Der neue Campus Deutz: Start in eine nachhaltige Zukunft

Ein Hochschulstandort wird auf links gedreht

Hinter bunten Bauzaunbannern und zwischen dem Dröhnen schwerer Baumaschinen entsteht etwas Neues. Ein offener, grüner Campus, der Wissenschaft mit Stadtgesellschaft verbindet - zukunftsorientiert, barrierefrei und klimafreundlich. 

Mit dem ersten Bauabschnitt beginnt die umfassende Neugestaltung des Campus Deutz - ein langfristig angelegtes Bauvorhaben. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) setzt dieses Großprojekt als Bauherr gemeinsam mit der Technischen Hochschule Köln (TH Köln) um. Der neue Campus entsteht in drei sich überschneidenden Bauphasen. Ziel ist ein leistungsfähiger, moderner Hochschulstandort mit hoher Aufenthaltsqualität. Im Mittelpunkt stehen multifunktionale Räume für neue Lehr- und Lernformate, interdisziplinäre Austauschmöglichkeiten, moderne Labor- und Werkstattflächen sowie studentische Arbeits- und Aufenthaltsbereiche.

Bestandteile wie der Altbau und die Bibliothek bleiben erhalten, während andere Gebäudeteile - darunter das Hochhaus, die Mensa und Hallenbereiche -zurückgebaut und durch bedarfsgerechte Neubauten ersetzt werden. Die Realisierung erfolgt schrittweise, unter Berücksichtigung des laufenden Hochschulbetriebs - eine logistische und organisatorische Herausforderung, die der BLB NRW gemeinsam mit der TH Köln mit großer Sorgfalt strukturiert plant und umsetzt.

  • © BLB NRW Bild: Staab Architekten
    Visualisierung

    Außenperspektive Gebäude B

  • © BLB NRW Bild: wulf architekten gmbh
    Visualisierung

    Entwurf für das Gebäude E
     

Von der Zielvereinbarung zur Umsetzung – der erste Bauabschnitt

Die Grundlage für das Projekt wurde mit einer Zielvereinbarung zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und der TH Köln gelegt. Der daraufhin entwickelte städtebauliche Masterplan wurde 2014 vom Rat der Stadt Köln beschlossen. Seitdem arbeitet der BLB NRW in enger Abstimmung mit allen Beteiligten an der stufenweisen Umsetzung eines zukunftsfähigen Campus, der Lehre, Forschung, Nachhaltigkeit und städtebauliche Entwicklung zusammenführt. Die Ergebnisse der ausgelobten Architekturwettbewerbe für die ersten beiden Ersatzneubauten werden nun Wirklichkeit.

"Der erste Bauabschnitt markiert den Beginn eines Projekts, das weit über bauliche Veränderungen hinausgeht. Es ist ein gemeinsamer Schritt in eine nachhaltige, zukunftsorientierte Hochschulentwicklung – für die TH Köln, ihre Studierenden und die Stadt Köln."
Michael Neuß
Technische Leitung der BLB NRW Niederlassung Köln
© BLB NRW
Hingucker:

Bunte Bauzaunbanner umgeben die Flächen der ehemaligen Abfallwirtschaftsbetriebe.

Mit den Rückbauarbeiten auf den Flächen der ehemaligen Abfallwirtschaftsbetriebe, Feuerwehr und Sozialhäuser wurde 2022 der erste bauliche Schritt eingeleitet. Um während der Bauphase genügend Parkplätze bereitzustellen erfolgt aktuell die Errichtung eines Interimsparkplatzes. Auf der Fläche des ehemaligen Parkplatzes wird im nächsten Schritt das neue Hörsaalzentrum (Gebäude B) gebaut. Parallel dazu entsteht in unmittelbarer Nähe zur Bibliothek das neue Fakultätsgebäude E. Den Abschluss des ersten Bauabschnitts bildet die Gestaltung des Entreeplatzes nördlich des Altbaus, der künftig als zentraler Eingangs- und Aufenthaltsbereich dienen wird. Parallel zu den Bauarbeiten erschließen wir auf dem gesamten Hochschulgelände nachhaltige Energiequellen: Es werden Geothermiebohrungen vorgenommen, um den Campus langfristig mit umweltfreundlicher Wärme und Kälte zu versorgen.

Nachhaltigkeit als Leitgedanke

Im Zentrum des Vorhabens steht ein umfassender Anspruch an ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit. Für den Campus Deutz wird ein zukunftsorientiertes Energiekonzept umgesetzt, das unter anderem auf die Nutzung von Geothermie, Photovoltaik und Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung setzt, um eine signifikante Verbesserung der Energieeffizienz und CO₂-Bilanz zu erzielen.

Auch im Außenraum wird großer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt: Dach- und Fassadenbegrünung, klimaresiliente Bepflanzung, Biodiversitätsflächen sowie Aufenthaltsbereiche mit Hochbeeten und Naschgärten tragen zur Lebensqualität und zum Stadtklima bei. Der BLB NRW prüft und optimiert im Verlauf jeder Bauphase kontinuierlich die eingesetzten Maßnahmen, um sicherzustellen, dass nach jeder Baumaßnahme Erkenntnisse für Verbesserungen genutzt werden. 

Ein Campus, der sich öffnet

Mit der baulichen Neustrukturierung wird auch die Lage des Campus im Stadtgefüge neu gedacht. Neue Wegeführungen, barrierefreie Zugänge und öffentliche parkähnliche Flächen sorgen für eine stärkere Vernetzung mit den angrenzenden Stadtteilen Deutz und Kalk.

Die Neubauten werden in einer vier- bis sechsgeschossigen Bauweise errichtet und orientieren sich damit bewusst an den Maßstab des Umfelds. Ziel ist ein offener, einladender Campus - ein Ort der Wissenschaft, Begegnung und städtischen Integration.

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