Neue Klinik für forensische Psychiatrie in Lünen feiert Richtfest
Bessere Therapiemöglichkeiten für Beschäftigte und Untergebrachte
NRW-Gesundheitsminister Laumann (Mitte) schlug gemeinsam mit BLB NRW-Geschäftsführerin Gabriele Willems (Mitte links), LWL-Direktor Dr. Georg Lunemann (Mitte rechts) und weiteren Projektbeteiligten den symbolischen letzten Nagel ein.
Die neue Klinik in Lünen dient dazu, den Bedarf an forensischen Behandlungsplätzen im Landgerichtsbezirk Dortmund zu decken. Bauherr der Klinik ist das Land, das die Baukosten des Standorts von voraussichtlich insgesamt rund 139 Millionen Euro trägt. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) führt das Bauprojekt für das Land durch. Träger der Klinik wird der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) sein, der den laufenden Betrieb sicherstellen wird. Auf dem Baugelände folgt nun der Ausbau. Die bauliche Fertigstellung der Klinik ist für 2026 geplant. Nach Übergabe der Klinik können voraussichtlich ab dem ersten Halbjahr 2027 die ersten Personen in der Fachklinik behandelt werden.
„Mit dem heutigen Richtfest für die neue Klinik in Lünen haben wir einen weiteren Meilenstein bei den Kapazitätserweiterungen in der Forensik erreicht. Die sehr guten Therapiemöglichkeiten, die hier geschaffen werden, kommen dabei nicht nur den Beschäftigten und den untergebrachten Personen zugute. Verbesserte Versorgung und Rehabilitation tragen – neben modernsten Sicherheitsstandards – auch zur allgemeinen Sicherheit bei. Das ist ein Punkt, der auch für die Bürgerinnen und Bürger in Lünen sehr wichtig war. Ich danke ihnen dafür, dass sie die Planungen sachlich und konstruktiv begleitet haben”, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, der an dem Richtfest teilnahm.
„Aktuell sorgen wir im Maßregelvollzug für die Behandlung und Rehabilitation von mehr als 1.300 Menschen in Westfalen-Lippe. Darüber hinaus haben wir ein flächendeckendes Nachsorgenetzwerk mit rund 500 ehemaligen Patientinnen und Patienten aufgebaut. Mit diesem großen Erfahrungsschatz haben wir uns gerne bereit erklärt, nun auch für diese neue Klinik die Trägerschaft zu übernehmen“, betonte der Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, Dr. Georg Lunemann. „Mit der Inbetriebnahme der Klinik in Lünen stehen weitere dringend benötigte Behandlungsplätze zur Verfügung – eine Entlastung, die wir alle herbeisehnen“, so Lunemann. Er versprach den Lüner Bürgerinnen und Bürgern: „Als erfahrener Träger von sechs Maßregelvollzugseinrichtungen ist für uns die Akzeptanz der Menschen vor Ort von zentraler Bedeutung. Der LWL wird auch künftig offen und verlässlich über seine Arbeit informieren. Nur durch Offenheit entsteht Vertrauen – und nur mit Vertrauen kann gute Nachbarschaft wachsen.“
Gabriele Willems, Geschäftsführerin des BLB NRW ergänzt: „Neubauten forensischer Kliniken sind für uns in vielerlei Hinsicht herausragende Projekte: Hohe Sicherheitsanforderungen, anspruchsvolle Technik und spezielle Bedarfe, die baulich umgesetzt werden müssen. Außerdem haben diese Vorhaben eine enorme gesellschaftliche Bedeutung. Deshalb haben wir ein eigens auf den Maßregelvollzug spezialisiertes Team aufgebaut, das sich um die dringend benötigten Neubauten in ganz Nordrhein-Westfalen kümmert.“
Die ganze Pressemitteilung auf der Website des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales.
Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an:
Andrea Rehder
Nick Beckmann
Stellvertretender Pressesprecher