Justiz-Zukunft aus Recycling-Beton

Erweiterungsbau Amtsgericht Eschweiler

Das Amtsgericht Eschweiler an der Kaiserstraße blickt auf eine über 100-jährige Geschichte zurück. Mit der Entstehung des Erweiterungsbaus wird ein entscheidender Schritt getan, um den denkmalgeschützten Standort fit für die Zukunft zu machen. Der Neubau beendet nicht nur die räumliche Aufteilung des Gerichts auf zwei Standorte, sondern setzt baulich voll auf Ökologie. 

Historisches Erbe, modern interpretiert

Seit 1907 wird im Gebäude an der Kaiserstraße 6 Recht gesprochen. Der moderne Erweiterungsbau respektiert diesen denkmalgeschützten Bestand und ergänzt ihn funktional. Ein wichtiger Aspekt ist die Barrierefreiheit: Der Neubau wird stufenlos mit dem Altbau verbunden, sodass ein für alle zugänglicher Justizcampus entsteht. Gleichzeitig werden die internen Abläufe optimiert, etwa durch vollständig neu geplante Sicherheitswege für Inhaftiertentransporte, die höchsten Standards entsprechen. 

  • Ein Rohbau hinter einem Baugerüst, rechts davon ein Ziegelbau
    © BLB NRW
    Passt zusammen

    Der Neubau fügt sich gut in das Gesamtbild des Amtsgerichts ein.

  • Richtfest: Links steht der Polier im Gerüst, rechts daneben hängt der Richtkranz.
    © BLB NRW
    Richtfest in Eschweiler

    Kein Richtfest ohne Polier und Richtkranz

  • Eine Personengruppe von hinten steht vor dem Altbau, der von einem Bauzaun mit Transparenten umgeben ist.
    © BLB NRW
    Grund zum Feiern

    Zum Richtfest kamen viele Gäste zusammen.

Ein Bauwerk aus „zweiter Hand“

Beim Bau setzt der BLB NRW konsequent auf Ressourcenschonung. Ein Großteil des Rohbaus besteht aus innovativem Recyclingbeton, der aus aufbereitetem Abbruchmaterial gewonnen wird. Das spart wertvolle Primärrohstoffe wie Sand und Kies, verringert das Abfallaufkommen und reduziert den CO₂-Fußabdruck des Gebäudes erheblich. Auch energetisch ist der Neubau auf der Höhe der Zeit: Eine Wärmepumpe ersetzt fossile Heizsysteme, während eine Photovoltaikanlage auf dem Dach Sonnenstrom liefert. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Wasser- und Grünkonzept: Um das Kanalsystem zu entlasten, wird Regenwasser auf speziellen Dächern mit Rückhaltefunktion (Retentionsdächer) gespeichert oder in unterirdische Pufferspeicher, sogenannte Rigolen, geleitet. Ergänzend dazu bleiben der alte Baumbestand erhalten und ein neuer grüner Innenhof wird angelegt, der die ökologische Qualität und die Aufenthaltsqualität am Standort steigert.

Zentral, effizient und klimaschonend

Der Erweiterungsbau beendet die bisherige Aufteilung auf zwei Adressen und führt die Justiz an der Kaiserstraße zusammen. Mit dem Mix aus Denkmalschutz, moderner Sicherheitsarchitektur und ökologischer Bauweise sichert der BLB NRW den Justizstandort Eschweiler langfristig und schafft moderne Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten.

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