Pressemitteilung |

Richtfest am nachhaltigen Amtsgericht Eschweiler

Justiz-Zukunft aus Recycling-Beton

Eschweiler | Niederlassung Aachen

Das Richtfest für den Erweiterungsbau des Amtsgerichts Eschweiler ist ein Meilenstein für die Zukunft der Justiz in der Stadt. Der hochmoderne Neubau beendet die bisherige Aufteilung des Gerichts auf zwei Adressen und wird künftig das gesamte Gericht an einem zentralen Standort in der Kaiserstraße unterbringen. Das Projekt, realisiert vom BLB NRW, setzt dabei konsequent auf nachhaltige Baustoffe und innovative Technik.

© BLB NRW
Hämmern beim Richtfest in Eschweiler

V.l.: Rainer Harnacke (Direktor Amtsgericht Eschweiler), Ute Willems (Leiterin BLB NRW-Niederlassung Aachen), Gabriele Willems (Geschäftsführerin BLB NRW), Dr. Bernd Scheiff (Präsident Oberlandesgericht Köln). 

Der Rohbau steht und mit ihm ein Gebäude, das den Justizstandort Eschweiler langfristig zukunftsfähig und beispielhaft gestaltet. Gabriele Willems, Geschäftsführerin des Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB NRW), betont die partnerschaftliche Zusammenarbeit: „Das heutige Richtfest zeigt, was möglich ist, wenn Planung, Bau und Verantwortung Hand in Hand gehen. Nachhaltigkeit ist kein Zusatz, sondern gehört heute selbstverständlich zum öffentlichen Bauen dazu. Mit dem Einsatz von Recyclingbeton und klimaschonender Technik leisten wir hier ganz konkret einen Beitrag für eine zukunftsfähige Infrastruktur und setzen neue Standards im öffentlichen Hochbau.“

Architektur mit ökologischer Verantwortung 

Der Erweiterungsbau orientiert sich konsequent an den Leitlinien für nachhaltiges Bauen des Landes Nordrhein-Westfalen. Ein Pfeiler dieser Bauweise ist der Einsatz von Recyclingbeton. Dieser innovative Baustoff wird aus aufbereitetem Abbruchmaterial gewonnen. Dadurch wird der Verbrauch von wertvollen natürlichen Rohstoffen wie Sand und Kies erheblich reduziert und gleichzeitig das Abfallaufkommen verringert. Durch die Wiederverwendung von Bauschutt trägt der Recyclingbeton zur CO2-Reduktion bei. 

Außerdem wird eine Photovoltaikanlage auf dem Dach künftig umweltfreundlichen Strom aus Sonnenenergie liefern, während eine moderne Wärmepumpe fossile Heizsysteme ersetzt und eine klimaschonende Wärmeversorgung sicherstellt. Ein durchdachtes Regenwassermanagement rundet das Konzept ab: 

In den Außenbereichen wird Regenwasser gezielt aufgefangen und genutzt. Unterirdische Speicherräume, sogenannte Rigolen, lassen das Wasser langsam im Boden versickern. Auf den Dächern helfen spezielle Begrünungen dabei, Regen zurückzuhalten. Diese sogenannten Retentionsdächer speichern das Wasser und geben es nach und nach wieder ab. So wird das öffentliche Kanalsystem entlastet und gleichzeitig das Mikroklima verbessert.

  • © BLB NRW Bild: BFT Planung GmbH
    So soll das Amtsgericht Eschweiler zukünftig aussehen

    Eine Visualisierung des Erweiterungsbaus am Amtsgericht Eschweiler.

  • © BLB NRW
    Richtkranz am Amtsgericht Eschweiler

    Mit dem Hochziehen des Richtkranzes hielt der Polier den traditionellen Richtspruch.

  • © BLB NRW
    BLB NRW baut für die Justiz

    Auch beim Amtsgericht Eschweiler kamen Zollstöcke und Hämmer natürlich zum Einsatz.

Altbau trifft Zukunft: Sicher und für alle zugänglich 

Der Neubau entsteht direkt neben dem denkmalgeschützten Gerichtsgebäude von 1907. Neben der ökologischen Ausrichtung wurde auch auf funktionale Anforderungen und Sicherheit großer Wert gelegt. Der Erweiterungsbau wird vollständig barrierefrei mit dem historischen Altbau verbunden, was den Zugang zum gesamten Gerichtsgebäude vereinfacht. Auch die Wege für den gesicherten Transport von Inhaftierten wurden vollständig neu geplant und orientieren sich an den aktuellsten Sicherheitsstandards.

Ein Gewinn für alle: Justiz, Beschäftigte sowie Bürgerinnen und Bürger 

„Mit dem neuen Gebäude schaffen wir nicht nur zusätzliche Büro- und Verhandlungsräume, sondern auch eine funktionale Einheit, die den Gerichtsbetrieb deutlich erleichtert und die Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeitenden optimiert“, sagt Dr. Bernd Scheiff, Präsident des Oberlandesgerichts Köln. „Dies ist eine sehr gute Nachricht für unsere Justiz und unsere Beschäftigten, die bald an diesem Standort unter modernen und effizienten Bedingungen arbeiten können. Gleichzeitig profitieren auch die Bürgerinnen und Bürger von einer zentralen Anlaufstelle und verbesserter Zugänglichkeit.“

Der Erweiterungsbau am Amtsgericht Eschweiler ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie ein gewachsener Standort durch kluge Planung, konsequente nachhaltige Bauweise und durchdachte Ergänzungen fit für die Zukunft gemacht werden kann – verlässlich, zweckmäßig und mit einem klaren Blick auf die Anforderungen einer modernen Justiz.

Bilder in druckfähiger Qualität stehen Ihnen zum Download hier zur Verfügung: 

https://membox.nrw.de/index.php/s/mDxArIjqULpZaTU

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