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Verantwortung

Immer mehr Landesgebäude "tanken" Sonne

Offensive zum Ausbau der Photovoltaik

Die Landesregierung hat den Ausbau von Photovoltaik auf Landesdächern als wichtigen Baustein der klimaneutralen Landesverwaltung 2030 beschlossen - und der BLB NRW startet jetzt in die heiße Umsetzungsphase.

Ein warmer Frühlingsmorgen im Mai. Die Sonne strahlt über der Autobahnpolizeiwache an der Ausfahrt der A 61 in Mönchengladbach-Rheydt. Auch auf dem Flachdach der Wache macht sich ihre Energie bemerkbar: Schweißtropfen rollen, als ein Handwerker Kies harkt, um den Beton darunter stellenweise freizulegen. Zwei Tage wird er noch schwitzen, damit die Sonne ihre Kraft hier oben künftig noch ganz anders entfalten kann. Sein Auftrag: die Installation von 48 Solarmodulen.

Der Beschluss der Landesregierung zum Ausbau der Photovoltaik (PV) erlaubt es dem BLB NRW, die ökologischen Möglichkeiten, die auf vielen Landesdächern schlummern, besser zu nutzen. Eine Entwicklung, die auch BLB NRW Geschäftsführerin Gabriele Willems begrüßt: "Der Ausbau von Photovoltaik auf den Landesgebäuden ist für uns ein wichtiger Hebel, um einen signifikanten Beitrag zu den Klimaschutzzielen des Landes NRW zu leisten und als Landesverwaltung unserer Vorbildfunktion gerecht zu werden." Der BLB NRW strebt an, die Menge des produzierten Solarstroms nach einer Anlaufphase im Jahr 2020 jährlich um rund 1 Million Kilowattstunden zu steigern. Das entspricht der Menge, die bislang von den bestehenden PV-Altanlagen des BLB NRW pro Jahr produziert wird. Oder anders gesagt: dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 200 Familienhaushalten mit vier Personen.

© BLB NRW

Eduard Steffen und das Team aus der BLB NRW Niederlassung Duisburg haben die PV-Anlage realisiert.

Damit die ehrgeizigen Ausbauziele erreicht werden können, hat der BLB NRW landesweit In zwei Arbeitstagen wurden auf dem Dach der Autobahnpolizeiwache in Rheydt 48 Photovoltaik-Module installiert. Eduard Steffen und das Team aus der BLB NRW Niederlassung Duisburg haben die PV-Anlage realisiert.

Gebäude identifiziert, auf denen eine Photovoltaik-Anlage ökonomisch und ökologisch sinnvoll realisiert werden kann. "Als BLB NRW stehen wir voll hinter dem Photovoltaik-Ausbau und wollten schnell Fahrt aufnehmen", sagt Noemi David, Fachbereichsleiterin Energiemanagement und Beratung. "Mittels vorhandener Informationen haben wir deshalb Gebäude ausgemacht, die sich für eine vergleichsweise kurzfristige Installation von Photovoltaik eignen - darunter Gerichtsgebäude, Finanzämter und Polizeiwachen."

Dach der Autobahnpolizeiwache
© BLB NRW

Auf dem Dach der Autobahnpolizeiwache wird jetzt Strom getankt.

Für die Autobahnpolizeiwache in Mönchengladbach zeichnet Immobilienmanager Eduard Steffen mit seinen Kolleginnen und Kollegen der BLB NRW Niederlassung Duisburg verantwortlich. "Insgesamt installieren wir hier eine Leistung von 15,6 Kilowatt Peak", erklärt er. "Damit kann die Anlage rund 15.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr produzieren." Das entspricht dem mittleren Jahresverbrauch von drei Vierpersonenhaushalten. Mit seinen 48 Modulen ist das Flachdach an der A 61 das erste von vielen zusätzlichen Landesdächern, die dank Photovoltaik-Offensive künftig Sonnenstrom produzieren.

© BLB NRW
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© BLB NRW
© BLB NRW
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Bis zu 14 weitere Anlagen wird der BLB NRW im Jahr 2020 voraussichtlich noch in Betrieb nehmen. Während die neue Anlage in Rheydt schon die ersten Kilowattstunden liefert, laufen die Planungen für viele weitere Projekte im Jahr 2021, damit das vorgegebene Ausbauziel der Landesregierung erreicht wird. Um die hohe Taktung beim Solarausbau langfristig zu halten, setzt der BLB NRW vielfach auf innovative Technik, denn mehr als die Hälfte seiner Gebäude sind über 50 Jahre alt und erfordern teilweise smarte Lösungen, um etwa Photovoltaik und Gebäudestatik unter einen Hut zu bringen. Die Spezialisten im BLB NRW befassen sich deshalb auch mit fenster-, dach- und fassadenintegrierten Photovoltaik-Modulen. Wie am denkmalgeschützten Finanzamt Lemgo lassen sich so auch Denkmalschutzbedenken, bisher oft ein Totschlagargument, vielfach aus dem Weg räumen. Hier ist eine dachintegrierte Lösung, die bündig in die übrige Dachfläche übergeht, konkret in Planung. Das Erscheinungsbild des geschützten Gebäudes aus den 1920er-Jahren bleibt dabei erhalten, sodass der BLB NRW hier Denkmalund Klimaschutz in Einklang bringen kann.

Autobahnpolizeiwache Mönchengladbach-Rheydt
© BLB NRW

Autobahnpolizeiwache Mönchengladbach-Rheydt

Doch ob innovative Speziallösung oder konventionelle Dachanlage: Um die ambitionierten Ausbaupläne zu erreichen, muss die Erzeugung von Sonnenenergie auf Dächern des BLB NRW zum Standard werden. Deshalb werden Neubau- und Kernsanierungsprojekte, die in der Zentrale des BLB NRW geprüft werden, dem "Quick Check Nachhaltigkeit" unterzogen. Darin müssen die Projektverantwortlichen darlegen, dass die Installation von Photovoltaik geprüft wurde. Nur wenn im Einzelfall wichtige Faktoren dagegensprechen, darf auf Photovoltaik verzichtet werden. Das Ziel: die Montage von Photovoltaik-Anlagen von der Ausnahme zur Regel zu machen, sodass in Zukunft immer mehr Landesgebäude Sonne tanken.

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