Pressemitteilung |

Energetische Modernisierung des Amtsgerichts Delbrück

Bauprojekt im Zeitplan

Delbrück | Niederlassung Bielefeld

Das Amtsgericht Delbrück wird derzeit energetisch, technisch und funktional modernisiert. Von Geothermie über neue Fenster bis hin zu zusätzlichen Räumen und einer Photovoltaikanlage entstehen deutliche Verbesserungen für Beschäftigte, Justizbetrieb und Umwelt.

© BLB NRW

Das Amtsgericht Delbrück wird umfassend energetisch saniert: Dach und Fassaden werden gedämmt, neue Fenster eingebaut und die Beleuchtung vollständig auf LED umgerüstet. Auf dem Dach wird eine Photovoltaikanlage installiert.

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) modernisiert derzeit das Amtsgericht Delbrück umfassend und zukunftsorientiert. Mit dieser Maßnahme wird das Gebäude technisch, energetisch und funktional auf den neuesten Stand gebracht und optimal an die veränderten Anforderungen der Justiz angepasst. Im Mittelpunkt stehen dabei Maßnahmen zur energetischen Ertüchtigung der Gebäudehülle, darunter die Dämmung im EG 55-Standard der Fassade, des Flachdachs, die Erneuerung der Fenster sowie Verbesserungen des Sonnenschutzes. Auch die Beleuchtung wird vollständig auf energieeffiziente LED-Technik umgestellt, inklusive moderner Präsenz- und Tageslichtsteuerung.

Wechsel auf nachhaltige Gebäudetechnik

Ein wichtiger Baustein der Modernisierung ist der vollständige Ersatz der alten Heizungsanlage durch zwei nachhaltige Wärmepumpen mit Geothermie. Hierfür wurden fünf Bodensonden mit einer Tiefe von 120 Metern gebohrt. Zukünftig sorgt die Anlage zuverlässig für Wärme und ermöglicht durch ihre doppelte Pumpentechnik einen sicheren Betrieb auch im Störungsfall. Auf dem Dach des Amtsgerichts wird erstmals eine Photovoltaikanlage installiert. Sie erzeugt künftig jährlich bis zu rund 40.000 kWh Strom und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Eigenversorgung des Gebäudes. Der erzeugte Strom entspricht ungefähr dem Strombedarf von zehn durchschnittlichen Haushalten. Die Gesamtsteuerung der Gebäudetechnik erfolgt über eine neue Gebäudeleittechnik. Diese Maßnahmen tragen zur angestrebten Klimafreundlichkeit öffentlicher Gebäude bei.

Neue Räume und moderne Infrastruktur für den Justizbetrieb

Das Gebäude wird umfassend modernisiert, sowohl technisch als auch funktional, um den Anforderungen eines modernen Amtsgerichts gerecht zu werden. Der bisherige Lichthof wird verkleinert, wodurch Platz für zusätzliche Arbeitsplätze und neue Vorführzellen entsteht. Zudem wird die Scanstelle reorganisiert und eine neue Kompaktusanlage zur Aktenlagerung eingerichtet. Dadurch wird die Flächennutzung effizienter, die Archivierung kompakter und es entstehen optimale Voraussetzungen für die digitale Aktenführung (E-Akte). Auch die Mobilität der Beschäftigten wird berücksichtigt: Ein neuer überdachter Fahrradstellplatz und eine Mitarbeiterdusche ergänzen künftig die Infrastruktur vor Ort. Gleichzeitig wird der Innen- und Außenbereich des Gebäudes mit moderner Videoüberwachung ausgestattet, um die Sicherheit zu erhöhen.

Sanierung bei laufendem Gerichtsbetrieb

Besonders anspruchsvoll ist die Durchführung der Arbeiten, da die Modernisierung bei laufendem Betrieb erfolgt. Für die Beschäftigten bedeutet dies die Notwendigkeit einer größeren Flexibilität, etwa durch temporäre Raumwechsel oder die Nutzung von Homeoffice. Dank einer vorabgestimmten gemeinsamen Planung zwischen dem Amtsgericht Delbrück und dem BLB NRW können kostenintensive Interimsflächen jedoch vollständig entfallen, sodass der Dienstbetrieb durchgehend im Gebäude aufrechterhalten bleibt. 

Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an:

Stellenangebote
Nach oben