Presseinfo vom 07.07.2017

Neues Forschungsgebäude der Universität Münster wächst

Der BLB NRW hat heute den Grundstein für das neue Forschungsgebäude Multiscale Imaging Centre (MIC) gelegt.

Zusammen mit Oberbürgermeister Markus Lewe, Vertretern der Universität Münster und des Landeswissenschaftsministeriums haben BLB NRW-Geschäftsführerin Gabriele Willems und Niederlassungsleiter Markus Vieth eine Zeitkapsel mit Tageszeitungen, Münzen und Bauplänen in die Grundmauern des Neubaus versenkt.
Das Landesbauunternehmen ist Bauherr des rund 63 Millionen Euro teuren Bauprojekts für die Universität Münster nach Plänen von Gerber Architekten.

Im MIC werden in Zukunft Forscher der WWU ein breites Spektrum biomedizinischer Bildgebungsverfahren nutzen und damit das Verhalten von Zellen in Organismen untersuchen können. Die Methode, Bilder von Strukturen verschiedener Größenordnungen zu erzeugen – auf Englisch „multiscale imaging“ – gibt dem MIC seinen Namen. Bereits heute nehmen Forscher des WWU-Exzellenzclusters „Cells in Motion“ mit Mikroskopen und Tomographen täglich Bilder auf, die ein besseres Verständnis von Zellvorgängen im gesunden und erkrankten Organismus ermöglichen – von der einzelnen Zelle und ihren Bausteinen bis zu Geweben und ganzen Organen.

 „Um auf Zellniveau forschen zu können, sind sorgfältige Planungen und eine präzise Bauausführung absolut erforderlich“, erklärt Markus Vieth, Leiter der Niederlassung Münster des BLB NRW. „Die hohen technischen Ansprüche in der Nutzungszeit müssen wir bereits in der Planungs- und Bauphase berücksichtigen.“ Im Neubau MIC werden u.a. leistungsstarke Mikroskope und Tomographen, Präzisionskälte und Dampferzeuger untergebracht. Außerdem bedarf das Gebäude besonderer Abschirmungsmaßnahmen für einen Teilchenbeschleuniger.

„Das Multiscale Imaging Centre wird unsere Stärken in der molekularen Bildgebung in einzigartiger Weise bündeln und dafür sorgen, dass die verschiedenen Disziplinen noch gewinnbringender zusammenarbeiten“, unterstrich Prof. Dr. Monika Stoll, Prorektorin für Forschung an der WWU. „Nicht nur der Forschungsstandort Münster wird weiter aufgewertet. Auch unsere internationale Sichtbarkeit in der Zellforschung wird gestärkt.“

Der Entwurf für das MIC stammt aus der Feder von Gerber Architekten aus Dortmund. Auf einer Hauptnutzfläche von rund 5700 m² werden etwa 260 Mitarbeiter unter einem Dach gemeinsam forschen. Der Architektenentwurf sieht ein rechteckiges, drei- bis fünfgeschossiges Gebäude mit freundlichen, offen gestalteten Laboren, Büros und Seminarräumen vor. Die unterschiedliche Anzahl an Stockwerken ergibt sich aus der abfallenden Topographie und nimmt Bezug auf die angrenzende Bebauung. Der äußere Eindruck eines kompakten, klar abgestuften Baukörpers wird durch einen hervorkragenden Eingangsbereich, breite Fensterbänder und eine regionaltypische Klinkerfassade geprägt sein. „Wichtige Grundlage für die Forschung ist das Kommunizieren. Hierfür kreieren wir Räume, die die Kommunikation unter den Forschern fördern“, erklärt Prof. Dipl.-Ing. Eckhard Gerber.

Das Forschungszentrum MIC entsteht im Naturwissenschaftlichen Zentrum Münsters an der Röntgenstraße 16. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich das Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin und das Center for NanoTechnology (CeNTech). Die Bauarbeiten haben Anfang des Jahres begonnen, bis Ende des Jahres 2019 soll das Gebäude fertiggestellt sein.

Die Baukosten übernehmen der Bund, das Land Nordrhein-Westfalen und die Universität Münster. Im Juni 2014 hatten sich Bund und Länder nach einer entsprechenden Empfehlung des Wissenschaftsrats auf den Bau des Forschungsgebäudes geeinigt.

Weitere Infos:
www.uni-muenster.de/Cells-in-Motion/de/
www.gerberarchitekten.de

Grundsteinlegung MIC 2017_550px

Legen die Zeitkapsel in den Grundstein des MIC (v.l.): Dirk Meyer, Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW, Oberbürgermeister Markus Lewe, Prof. Dr. Monika Stoll, Prorektorin für Forschung der WWU, Markus Vieth, Niederlassungsleiter BLB NRW Münster, Gabriele Willems, Geschäftsführerin BLB NRW, und Architekt Prof. Eckhard Gerber.

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