Auf gutem Weg zur CO2-Neutralität
Spatenstich für die bauliche Entwicklung des Technologie-Campus‘ Steinfurt
Freuen sich, den ersten Spatenstich für die neuen Institutsgebäude setzen zu können: Markus Vieth (Niederlassungsleiter BLB NRW), Christian Holterhues (Geschäftsführer WESt mbh), Claudia Bögel-Hoyer (Bürgermeisterin Stadt Steinfurt), Ina Brandes (Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen), Christina Schulze-Föcking (MdL NRW), Prof. Dr. Frank Dellmann (Präsident FH Münster) und Jörg Usinger (Behnisch Architekten).
Vorgelagerte Balkone, schattenspendende Begrünungen, transparent und offen gestaltete Fassaden mit großen Fenstern sowie auflockernden Vor- und Rücksprüngen – die beiden neuen Gebäude der FH Münster auf dem Technologie-Campus Steinfurt werden sich harmonisch in die umgebende Wohnbebauung einfügen. Auch wenn sie von außen weniger wie Institutsgebäude wirken, ist die Planung im Innern ganz auf die moderne Ausbildung von Ingenieurinnen und Ingenieuren in zukunftsweisenden Berufen ausgerichtet.
Wissenschaftsministerin Ina Brandes: „Der Wissenschaftsstandort Nordrhein-Westfalen lebt davon, dass wir in der Fläche stark sind. In Steinfurt werden die Fachkräfte in so wichtigen Zukunftsbereichen, wie etwa Chemieingenieurwesen, Elektrotechnik und Informatik, Maschinenbau und Physikingenieurwesen ausgebildet. Dazu passen die modernen, energieeffizienten Lehr- und Forschungsneubauten. So machen wir den Standort für Studentinnen und Studenten noch attraktiver.“
Auf dem Campus sind die Fachbereiche Maschinenbau, Physikingenieurwesen, Chemieingenieurwesen, Elektrotechnik und Informatik sowie Energie – Gebäude – Umwelt der FH angesiedelt. Sie erhalten mit den Ersatzneubauten auf rund 6.500 Quadratmetern moderne Werkstätten und Labore, Büros, Seminar- und Unterrichtsräume sowie Open-Space-Arbeitsbereiche.
Tragende Säule für praxisorientierte Lehre und Forschung
Für die FH Münster ist der Baustart ein klares Bekenntnis zum Standort Steinfurt sowie zur Stärkung ihrer ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge: „Der Technologie-Campus soll weiterhin eine tragende Säule der qualitativ hochwertigen Ausbildung dringend benötigter Fachkräfte sein. Wir arbeiten eng mit der regionalen Wirtschaft bei unserer praxisorientierten Forschung und Lehre zusammen, was sich auch in den hohen Vermittlungsquoten unserer Studierenden zeigt. Rund 75 Prozent von ihnen haben bereits bei Beendigung ihres Studiums einen Arbeitsvertrag. Die neuen Labor- und Institutsgebäude, für die wir heute den symbolischen Spatenstich setzen, sind eine wichtige Voraussetzung, um unsere erfolgreiche Lehre und Forschung in diesen Bereichen stringent weiterzuentwickeln“, sagte Prof. Dr. Frank Dellmann, Präsident der FH Münster. Bei technischen Innovationen spielt Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle, was sich auch in den Lehrinhalten der Ingenieurwissenschaften widerspiegelt. „Konsequenterweise setzen wir in dieser Hinsicht gemeinsam mit dem BLB NRW auch bei der baulichen Campusentwicklung klare Zeichen und gehen beim klimagerechten Bauen mit gutem Beispiel voran“, betonte der FH-Präsident. „Mit dem dringend erforderlichen zweiten Bauabschnitt möchten wir dann im nächsten Schritt unser Ziel erreichen, den modernen Technologie-Campus nicht nur zu sanieren, sondern auch vollständig CO2-neutral zu gestalten und zu einem Vorzeige-Campus in NRW weiterzuentwickeln.“
Vorausschauend und klimagerecht bauen
Die Weichen hierfür werden bereits im ersten Bauabschnitt gestellt: Unter dem bereits fertiggestellten Parkhaus befinden sich 37 Geothermiesonden, 72 weitere werden unter den beiden neuen Institutsgebäuden folgen. Der etwa 250 Quadratmeter große Raum im Parkhaus, in dem sich die Gäste vor dem eigentlichen Spatenstich eingefunden haben, wird künftig die Energiezentrale sein. Von hier aus werden die beiden neuen Gebäude CO2-neutral mit Wärme, Kälte und Strom versorgt und nach dem weiteren Ausbau auch die Bestandsbauten. Die Dächer aller Neubauten erhalten Photovoltaikanlangen, auf dem Parkhaus befinden sich bereits 850 Solarmodule. „Schon mit Abschluss der ersten Ausbaustufe, für die wir heute den Spatenstich setzen, haben wir das Potenzial geschaffen, den Gasverbrauch für den gesamten Standort um 47 Prozent zu senken“, sagte Markus Vieth, Leiter der Niederlassung Münster des BLB NRW. „Mit der nächsten Stufe können wir dann komplett CO2-neutral werden. Dass wir schon ab der ersten Ausbaustufe die zukünftige CO2 Neutralität des gesamten Campus berücksichtigen können, verdanken wir vor allem der städtebaulichen Masterplanung, die wir mit der FH Münster entwickelt haben. Sie gibt die Marschroute vor und ermöglicht uns, vorausschauend zu planen und zu bauen.“ Vieth bedankte sich bei den an der Masterplanung beteiligten Akteuren von Kreis und Stadt Steinfurt, die den mittel- und langfristigen Blick in die Zukunft ermöglicht und stets unterstützt haben.
Neben Photovoltaik und Geothermie-Wärmepumpen setzen BLB NRW und FH Münster bei der angestrebten CO2-Neutralität auch auf höchste Effizienzstandards bei den Neubauten. Doch das ist noch nicht alles. „Für die zwei neuen Gebäude verwenden wir Recyclingbeton“, so Vieth. „Zudem prüfen wir bei einem Gebäude den Einsatz einer Re-Use-, also wiederverwendbaren Fassade.“ Die Begrünung der Dächer sowie Flächen zur Rückhaltung und Nutzung von Regenwasser zur Pflanzenbewässerung runden das nachhaltige Konzept ab. Damit setzt der Technologie-Campus nicht nur Maßstäbe für klimagerechtes Bauen. Für die Studierenden der FH Münster entsteht auch ein innovativer Lernort, der Lehre, Forschung und Infrastruktur sinnvoll miteinander verbindet und von Synergien profitieren kann.
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