Pressemitteilung |

Erweiterungsneubau des Amtsgerichts Gütersloh fertiggestellt

Bau ergänzt den denkmalgeschützten Bestand

Gütersloh | Niederlassung Bielefeld

Das Bauprojekt am Amtsgericht Gütersloh ist erfolgreich abgeschlossen. Der BLB NRW übergab den neuen Gebäudeteil an seinen Nutzer. Der Neubau schafft moderne Arbeitsbedingungen für die Justiz, bündelt zentrale Bereiche des Gerichts sowie den Ambulanten Sozialen Dienst.

© BLB NRW

Katharina Rutz (links), Abteilungsleitung Immobilienmanagement Justiz, und Gesa Schenk, Projektverantwortliche, übergeben symbolisch den Schlüssel zum modernen Erweiterungsbau an Axel Meyer, Direktor des Amtsgerichtes Gütersloh. 

 

Das ging wirklich fix! Nach etwa anderthalb Jahren Bauzeit ist der Erweiterungsneubau des Amtsgerichts Gütersloh fertiggestellt. Der viergeschossige Neubau ergänzt das denkmalgeschützte Bestandsgebäude an der Friedrich-Ebert-Straße und fügt sich architektonisch harmonisch in das bestehende Ensemble ein.

Mit einer Bruttogrundfläche von rund 2.350 Quadratmetern bietet das neue Gebäude moderne Büroräume, zusätzliche Verhandlungssäle, Archivflächen sowie einen eigenständigen Bereich für den Ambulanten Sozialen Dienst der Justiz. Durch die Zusammenführung bislang verteilter Nutzungen werden künftig Abläufe vereinfacht 
und Synergien geschaffen. „Mit dem Erweiterungsbau schaffen wir moderne und funktionale Rahmenbedingungen für die tägliche Arbeit unseres Gerichts“, erklärt Axel Meyer, Direktor des Amtsgerichts Gütersloh. „Die neuen Räumlichkeiten verbessern nicht nur die Arbeitsbedingungen für unsere Beschäftigten, sondern bieten auch für Besucherinnen und Besucher ein zeitgemäßes und barrierefreies Umfeld.“

Erfolgreiche Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten

Die Übergabe des Gebäudes markiert zugleich den erfolgreichen Abschluss einer intensiven Planungs- und Bauphase. Maßgeblich beteiligt waren neben dem BLB NRW auch das Planungsteam der ARGE Heitmann Pussert Kosch Architekten sowie das Bauunternehmen PORR mit Standort in Gütersloh als Generalunternehmer. Die Bedingungen des Projekts waren von Beginn an anspruchsvoll. Die Arbeiten erfolgten im direkten Umfeld des laufenden Gerichtsbetriebs. Zudem musste der Neubau und die gesamte Baustellenlogistik behutsam in das parkähnliche Baufeld mit altem Baumbestand eingefügt werden. Auch die Montage der großformatigen Fertigteile für die 1.050 Quadratmeter große und hochwertige Sichtbetonfassade des Gebäudes erforderte eine präzise Abstimmung zwischen Rohbau, Fassadenbau und Fenstergewerken.

„Der Neubau ist das Ergebnis einer engagierten und verlässlichen Zusammenarbeit aller Beteiligten. Mein Dank gilt den Beschäftigten des Amtsgerichtes, den Planungsbüros, den ausführenden Firmen sowie dem gesamten Projektteam, die mit großem Einsatz und hoher fachlicher Qualität zum Gelingen dieses Projekts beigetragen haben“, betont Katharina Rutz, Abteilungsleiterin Immobilienmanagement Justiz in der BLB NRW Niederlassung Bielefeld. 

  • © BLB NRW

    Außenansicht des Erweiterungsbaus am Amtsgericht Gütersloh. Die Fassade besteht aus etwa 1.000 Quadratmetern hochwertiger Sichtbetonelemente. Im Bereich der verglasten Treppenhäuser kommen speziell gestaltete, gelochte Fassadenelemente zum Einsatz. 

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    Hingucker im Eingangsbereich ist ein gelochtes Fassadenelement. Diese speziell gestalteten Fassadenelemente sorgen für Licht und Transparenz im neuen Gebäude. 

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    Ein ganz besonderes Rasterbild wurde im Flur zu den Sitzungssälen gestaltet. Mit einem optischen Trick zeigen sich gestapelte Akten.


Nachhaltiges Gebäude für die Justiz in Gütersloh

Auch energetisch erfüllt der Neubau modernste Standards. Das Gebäude wird über eine geothermische Wärmepumpe unabhängig von fossilen Brennstoffen beheizt. Durch das nachhaltige Energiekonzept wird der Primärenergiebedarf deutlich reduziert. Darüber hinaus wurde bei der Planung großer Wert auf Barrierefreiheit, Funktionalität und eine langfristig wirtschaftliche Nutzung gelegt. Die Gestaltung der Außenanlagen orientiert sich am bestehenden parkähnlichen Charakter des Grundstücks: Der Erhalt des gewachsenen alten Baumbestands stand im Fokus. 

So ist ein stimmiges Gesamtensemble entstanden. Roteichen, Berberitzen, Rhododendren und Hainbuchen ergänzen den vorhandenen Baumbestand zu einer grünen, schattenspendenden Umgebung, die bis in die Arbeitsplätze hinein erlebbar ist.

Ein wichtiger Impuls für den Justizstandort Gütersloh

Mit der Fertigstellung des Erweiterungsbaus wird der Justizstandort Gütersloh nachhaltig modernisiert. Das neue Gebäude stärkt die Voraussetzungen für einen effizienten und bürgernahen Gerichtsbetrieb und bietet zugleich Raum für zukünftige Anforderungen der Justiz. Nach der baulichen Fertigstellung folgen nun die letzten Arbeiten zur Möblierung und Inbetriebnahme, bevor die neuen Räumlichkeiten schrittweise bezogen werden.

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