Sonnenstrom für das Justizzentrum Bochum
Nachhaltige Energieversorgung
(V.l.): Prof. Dr. Dieter Coburger (Präsident Landgericht Bochum), Gabriele Willems (Geschäftsführerin BLB NRW), Gudrun Schäpers (Präsidentin Oberlandesgericht Hamm), Dr. Dr. Daniela Brückner (Staatssekretärin im Ministerium der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen) und Dr. Dirk Günnewig (Staatssekretär im Ministerium der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen).
Auf den 34.000 Quadratmetern des Justizzentrums Bochum sind nicht nur das Landgericht, das Amtsgericht und das Arbeitsgericht ansässig, sondern auch die Staatsanwaltschaft und der ambulante soziale Dienst. Rund 840 Mitarbeitende sind hier zu Hause und erfüllen ihre wichtigen Aufgaben für die Justiz. Sie alle brauchen für ihren Dienst Energie – nicht nur die eigene, sondern auch in Form von Strom. Diesen liefert nun eine neue Photovoltaikanlage, die der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) als Eigentümer des Justizzentrums installiert hat.
„Die PV-Offensive des Landes Nordrhein-Westfalen schreitet konsequent voran. Die Dächer öffentlicher Gebäude sind ein wichtiger Baustein, um mehr klimafreundliche Energie selbst zu erzeugen. So stellen wir unsere Energieversorgung nicht nur sicher und unabhängig auf, sondern auch nachhaltig“, sagte Dr. Dirk Günnewig, Staatssekretär im Ministerium der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen sowie Verwaltungsratsvorsitzender des BLB NRW, bei der Inbetriebnahme der PV-Anlage.
„Die Umwelt und das Klima befinden sich gleichsam im Wandel. Diesem Wandel müssen wir als Justiz ebenfalls begegnen und tun dies auch, wie der heutige Tag zeigt“, ergänzte Dr. Daniela Brückner, Staatssekretärin im Ministerium der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen.
Strom für eine ganze Saison
Die neue Anlage erstreckt sich über eine beachtliche Fläche von rund 1.200 Quadratmetern, was etwa der Größe von zwei Tennisplätzen entspricht. Mit 562 Modulen ist sie die aktuell viertgrößte Dachanlage landesweit. Diese kann pro Jahr rund 234.000 Kilowattstunden klimafreundlichen Strom erzeugen. Das ist so viel, dass man damit die riesige Flutlichtanlage im Stadion des VfL Bochum für alle Heimspiele einer ganzen Saison betreiben könnte. Am Justizzentrum wird der erzeugte Strom aber natürlich direkt vor Ort genutzt, um das Gebäude nachhaltig zu versorgen.
Tonnenweise CO2 eingespart
Mit dem durch die Photovoltaikanlage produzierten Solarstrom ließen sich verglichen mit dem deutschen Strommix etwa 88 Tonnen CO₂-Emissionen pro Jahr einsparen. „Wir nutzen die große Dachfläche hier gezielt als Hebel für einen unmittelbaren Beitrag zum Umweltschutz. So zeigen wir als BLB NRW, welche Rolle öffentliche Gebäude beim klimafreundlichen Umbau unseres Landes spielen können“, sagte Gabriele Willems, Geschäftsführerin des BLB NRW.
Die Präsidentin des Oberlandesgerichts Hamm Gudrun Schäpers betonte: „Die Wirkung der Justiz endet nicht mit dem Urteilsspruch. Wir nehmen unsere Verantwortung auch außerhalb des Kernbereichs der Rechtsprechung ernst. Die Photovoltaikanlage, die wir heute in Betrieb nehmen, ist ein gutes Beispiel dafür.“
Das Justizzentrum ist bereits die zweite Liegenschaft des BLB NRW und der Justiz, die in diesem Jahr in Bochum mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet wurde. Vor Kurzem bekam auch die JVA Bochum eine große Anlage, um zukunftsfähig aufgestellt zu sein. Der BLB NRW treibt den PV-Ausbau weiter voran und sorgt so für eine nachhaltige Entwicklung bei den Gebäuden der Landesverwaltung.
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