TU Dortmund baut nachhaltige Energieversorgung aus
Neue Heizungsanlage
Maßarbeit mit schwerem Gerät: Mit einem Kran wird der rund 6 Meter lange und 3 Meter breite Kessel passgenau eingesetzt.
Um den CO2-Verbrauch der Universität zu reduzieren, installiert der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) den neuen Pelletkessel mit einer Feuerungswärmeleistung von 2,24 Megawatt an der TU Dortmund. Durch diese Anpassung der Energieversorgung wird die Hochschule künftig pro Jahr ca. 2.600 Tonnen CO2-Emissionen einsparen im Vergleich zum bisherigen Betrieb der Gaskessel. Das entspricht dem Jahresverbrauch von bis zu 300 Einfamilienhäusern.
Hintergrund und Notwendigkeit der Maßnahme
Bisher versorgte das Heizwerk der TU Dortmund seinen Nord-Campus mit drei Gaskesseln. Im Regelfall laufen zwei dieser Kessel parallel, um eine kontinuierliche Wärmeversorgung sicherzustellen. Um den regenerativen Anteil der Energieversorgung (etwa durch Photovoltaikanlagen) am Campus der TU Dortmund zu erhöhen und die Klimaschutzziele des Landes umzusetzen, entschied der BLB NRW, in Dortmund die bestehende Wärmeversorgung durch eine Pelletanlage zu ergänzen und damit die Betriebsstunden der Gaskessel zu reduzieren. Die moderne Pelletanlage garantiert eine saubere Verbrennung und hat mehrere Filterstufen. Die eingesetzten Pellets sind zertifiziert und stammen aus einer nachhaltigen Produktion.
Technische Umsetzung und Herausforderungen
Die technische Realisierung brachte einige Herausforderungen mit sich. Insbesondere die Integration des neuen Kessels in die bestehende Infrastruktur, die Verlegung von Rohrleitungen und die Sicherstellung der Schwerlasttauglichkeit von Zufahrtswegen erforderten sorgfältige Planung. „Ein zentraler Punkt ist die Anbindung der neuen Pelletanlage an das bestehende Wärmenetz. Die hohe Dichte der Rohrleitungen macht hier eine präzise Planung erforderlich“, berichtet die Projektverantwortliche vom BLB NRW Astrid Werner. Zudem mussten die bestehenden wasserführenden Leitungen umgelegt werden, um die Bauarbeiten nicht zu behindern.
Ein wichtiger Baustein für die nachhaltige Energieversorgung der Zukunft wird angeliefert: Verglichen mit dem Betrieb der alten Gaskessel spart die neue Pelletanlage jedes Jahr bis zu 2.600 Tonnen CO2-Emissionen.
Grüne Campus-Energie
Einen der ersten Schritte zur Umsetzung umweltfreundlicherer Energieversorgung vollbrachte der riesige Kran. Der Kessel und seine Komponenten wurden zuvor auf mehreren LKW angeliefert. Der rund 10.000 Kilogramm schwere Pelletkessel wurde mittels des Schwerlastkrans über eine Dachöffnung in der Pelletanlage platziert. Das beengte Umfeld war dabei die größte Hürde. Doch der circa 6,4 Meter lange und 3,2 Meter breite Kessel konnte erfolgreich im Innern der Anlage positioniert werden.
Die neue Pelletanlage verstärkt die energetische Unabhängigkeit der TU Dortmund von fossilen Brennstoffen und trägt so auch langfristig zur Verbesserung der ökologischen Bilanz des Campus bei.
Bilder in druckfähiger Qualität stehen Ihnen zum Download hier zur Verfügung:
https://membox.nrw.de/index.php/s/qTzzQ37fl8hzmsy
Passwort:blbnrw
Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an:
Sandra Hillebrand