Pressemitteilung |

Große Fortschritte beim Bau der neuen Textilhalle

Nachhaltiger Holzbau nimmt Form an

Mönchengladbach | Niederlassung Duisburg

Auf dem Campus Mönchengladbach der Hochschule Niederrhein errichtet der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) derzeit für die Hochschule den Ersatzneubau der Textilhalle. Erst im Frühling des vergangenen Jahres war Spatenstich, nun ist die Tragekonstruktion fertig. Mit dem Bau der neuen Halle startet die Modernisierung für den renommierten Textilcampus an der Hochschule Niederrhein.

© BLB NRW

Blick auf den Neubau von der Rheydterstrasse

Bereits jetzt ist die gesamte Holzskelett-Tragekonstruktion mit Dach und Fachwerkbindern aus verleimten Brettschichtholz der neuen Textilhalle fertig. Nach Fertigstellung soll dort der Fachbereich der Textilveredelung unterkommen, um Studierenden das Verändern, Verbessern und Bearbeiten von Textilien möglich zu machen. Das Besondere an der zukünftig auch sichtbaren Holzbauweise ist, dass neben der beeindruckenden Architektur auch die CO2-Emmission gegenüber einer Stahlbetonkonstruktion um etwa ein Drittel reduziert ist. Holz ist ein nachhaltiger, nachwachsender Rohstoff, der sich schnell und wetterunabhängig verarbeiten lässt. Zudem ist Holz deutlich leichter als Stahlbeton, was die Belastung des Fundaments reduziert.Als besonderes architektonisches Element wurden in kleinen Bereichen wie Treppenhaus und Keller die Oberflächen in Sichtbeton belassen, sodass das Zusammenspiel von Holz und Beton zukünftig sichtbar bleibt.

„Ich freue mich sehr zu sehen, wie der nachhaltige Bau nun sichtbar Formen annimmt und nach und nach moderne Räumlichkeiten entstehen,“ so Till Neschen, Leiter der Niederlassung Duisburg des BLB NRW.

Nachhaltiger Raum für geräuschintensive Maschinen

Bevor mit dem Holzbau begonnen werden konnte, wurde eine Betonbodenplatte auf 72 Stahlbeton-Pfählen mit etwa 15 Metern Länge gegründet. In der Bodenplatte wurden massive Stahlplatten verankert, welche die Lasten der zukünftigen Maschinen in der Textilhalle tragen sollen. Die 20 teilweise historischen Maschinen, die zur Textilveredelung benötigt werden, kommen in der Textilhalle zum Wiedereinsatz. Die größte Maschine nimmt mit 15 Metern Länge und sechs Metern Höhe viel Platz in der Halle ein und wiegt stolze fünf Tonnen. Die großzügige Haupthalle kann zukünftig durch große Fensterfronten von Fußgängern bewundert werden, bietet aber zeitgleich auch für die Studierenden vor Ort ein optisch ansprechendes Design. Der Blick zur elf Meter hohen Decke zeigt Flächenelemente aus Holz, die mit einer praktischen Lochung versehen sind. Sie trägt dazu bei, die Schallwellen zu zerstreuen, um so den Schallschutz für eine angenehme Lehr- und Forschungsatmosphäre in der Halle zu gewährleisten. 

Nun folgen die Arbeiten für den Technikausbau für Elektro-, Heizung- und Lüftungsinstallationen. In den kommenden Wochen beginnen die Fassadenarbeiten mit recycelten Klinkersteinen, die sich optisch an den denkmalgeschützten Bestandsgebäuden orientieren.

© BLB NRW

Blick aus dem Hochschulgebäude nebenan

Außen und innen nachhaltig gedacht 

Der Aspekt Nachhaltigkeit wurde bei der Bauplanung ganzheitlich mitgedacht. Neben dem ressourcenschonenden Holzbau werden auch weitere umweltfreundliche Maßnahmen umgesetzt: Das Dach wird begrünt und mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet. Auch durch die Wiederverwendung von rückgebauten Klinkersteinen für die neue Fassade konnten CO2-Emissionen gegenüber neu produzierten Steinen eingespart werden. 

© BLB NRW

Blick in die Halle mit Sicht auf Holzdecke und Trägern

Weitere Sanierungsschritte am Gesamtkomplex 

Sobald der Ersatz-Neubau fertiggestellt ist, werden die Umbau- und Modernisierungsarbeiten für den Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik weiter voranschreiten. Dazu zieht die Textilveredelung in den Ersatz-Neubau und die Spinnerei als Interimslösung in die ehemaligen Räume der Textilveredelung. Großer Wert wird ebenfalls auf die nachhaltige Nutzung des Bestands gelegt, indem die leergezogene denkmalgeschützte Spinnerei umfassend saniert und nur dort neu gebaut wird, wo es zwingend erforderlich ist.  Ebenfalls ein weiterer Beitrag zur CO2-Reduktion und Ressourcenschonung. Die hiermit gewonnene Außenfläche wird zu einer modernen und ansprechenden Erschließung des neu geschaffenen Campusareals hergerichtet. 

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