Pressemitteilung |

Neues Herz für die JVA Wuppertal-Vohwinkel

Wichtiges Etappenziel bei Grundsanierung

Wuppertal | Niederlassung Düsseldorf

Neues Herz, neue Infrastruktur, neue Möglichkeiten: Die Justizvollzugsanstalt Wuppertal-Vohwinkel hat ein neues Zentrum für Betrieb und Sicherheit erhalten. Den Schlüssel für die neue Pforte übergab der BLB NRW jetzt im Beisein von Staatssekretärin Dr. Daniela Brückner an die Justiz. Dies ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur vollständigen Modernisierung – unter besonderen Schutzmaßnahmen. 

© BLB NRW
Die neue Pforte der JVA Wuppertal-Vohwinkel

Den Schlüssel für die neue Pforte nahmen stellvertretend für alle JVA-Bediensteten Simon Lechtenberg (l.) und Oliver Heuser von der Jugend- und Auszubildendenvertretung entgegen. Ebenfalls feierten den Erfolg (v.l.): Stefan Weber (Leiter JVA), Elke Kolfen (Niederlassungsleitung Düsseldorf, BLB NRW), Dr. Daniela Brückner (Staatsekretärin im Ministerium der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen), Gabriele Willems (Geschäftsführerin des BLB NRW) und André Strube (Niederlassungsleitung Düsseldorf, BLB NRW).

Besuchende, Bedienstete und Inhaftierte der JVA Wuppertal-Vohwinkel gelangen künftig durch neu geschaffene unterirdische Verbindungen hinter die Mauern. Diese führen vom jetzt durch den Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) fertig gestellten Pfortengebäude in die Justizvollzugsanstalt. Die neue Pforte dient nicht nur als Ein- und Auslasspunkt, sondern beheimatet auch die Sicherheitszentrale, in der alle Informationen zusammenlaufen und gesteuert werden. Dort werden auch die Sicherheits-Checks durchgeführt, unter anderem mit modernen Ganzkörperscannern. Im ebenfalls neu gebauten Multifunktionsgebäude befindet sich die nachhaltige Heizungsanlage, die sukzessive nach jedem Bauabschnitt die sanierten Gebäude mit Wärme versorgt. So hat die JVA Vohwinkel, die derzeit im Betrieb grundsaniert wird, mit Pforte und Multifunktionsgebäude bereits jetzt ihr neues Herz erhalten.

Die Staatssekretärin des Ministeriums der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen Dr. Daniela Brückner machte sich selbst ein Bild von den neuen Gebäuden: „Mit der baulichen Fertigstellung der Pforte ist das äußere Erscheinungsbild der neuen Justizvollzugsanstalt sichtbar geworden. Sie steht für unser aller Engagement und unser aller Willen, eine sichere und dem Resozialisierungsgedanken entsprechende Vollstreckung von Freiheitsstrafen zu gewährleisten. Mit ihrer Erneuerung setzen wir ein Zeichen für Fortschritt und unterstreichen unser Ziel, dem behandlungsorientierten Justizvollzug moderne Rahmenbedingungen zu geben.“

 Viele Akteure haben zum Erfolg beigetragen – von Planern über Bauunternehmen bis hin zu den Sicherheits- und Justizbehörden. 

„Beide neuen Gebäude erfüllen mit der intelligenten Verknüpfung von Sicherheitsinfrastruktur und Nachhaltigkeit einen wichtigen Zweck, sind aber auch ansprechend gestaltet: Die Pforte hat einen dunklen Alu-Kubus als Highlight, das Multifunktionsgebäude fällt durch Betonfassadenelemente im Sockelbereich auf“, sagt Gabriele Willems, Geschäftsführerin des BLB NRW.

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    Sicherheits-Checks wie am Flughafen

    In der Pforte der JVA kommen hochmoderne Ganzkörperscanner zum Einsatz.

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    Das neue Multifunktionsgebäude der JVA-Wuppertal-Vohwinkel

    Hier ist unter anderem die nachhaltige Heizungsanlage untergebracht.

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    Der neue Eingangsbereich in der Pforte

    Diesen Weg nehmen Besucherinnen und Besucher in die JVA Wuppertal-Vohwinkel.

Schrittweises Update für eine Bestands-JVA

Die Justizvollzugsanstalt Vohwinkel wird umfassend modernisiert. In mehreren Bauabschnitten erfolgt die Ergänzung durch Neubauten sowie die Grundsanierung aller Bestandsgebäude.

Kernpunkte sind unter anderem die Sanierung der Fassade und Umwehrungsmauer, die Erneuerung von Elektro-, Heizungs- und Sanitärinstallationen, die Modernisierung der Brand- und Sicherheitsinfrastruktur und die Erneuerung der Sicherheitstechnik und der Kameraanlage.

Das ist eine große Aufgabe, die der BLB NRW im Auftrag des Landes umsetzt. Elke Kolfen, Leiterin der ausführenden BLB NRW-Niederlassung Düsseldorf, ist sich der Verantwortung bewusst: „Ziel des Vorhabens ist es, die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Betriebsfähigkeit der JVA Vohwinkel langfristig zu erhöhen und gleichzeitig moderne Standards in Bau- und Haustechnik zu gewährleisten.“

Höchste Sicherheit erforderlich

Besondere Sicherheitsmaßnahmen kennzeichnen die Sanierung im laufenden Betrieb. Dabei müssen über die gesamte Laufzeit eine bestimmte Anzahl an Haftplätzen sowie ein sicherer Betrieb gewährleistet bleiben. Die Arbeiten erfolgen daher in mehreren Abschnitten, die zeitlich aufeinander abgestimmt und voneinander abhängig sind.

Um den Anforderungen gerecht zu werden, kommen diverse Provisorien zum Einsatz, wie beispielsweise eine temporäre Pforte und provisorische Haftmauern zur Schaffung von in sich geschlossenen Baufeldern. Außerdem werden alle am Bau Beteiligten im Vorfeld durch die Justiz sicherheitsüberprüft; auf der Baustelle erfolgt eine stete Begleitung durch Personal der Justizvollzugsanstalt. 

„Die Sanierung im laufenden Betrieb erfordert sorgfältige Planung, kompromisslose Sicherheitsmaßnahmen und klare Absprachen, damit Betrieb und Betreuungsauftrag auch während der Bauphase sicher und zuverlässig fortgeführt werden können“, erläutert Stefan Weber, Leiter der Justizvollzugsanstalt.

 

Bilder in druckfähiger Qualität stehen Ihnen zum Download hier zur Verfügung: 

https://membox.nrw.de/index.php/s/xvPWFKhpUVPFGa1

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