Auf alten Feldern wächst ein neuer Campus

BLB baut Campus Poppelsdorf der Universität Bonn

Wo es bis 2010 noch landwirtschaftliche Versuchsflächen der Universität Bonn gab, gedeiht längst ein neuer Campus. Mit umfangreichen Baumaßnahmen realisiert der BLB NRW Köln den neuen Campus Poppelsdorf für die Universität. Im ersten Bauabschnitt sind bereits drei moderne Hochschulgebäude entstanden. Weitere Bauten, durch die der Campus in den nächsten Jahren nach dem vorliegenden Masterplan ergänzt wird, befinden sich in der Planung.

 

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Foto: Volker Lannert

Das Universitätshauptgebäude im Herzen Bonns ist ein attraktiver Studienort. Mit seinen großzügigen Grünanlagen, der zentralen Innenstadtlage und seiner unmittelbaren Rheinnähe lädt das ehemalige Residenzschloss zum Verweilen ein. Die Studierenden der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn zieht es aber trotzdem schon seit jeher auch in den benachbarten Stadtteil Poppelsdorf. Kein Wunder: Denn der Weg entlang der idyllischen Allee endet wiederum an einem Schloss. Mit dem angrenzenden Botanischen Garten markiert das Poppelsdorfer Schloss den Beginn des Campus Poppelsdorf mit zahlreichen historischen und zum Teil unter Denkmalschutz stehenden Institutsgebäuden.


Dieser Campus wird durch den BLB NRW Köln um mehrere Neubauten für die Mathematisch-Naturwissenschaftliche und die Landwirtschaftliche Fakultät ergänzt. Als Baufeld für das neue Campus-Herzstück mit seinem zentralen Platz dient das sogenannte „Hundertjährige Feld“, das bis 2010 für Forschungszwecke der Universität landwirtschaftlich genutzt wurde.


Im Februar 2012 hat der BLB NRW mit dem Ausbau der nötigen Infrastruktur auf dem Gelände begonnen. Dafür wurde reichlich Material bewegt. 20.000 Kubikmeter Erdreich wurden abgetragen, 31.000 Kubikmeter sogenanntes Tragschichtmaterial eingebracht. Die verlegten Kanalrohre kommen zusammen auf eine Länge von 1,3 Kilometern. Zwei sogenannte Staukanäle von insgesamt 460 Metern Länge und bis zu zwei Metern Durchmesser halten Regenwasser zurück, bevor es in die städtischen Kanalsysteme abgegeben wird. Noch dazu wurden 1,2 Kilometer Trinkwasserleitungen und 23 km Kabelschutzrohre verlegt, um die drei Neubauten des ersten Bauabschnitts an die öffentlichen Ver- und Entsorgungsnetze anschließen zu können.

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Durch ihre gleiche Architektur und Gebäudestruktur bilden die beiden Gebäude INS/IEL (links) und B-IT/Informatik (rechts) für den Betrachter eine klar zusammengehörende Einheit. Foto: Volker Lannert


Ab 2017 kehrt schrittweise Leben in die ersten Neubauten

Drei neue Gebäude hat der BLB NRW im ersten Bauabschnitt von 2013 bis 2017 auf dem nördlichen Teil des neuen Campusareals gebaut. Eines für die Informatik und das Bonn-Aachen International Center for Information Technology (B-IT), dazu ein gemeinsames Gebäude für das Institut für Numerische Simulation (INS) und das Institut für Ernährungswissenschaften und Lebensmitteltechnologie (IEL) sowie ein Hörsaalzentrum mit mehreren Hörsälen und Seminarräumen. Die drei Gebäude, die die Universität zum Wintersemester 2017 (Hörsaalzentrum) und Sommersemester 2018 in Nutzung nehmen wird, wurden von der Niederlassung Köln des BLB NRW entworfen und geplant. Sie gruppieren sich entlang der zentralen Erschließungsachse, also gewissermaßen der neuen „Hauptstraße“ auf dem Campusgelände. Durch ihre gleiche Architektur und Gebäudestruktur bilden die beiden Gebäude INS/IEL und B-IT/Informatik dabei für den Betrachter eine klar zusammengehörende Einheit. Hufeisenförmig öffnen sich die Gebäude zueinander hin und formen so einen gemeinsamen, öffentlichen Raum. Das B-IT/Informatik als größtes der drei Gebäude erstreckt sich jedoch noch weiter in südöstlicher Richtung und präsentiert dort – am zukünftigen zentralen Platz des Campus – mit einer eigenen Fassade den Bereich der B-IT-Akademie.


Das neue Hörsaalzentrum mit seinem runden Kopfbau bildet einen klaren Kontrast zu den anderen Institutsgebäuden. Mit vier Hörsälen und vier Seminarräumen bietet das Gebäude bis zu 1280 Studierenden gleichzeitig Platz. Der größte Hörsaal kann bis zu 900 Personen aufnehmen, dazu kommen drei kleine Hörsäle mit je 100 Plätzen und die vier Seminarräume à 20 Sitzplätze. Die drei neuen Gebäude sind an das Fernwärmenetz angeschlossen und mit einer Geothermieanlage ausgestattet. Dafür wurden ca. 8.500 laufende Meter Erdwärmesonden in eine Tiefe von bis zu 100 Metern ins Erdreich eingelassen. Die so erzeugte Wärme sorgt in Kombination mit einer Betonkerntemperierung für einen Teil der erforderlichen Wärme in den Winter – beziehungsweise eine entsprechende Kühlung in den Sommermonaten.

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An der Grundsteinlegung für den ersten Bauabschnitt nahmen unter anderem NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (Mitte) und BLB NRW Köln-Niederlassungsleiter Dr. Martin Brans (rechts) teil. Foto: BLB NRW

Grün, autofrei und gut erschlossen – das Konzept für den neuen Campus

Für den BLB NRW haben die Arbeiten am neuen Campusareal begonnen, lange bevor der erste Bagger angerollt ist. Denn zunächst einmal galt es, für den Campus Poppelsdorf einen Masterplan zu entwickeln und das Großprojekt in ein städtebauliches Gesamtkonzept einzubetten. Zu den grundlegenden Visionen für den Campus Poppelsdorf zählen die zentrale Mittelachse auf dem Gelände, die weitgehend autofreie Gestaltung des Campus, die gute Anbindung an das Radwegenetz und den Öffentlichen Personennahverkehr sowie die insgesamt grüne Gestaltung des Areals mit einem zentralen Platz von hoher Aufenthaltsqualität in dessen Mitte.


Neben den geplanten Instituts- und Laborgebäuden sowie Forschungsgewächshäusern sind eine Sporthalle und ein Nutzpflanzenschauhaus vorgesehen. Mit Flächen für den Bau von studentischen Wohnheimen sollen der Campus und die anliegenden Stadtteile belebt werden. Gemeinsam mit den notwendigen technischen Einrichtungen soll in den kommenden 20 Jahren in insgesamt 162.000 m² neue Bruttogrundfläche investiert werden. Darüber hinaus ist die Modernisierung bestehender Institutsgebäude mit insgesamt ca. 23.000 m² Bruttogrundfläche geplant.

Projektbeteiligte (erster Bauabschnitt)

BLB NRW Köln

u.a. Petra Egbers, Achim Eiba, Dirk Gerhards, Hooman Ghanei, Oliver Maus, Andreas Pries, Christel Rhode, Arno Rosemann, Sigrid Röttgen, Klaus Vollmar, Kai Zochert

 

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Universität Bonn

Die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn gehört mit mehr als 35.000 Studierenden zu den großen Hochschulen Deutschlands. Auf ihrem 26 Hektar großen Campus in Poppelsdorf sind die Mathematisch-Naturwissenschaftliche und die Landwirtschaftliche Fakultät sowie die botanischen Gärten angesiedelt. Die Gebäudefläche des Campus soll sich künftig fast verdoppeln.

Zahlen und Fakten (zum ersten Bauabschnitt)

  • Gesamtinvestition: 80,5 Mio. Euro
    davon Baukosten: 75 Mio. Euro
    davon kalk. Bauzeitzinsen*: 5,5 Mio. Euro
*Stand 2010. Aufgrund einer verlängerten Bauzeit werden die tatsächlichen Bauzeitzinsen nach der Endabrechnung höher ausfallen.
  • Baubeginn: 
    02/2012 (Infrastruktur/ Außenanlagen)
    07/2013 Ersatzneubauten
  • Fertigstellung: Anfang 2017
  • Hauptnutzfläche: 13.500 m²
  • B-IT/Informatik: 8490 m²
  • INS/ IEL: 3420 m²
  • Hörsaalzentrum: 1580 m²

 
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