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Pressemitteilung
Pressemitteilung | 06.07.2021

Sommertour zu Stätten der Zukunftsforschung und zu architektonischen Kostbarkeiten

Pressemitteilung des Ministeriums der Finanzen Nordrhein-Westfalens

Minister Lienenkämper und BLB-NRW-Geschäftsführerin Willems besichtigten Landesgebäude in Aachen und Siegen / Lienenkämper: „Ein Ausdruck der großen Leistungsfähigkeit.“

Nordrhein-Westfalen verfügt über einzigartige Landesgebäude, unter anderem im Bereich der Hochschulen. Diese Bauwerke sind optisch herausragend und bieten hochmoderne Bedingungen, die den Stellenwert des Landes als einer der führenden internationalen Standorte für Forschung und Lehre unterstreichen. In den kommenden Jahren werden zahlreiche weitere Bauprojekte in vielen Bereichen angestoßen. Im Fokus steht dabei die Modernisierung der Landesliegenschaften – auch und gerade unter Klimaschutzaspekten. Hierzu stellt die Landesregierung mit dem Haushalt 2022 für die nächsten fünf Jahre im Rahmen von Verpflichtungsermächtigungen zusätzliche Mittel in Höhe von insgesamt 4,5 Milliarden Euro bereit.

Zwei besondere Liegenschaften besuchte heute Lutz Lienenkämper, Minister der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen. Gemeinsam mit Gabriele Willems, Geschäftsführerin des Bau- und Liegenschaftsbetriebes des Landes (BLB NRW), besichtigte Lienenkämper, dessen Ministerium für den BLB NRW zuständig ist, unter anderem einen Hochleistungscomputer an der Rheinisch-Westfälischen Hochschule (RWTH) in Aachen und die neue Universitätsbibliothek an der Universität in Siegen. „Es ist beeindruckend, welche faszinierenden Gebäude in den vergangenen Jahren entstanden sind, sowohl in technologischer als auch in architektonischer Hinsicht“, sagte Lienenkämper. „Viele von ihnen sind ein Ausdruck der großen Leistungsfähigkeit unseres Landes, in Wissenschaft und Forschung, aber auch in vielen anderen Themengebieten, die unser Land weiter voranbringen werden.“

© BLB NRW
In der Universitäts-Bibliothek Siegen - v.l.n.r.: Lutz Lienenkämper, Minister der Finanzen, Anke Richter, BLB NRW Dortmund, Gabriele Willems, BLB NRW Geschäftsführerin, Steffen Mues, Bürgermeister der Stadt Siegen, Ulf Richter, Kanzler der Universität Siegen

In Aachen zeigten ihm Universitäts-Rektor Prof. Dr. Ulrich Rüdiger und Universitäts-Kanzler Manfred Nettekoven den High-Performance-Rechner „Cluster-Aix-la-Chapelle“, kurz: CLAIX. Die Hochschule der Domstadt beherbergt mit ihm auf etwa 400 Quadratmetern einen der schnellsten Hochleistungscomputer Deutschlands mit einer maximalen Rechenleistung von bis zu 3,5 Petaflops. Ein Petaflop ist die Maßeinheit für eine Billiarde Rechenoperationen pro Minute. 

An der Universität Siegen, die eine Zwei-Standort-Strategie verfolgt, empfingen den Minister Rektor Prof. Dr. Holger Burckhart und Kanzler Ulf Richter. An der Hochschule hat es in den vergangenen Jahren zahlreiche bauliche Weiterentwicklungen gegeben, die weit über die Region hinaus für Aufsehen sorgen. Das Herz des universitären Lebens auf dem Campus Adolf-Reichwein-Straße auf dem Haardter Berg im Stadtteil Weidenau war bis 2020 eine Großbaustelle. Zwei Gebäudeteile, die Universitätsbibliothek und die Mensa samt Foyer-Bereich wurden umfassend modernisiert. Die Bibliothek begrüßt Studierende und Lehrende heute in einer lichtdurchfluteten und offenen Atmosphäre und lädt mit zahlreichen Kommunikationszonen zum Lernen und Lesen ein. Den sanierten Campus umgibt eine energiesparende Hülle aus 25.000 weißen Aluminiumblech-Elementen. Im Innern der Bibliothek gibt es 850 Arbeitsplätze. Sie befinden sich an großen Fensterfronten, in abschließbaren Kabinen oder in offenen Gruppenarbeitsräumen. „Wer diese neue Bibliothek betritt, wird begeistert sein. Auch Seminarräume, Büros und die Mensa sind hervorragend saniert worden. Die Universität hat ein neues Gesicht erhalten – und dieses neue Gesicht findet sich auch in der Innenstadt, wo seit 2016 das historische Untere Schloss der Mittelpunkt des Campus ist. Ich danke im Namen der Universität allen, die dies ermöglicht haben – vor allem dem Land für die umfassende Unterstützung. Daran möchten wir mit dem Projekt ‚Siegen. Wissen verbindet‘ anknüpfen“, sagte Rektor Prof. Burckhart.

© BLB NRW
Lutz Lienenkämper, Minister der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen mit Prof. Dr. Matthias Müller, Direktor IT-Center der RWTH Aachen (li.), und Uni-Rektor Prof. Dr. Ulrich Rüdiger

Der CLAIX trägt entscheidend dazu bei, die führende Position der RWTH Aachen und des Forschungszentrums Jülich in verschiedenen Forschungsbereichen auszubauen. So ermöglicht er beispielsweise wegweisende Zukunftsforschung mit virtuellen Klimasimulationen oder im Zuge der ganzheitlichen Genese von Flugzeugen. Eine umweltfreundliche Wasserkühlung garantiert die Ableitung der Rechnerwärme. Damit wird die Leistung der Luftkühlung im Serverraum um rund 90 Prozent reduziert – das spart jährlich bis zu 1300 Tonnen CO2 ein. „Die RWTH steht für exzellente Forschung, Lehre und Transfer“, betont Rektor Prof. Rüdiger. „Um unseren ambitionierten Zielen gerecht werden zu können, benötigen wir die dazu notwendige Infrastruktur. Wir erleben gerade rasante Entwicklungen im Bereich der Informationstechnik und Kommunikation und wollen diese Entwicklungen mit unserer Expertise mitprägen. CLAIX gibt uns dazu einen Handlungsspielraum, der die RWTH zu einem der maßgeblichen Player im Bereich dieser Technologien macht.“

© BLB NRW
Minister der Finanzen Lutz Lienenkämper (re.) im Gespräch mit Prof. Dr. Matthias Müller, Direktor IT-Center der RWTH Aachen.

Verantwortlich für die Baumaßnahmen in beiden Städten ist der BLB NRW. „Sowohl an der Universität Siegen als auch beim Hochleistungsrechner CLAIX hat der BLB NRW besondere bauliche Leistungen vollbracht. In Siegen haben wir dabei erfolgreich das Vertragsmodell Schlüsselfertige Errichtung mit integrierter Planung pilotiert. In Aachen wurden Nutzflächen im laufenden Betrieb zum Serverraum umgebaut. Gleichzeitig fanden bei beiden Projekten die Architektur und Kunst ihren Wirkungsraum“, erklärt BLB-NRW-Geschäftsführerin Willems. In den kommenden Jahren wird der BLB NRW weitere Großprojekte planen und betreuen. So wird zum Beispiel in Siegen ein interdisziplinäres Laborgebäude für Nanoanalytik, Nanochemie und Cybertechnische Sensortechnologie entstehen, das ein hochauflösendes Elektronenmikroskop beheimatet. Davon gibt es auf der Welt nur zwei Exemplare. 

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