführung oder Benutzung öffentliche Belange nicht beeinträchtigt und die Erschließung gesichert ist.

Laut Flächennutzungsplan ist das Bewertungsgrundstück als Fläche für den Gemeinbedarf mit Schulnutzung ausgewiesen. Die letzte Nutzung als Hochschuleinrichtung ist als genehmigungskonform anzusehen.

Aufgrund der tatsächlich in der jüngeren Vergangenheit durchgeführten Umnutzung von gewerblichen Gebäuden in Wohngebäude sowie in Anlehnung an die Regelungen des § 246 „Befristete Sonderregelung für den Wohnungsbau“ (umgangssprachlich: Bauturbo) erscheint eine Nutzungsänderung insbesondere in Wohnbauflächen grundsätzlich möglich.

Flächen

Das Gebäude erstreckt sich auf insgesamt 645 m², wobei 466 m² als Mietfläche, 20 m² als Technikfläche und 159 m² als Verkehrsfläche angerechnet werden.

Rechte

Es liegt eine wasserrechtliche Erlaubnis zur Benutzung eines Gewässers vor. Die Erlaubnis vom 12.05.2006 sieht vor, dass auf dem Flurstück Gemarkung Grietherbusch, Flur 3, Flurstück 23 aus einem Brunnen Grundwasser in einer Menge bis zu 2 m³ täglich / 700 m³ jährlich gefördert werden dürfen, um sie als Trinkwasser zu verwenden. Dieses Recht ist befristet bis zum 31. Mai 2026 und erlischt mit dem Anschluss des Grundstücks an das öffentliche Trinkwasserversorgungsnetz. Es wird davon ausgegangen, dass die wasserrechtliche Erlaubnis auf Antrag verlängert wird, da ein Trinkwasseranschluss auf absehbare Zeit nicht in Planung ist.

Es liegt eine Einleitgenehmigung für das Abwasser in die auf dem Grundstück befindliche Kleinkläranlage vor. Diese Genehmigung läuft per 31.12.2025 aus. Es liegt zum Zeitpunkt des Gutachtens keine Verlängerung der Einleitgenehmigung vor. Es wird davon ausgegangen, dass auch die Einleitgenehmigung auf Antrag verlängert wird, da ein Abwasseranschluss auf absehbare Zeit nicht in Planung ist und sonst die Erschließung der gesamten Ortslage auch über das Grundstück hinaus gefährdet wäre.

Kleinkläranlage

Im südlichen Grundstücksbereich befindet sich eine Kleinkläranlage, die der gesamten Siedlungsstruktur dient. Angabe gemäß obliegt die Unterhaltung und Wartung dem Abwasserbetrieb Rees, da es sich um eine öffentliche Abwasserbehandlungsanlage handelt. Dem Grundstückseigentümer entstehen daraus Angabe gemäß keine Verpflichtungen.

Baugrund

In der Baugenehmigung wurden die Bodenverhältnisse als „sandiger Lehmalter Ablagerungsboden“ charakterisiert. Das Grundstück liegt in einem Überschwemmungsgebiet. Aufgrund des Baujahres des Gebäudes wird von einer ausreichenden Tragfähigkeit des Baugrundes ausgegangen.

Bestehende Verträge

Es bestehen keine Mietverträge mehr und die Nutzung durch die Universität zu Köln wurde im Jahr 2023 aufgegeben.

Erschließung nach BauGB und KAG

Das Grundstück grenzt überwiegend an die Kreisstraße K 18, die nicht in den Zuständigkeitsbereich der Stadt Rees fällt. Darüber hinaus grenzt das Grundstück an die Straße Reeserward. Da die Straße hergestellt ist und das Gebäude nicht an das Kanalnetz und nicht an das öffentliche Trinkwassernetz angeschlossen ist, wird davon ausgegangen, dass keine Erschließungsbeiträge anfallen, da aufgrund der abgelegenen Ortslage ein Anschluss nicht wirtschaftlich ist.

Weitere Baubeschreibung

Die bauliche Struktur des Objekts setzt sich aus zwei klar voneinander abgegrenzten Gebäudeteilen zusammen, deren Nutzungsschwerpunkte sich deutlich unterscheiden. Verbunden sind beide Bereiche über einen zentralen Eingangsbereich, der sowohl im Erdgeschoss als auch über ein Podest im Obergeschoss einen direkten Zugang ermöglicht. Von diesem Podest aus ist zudem eine kleine Loggia zugänglich, die nach Nordwesten ausgerichtet ist.

Verfahrenshinweise und Rahmenbedingungen für den Verkauf

Der Verkauf des Objektes erfolgt gemäß §§ 63, 64 LHO in der derzeit gültigen Fassung.

Für die Teilnahme ist bereits vorab eine Datenschutz- und Vertraulichkeitserklärung auszufüllen und an den BLB NRW per Email (als pdf) zu senden. Sollte uns diese nicht vorliegen, sind eine Objektbesichtigung sowie die Bereitstellung von weiteren Informationen und Unterlagen zum Objekt nicht möglich. In der Regel werden zur fundierten Ankaufsprüfung und Gebotsabgabe ein Datenraum mit Objektunterlagen zur Verfügung gestellt und eine Objektbegehung angeboten.
Informationen zum Verfahren, zum Kaufvertrag und zur elektronischen Gebotsabgabe finden Sie in einem separaten Anwenderleitfaden.

Achtung: Die erste Bieterrunde beginnt am 19.01.2026 und endet am 13.03.2026
Kaufpreisvorstellung: 114.000,00 €

Nicht rechtzeitig oder über andere Wege (z.B. Fax, Email, Brief, Telefon) abgegebene Gebote sind nicht zugelassen und werden nicht berücksichtigt! Die Höhe des Höchstgebotes unterliegt der Vertraulichkeit und wird den Teilnehmern nicht mitgeteilt. Ebenso macht der BLB NRW keine Angaben zur Anzahl und Rangfolge der abgegebenen Gebote.



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