Ein neuer Leuchtturm für die Geisteswissenschaften
Baustart des GC-Gebäudes an der Ruhr-Universität
Mit dem Bau des neuen Gebäudes schreitet die Campusmodernisierung an der RUB weiter vorans.
Hier kommt eine ganze Menge Erde zusammen: Insgesamt könnte man mit dem Bodenaushub für das neue GC-Gebäude an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) rund 32 Olympiaschwimmbecken füllen. Für die Erdarbeiten, die kürzlich aufgenommen wurden, wird ein Volumen von rund 61.000 Kubikmetern geschätzt. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) ist Bauherr des neuen Gebäudes für die Geisteswissenschaften. Die Baugrube wurde bereits teilweise ausgehoben, aktuell laufen weitere Bodenarbeiten.
Innovativer Ersatzneubau
An derselben Stelle des alten GC-Gebäudes errichtet der BLB NRW einen Ersatzneubau, der sich nahtlos in den denkmalgeschützten Campus einfügen und dabei zeitgemäße Lehr- und Forschungsbedingungen bieten wird. Geplant sind moderne Büro- und Seminarräume, die den Ansprüchen verschiedener Fakultäten gerecht werden – unter anderem den Fachbereichen Philologie und Ostasienwissenschaften. Besonders hervorzuheben ist die großzügige Bibliothek, die sich über mehrere Etagen erstreckt und ein offenes, einladendes Lern- und Arbeitsumfeld schaffen wird. Hier wird Lernen keine isolierte Tätigkeit sein, sondern ein kommunikativer Prozess, der den Austausch von Ideen fördert und kreative Synergien entstehen lässt. Passend dazu wird eine Etage entstehen, die nur aus Seminarräumen besteht.
Rück- und Wiederaufbau unter Denkmalschutz
Das alte Gebäude GC stammte noch aus der Gründungszeit der Ruhr-Universität und wurde Ende der 1960er Jahre errichtet. Das denkmalgeschützte Bestandsgebäude musste bedingt durch seinen baulichen Zustand und die darin enthaltenen Schadstoffe vollständig zurückgebaut werden. Bei den Arbeiten wurde jedes der insgesamt 13 Geschosse des GC-Gebäudes mit insgesamt mehr als 50.000 Quadratmetern Grundfläche Stück für Stück abgetragen. Dieses schrittweise Rückbauverfahren war für das direkte Umfeld deutlich schonender als andere Abbruchvarianten.
In einem Akt des respektvollen Umgangs mit der Geschichte wird dieses 1960er-Gebäude nun originalgetreu wiederaufgebaut. So bleibt die charakteristische Architektur sowie die Fassadengestaltung mit allen wesentlichen Konstruktionsmerkmalen erhalten. Die Bauarbeiten finden im laufenden Universitätsbetrieb auf dem Campusgelände statt. Ein Emissions-Monitoring hilft dabei, Beeinträchtigungen des Hochschulbetriebes zu minimieren. So werden Lärm- und Staubentwicklung bei den Bauarbeiten fortlaufend überprüft
Fit und nachhaltig für die Zukunft
Für die Zukunftsfähigkeit des Ersatzneubaus GC sorgt eine innovative Geothermieanlage, die die nötige Energie auf nachhaltige Weise bereitstellt. Zudem werden Photovoltaikanlagen sowohl auf den Dachflächen als auch auf der neuen Überdachung der Parkplatzfläche installiert. Diese Maßnahmen sind ein klares Bekenntnis zur Nachhaltigkeit – genauso wie die begrünten Dächer, die zusätzlich zur Verbesserung des Mikroklimas beitragen.
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Sandra Hillebrand