Presseinfo vom 07.09.2018

RWTH: Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik erhält neues Institutsgebäude

Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW startet zweiten Bauabschnitt. Investition in den Ingenieurnachwuchs auf dem Campus Melaten.

Aachen. Mit einem symbolischen Ersten Spatenstich haben am Freitag, 7. September 2018, die Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt der Elektrotechnik Melaten (ETM) begonnen. Bereits 2015 hatte der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) in einem ersten Bauabschnitt die ICT-Cubes auf der Hörn fertig gestellt. Jetzt realisiert die Aachener Niederlassung des BLB NRW zwischen Sommerfeld- und Otto-Blumenthal-Straße den nächsten Schritt zur baulichen Aufwertung der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik. Dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW wurde von seinem Verwaltungsrat ein Gesamtinvest von rund 62 Millionen Euro genehmigt. Darin sind neben den reinen Baukosten auch Bauneben- und Planungskosten, Bauzeitzinsen und ein Risikovorsorgebudget enthalten, die der BLB NRW in seiner Kalkulation standardmäßig berücksichtigt. Die reine Bauzeit beträgt voraussichtlich zweieinhalb Jahre.

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©Bernd Klass, BLB NRW
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NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen, RWTH-Rektor Professor Ulrich Rüdiger, der Dekan der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik, Professor Wilfried Mokwa, und BLB-Geschäftsführerin Gabriele Willems legten gerne Hand an den Spaten, um den Baubeginn offiziell frei zu geben. „Nach dem Rückbau des Walter-Schottky-Hauses starten wir mit dem heutigen Spatenstich die nächste große Etappe auf dem Weg zu einem weiteren hochkomplexen Forschungsbau hier auf dem Campus Melaten“, so Willems.

"Auf dem Campus Melaten entsteht in den nächsten zweieinhalb Jahren eines der modernsten Reinraumzentren Deutschlands. Dies ist wichtig für eine hervorragende Grundlagenforschung in der Mikro- und Nanoelektronik und damit auch ein großer Gewinn für den Wissenschaftsstandort Nordrhein-Westfalen insgesamt", sagte Ministerin Pfeiffer-Poensgen.

Laserlabore für fünf Institute

Auf 4.000 Quadratmeter Nutzfläche entstehen Laborflächen, Büros und Seminarräume sowie ein Reinraumzentrum für fünf Institute. Die technischen Anforderungen an Qualität, Schwingungsfreiheit und elektromagnetische Verträglichkeit des Gebäudes stellte die Planer vor große Herausforderungen. Insbesondere gilt es, äußerst niedrige Grenzwerte für die schwingungsempfindlichen Messgeräte, ein Rasterelektronenmikroskop und die Laserlabore einzuhalten. Dazu ist die Versorgung mit toxischen und selbstentzündlichen Gasen mit hohen Sicherheitsvorschriften verbunden. Die Pläne für das Gebäude stammen von dem Aachener Büro kadawittfeldarchitektur.

Reinraum kann von Physikern und Elektrotechnikern gemeinsam genutzt werden

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© kadawittfeldarchitektur
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Der Neubau wird die neue Heimat der technologieorientierten Professuren des Kompetenzfeldes Mikro- und Nanotechnologie der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik sein. Heute umfassen deren Aktivitäten Materialien für die Informationstechnik, Prozesse und Bauelemente der Mikro- und Nanoelektronik, Integrierte Photonik bis hin zu Mikro- und Nanosystemen. Der Reinraum im Untergeschoss kann von Physikern und Elektrotechnikern gemeinsam genutzt werden. Er wird eine Verbindungsschleuse zum „alten“ Reinraum bekommen, so dass eine gemeinsame Reinraumfläche von rund 2050 Quadratmeter entsteht. In den dann zeitgemäßen Räumen kann an aktuellen Themen wie Quantum Computing, Neuromorphes Computing oder 2D-Materialien geforscht werden.

1976 wurde das „alte“ „Walter-Schottky-Haus“ fertig gestellt und war seit dieser Zeit Heimat der technologieorientierten Lehrstühle der Fakultät. Die Fakultät möchte deshalb das neue Gebäude auch „Walter-Schottky-Haus“ nennen. Walter Schottky war ein deutscher Physiker und Elektrotechniker, der Grundlagenforschung im Bereich der Halbleiterphysik und der Elektronik betrieben hat.

Pressesprecher Aachen

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Bernd Klass
Bernd Klass
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