Pressemitteilung |

BLB NRW macht historischen Polizeistandort fit für die Zukunft

Sanierung und Modernisierung im Denkmalschutz

Oberhausen | Niederlassung Duisburg

Die Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten am Polizeistandort Oberhausen Wilhelmplatz haben begonnen und markieren den Start für eine moderne und zukunftsorientierte Liegenschaft. Die ersten Baumaßnahmen sind von außen bereits erkennbar.

Gebäude mit brauner Fassade und weißen Fensterrahmen
© BLB NRW

Polizeistandort Wilhelmplatz in Oberhausen

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) hat die umfangreichen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen am traditionsreichen Polizeistandort am Wilhelmplatz in Oberhausen-Sterkrade aufgenommen. Das denkmalgeschützte Gebäude wird umfassend hergerichtet und für die Anforderungen einer zeitgemäßen Polizeiarbeit aufgerüstet. Zusätzlich soll das Gebäude um einen Anbau ergänzt werden. Ziel ist es, einen zukunftsfähigen Standort zu schaffen, der den historischen Charakter bewahrt und moderne Gebäudetechnik, Nachhaltigkeit und die Anforderungen des Denkmalschutzes in Einklang bringt.
 

Bestandssanierung stärkt Polizeistandort

Das Gebäude am Wilhelmplatz bleibt auch zukünftig ein zentraler und bürgernaher Standort der Polizei in Oberhausen. Mit der Modernisierung wird die Liegenschaft so weiterentwickelt, dass sie den Anforderungen an eine moderne Polizeiarbeit gerecht wird. Über die Optimierung der Arbeitsbedingungen für das Personal hinaus dient das Vorhaben dazu, einen modernen und barrierefreien Polizeistandort für die Bevölkerung zu erhalten und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln. Teil des Projektes sind unter anderem kleinere Arbeiten an der Gebäudehülle. Ein außenliegender Sonnenschutz wird unter Berücksichtigung der architektonischen Gestaltung des Gebäudes aus den späten 1920er-Jahren integriert, um die Beschäftigten künftig besser vor sommerlicher Hitzebelastung zu schützen. Ergänzend werden einige Räume mit Kälteanlagen in Form von Kühldeckenanlagen ausgestattet. Diese sollen verhindern, dass sich das Gebäude bei hohen Außentemperaturen zu schnell aufheizt. Zur Verbesserung der Akustik werden einige Räumlichkeiten mit Schallschutzsegeln ausgestattet. Bei ihrer Installation wird darauf geachtet, dass die denkmalgeschützten Stuckverzierungen im zweiten Obergeschoss erhalten bleiben. In ausgewählten Räumen soll zeitgleich der Boden punktuell erneuert werden, um das historische Stabparkett langfristig zu erhalten.  

Für Oberhausen bedeutet dies eine langfristige Verstärkung der Polizei am Standort Sterkrade. Für die ersten Maßnahmen und Untersuchungen des Gebäudes bezogen die Beschäftigten gemeinsam mit der Wache bereits im Jahr 2022 voll ausgestattete Interimsflächen auf dem Gelände, die auch während der weiteren Arbeiten als zentrale Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger dienen werden. Perspektivisch wird das Bestandsgebäude um einen Anbau erweitert, der funktional mit dem historischen Gebäude verbunden wird.


Barrierefreiheit

Ein zentraler Bestandteil der Sanierung ist der Ausbau der Barrierefreiheit sowohl im Inneren als auch außerhalb des Gebäudes. Das Haupttreppenhaus wird um einen Personenaufzug ergänzt, um alle Etagen des Gebäudes barrierefrei zu erschließen. Zusätzlich werden in weiteren Bereichen des Gebäudes Beschriftungen in Brailleschrift und das zweite Treppenhaus mit neuen Handläufen ergänzt. Türen, die den Anforderungen der Barrierefreiheit nicht entsprechen, werden entsprechend erweitert und angepasst.

Denkmalschutz

Das Gebäude des Polizeipräsidiums steht seit 1985 unter Denkmalschutz und gilt als bedeutendes Beispiel für die traditionsreiche Backsteinarchitektur der 1920er Jahre im Ruhrgebiet. Das Gebäude wurde bereits vor 100 Jahren als Polizeistandort errichtet. Seit seiner Fertigstellung wurde es durchgehend von der Polizei genutzt und immer wieder angepasst und saniert. 

Der viergeschossige Bau zeichnet sich insbesondere durch eine breite Hauptfassade aus Klinkermauerwerk, symmetrische Fensterachsen sowie markante Treppengiebel an der Stirnseite aus. Die Kombination aus dem überdachten Haupteingang, den zwei großen, auffälligen Treppen sowie den ausdrucksstarken Dächern führte in den 1980er Jahren zu einer Unterschutzstellung des Gebäudes durch die Denkmalschutzbehörde. Historisch und besonders erhaltenswürdig steht dieses Gebäude für die präzise handwerkliche Kunst des Ruhrgebiets. Um das Erscheinungsbild zu bewahren, erfolgt die Modernisierung und Sanierung in enger Abstimmung mit der zuständigen Denkmalschutzbehörde.

Bilder

Bild in druckfähiger Qualität stehen Ihnen zum Download hier zur Verfügung: https://membox.nrw.de/index.php/s/2ZoBq9lslTHyGGW

Passwort: blbnrw

Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an:

Stellenangebote
Nach oben