Presseinfo vom 04.07.2018

Bildungscampus Gelsenkirchen nimmt Gestalt an - Jury wählt Entwurf für Neubau in Gelsenkirchen-Buer aus

Die beiden Hochschulen Gelsenkirchens werden Nachbarn, wenn an der Neidenburger Straße im Stadtteil Buer demnächst ein gemeinsamer Bildungscampus entsteht. Die Westfälische Hochschule (WH) ist bereits dort, der Gelsenkirchener Studienort und die Zentralverwaltung der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW (FHöV NRW) zieht aus Bulmke-Hüllen und Ückendorf zum Stadtbezirk Nord. Die Hochschulen werden damit zu einem besser sichtbaren Stadtschwerpunkt der akademischen Lehre und Forschung und versprechen sich davon Synergien, z. B. bei gemeinsamen Projekten. Auf dem Campus soll ergänzend zum Studentenwohnheim in Erle ein weiteres Wohnheim für Studierende entstehen.

Die Jury für den Bildungscampus Gelsenkirchen hat sich für den Entwurf des Büros „ASTOC GmbH & Co. KG“, Köln entschieden. Das Modell passt wie ein Puzzle-Stein in den Bauplatz. Von links nach rechts: Doris Czwalina vom Akademischen Förderungswerk, Prof. Dr. Bernd Kriegesmann, Präsident der Westfälischen Hochschule, Markus Vieth vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW und Reinhard Mokros, Präsident der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung.

Die Jury für den Bildungscampus Gelsenkirchen hat sich für den Entwurf des Büros „ASTOC GmbH & Co. KG“, Köln entschieden. Das Modell passt wie ein Puzzle-Stein in den Bauplatz. Von links nach rechts: Doris Czwalina vom Akademischen Förderungswerk, Prof. Dr. Bernd Kriegesmann, Präsident der Westfälischen Hochschule, Markus Vieth vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW und Reinhard Mokros, Präsident der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung.

Seit Anfang Juli gibt es dafür einen städtebaulichen Masterplan. WH, FHöV NRW und das Akademische Förderungswerk (AKAFÖ) als Studentenwerk haben sich dazu in einer gemeinsamen Jurysitzung mit dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) und der Stadt Gelsenkirchen für den Entwurf des Büros ASTOC GmbH & Co. KG, Köln entschieden. Der Masterplan bietet ein Gesamtkonzept, das die Bedarfe der Hochschulen berücksichtigt und räumlich in die bestehende Nutzung einbettet.

Insgesamt drei Stadtplanungsbüros hatten Ideen für die künftige räumliche Gliederung des Bildungscampus Gelsenkirchen entwickelt. Der Siegerentwurf berücksichtigt alle Anforderungen an einen Bildungscampus: „Ausreichend Platz für Lehre, Forschung und Leben, durchdachte Kommunikationsbeziehungen und ein identitätsstiftendes Äußeres“, urteilt Markus Vieth, technischer Leiter der BLB NRW-Niederlassung Münster und Jurymitglied.

Dort, wo in den nächsten Jahren Gebäude sowohl für die WH als auch für die FHöV NRW und das Studierendenwohnheim entstehen sollen, standen früher Gebäude der vormaligen Ingenieurschule. Diese mussten jedoch wegen einer Schadstoffbelastung aus den 70er Jahren abgerissen werden. Die WH möchte bei der Neubebauung ihre bestehende Hochschulinfrastruktur in zwei Bauabschnitten um rund 2.800 Quadratmeter Nutzfläche erweitern. Zum Raumprogramm gehören u. a. ein Audimax mit bis zu 500 Sitzplätzen, Seminarräume und Sportflächen. „Wir freuen uns auf die neuen Nachbarn“, so Präsident Prof. Dr. Bernd Kriegesmann, „und die neuen aus der Synergie möglichen gemeinsamen Studienprogramme wie etwa gegen Cyber-Crime. Außerdem wollen wir über Wohn- und Sportangebote den Bildungscampus-Charakter steigern.“

Die FHöV NRW nutzt den Bildungscampus dazu, ihre bisher getrennten Standorte für Studium und Verwaltung zusammenführen. Die Zentrale der FHöV, die sich bislang am Haidekamp in Ückendorf befindet, sowie der Studienort an der Wanner Straße mit rund 1.500 Studierenden sollen auf dem Bildungscampus vereint werden. Die FHöV NRW sieht für ihre Bedarfe eine Gebäudefläche von rund 9.000 Quadratmetern vor: „Studium, Lehre und Verwaltung an einem Campus mit einer Partnerhochschule bietet zahlreiche Vorteile. Mit einem Neubau können wir unsere guten Studien-, Lehr- und Arbeitsbedingungen nachhaltig weiter verbessern. Dies wird vor allem unseren Studierenden der Polizei, der Kommunen und der staatlichen Verwaltung zugutekommen“, erklärt Reinhard Mokros, Präsident der FHöV NRW.

Das AKAFÖ plant, das studentische Wohnen auf dem Campus anzubieten. Die derzeitigen Überlegungen sehen 64 Studentenwohnungen und Raum für eine Kinderbetreuung vor. Außerdem wird ein gemeinschaftliches Konzept aller für den gastronomischen Bereich aus Mensa und Cafeterien erarbeitet. „Mit diesem Masterplan realisieren wir den langgehegten Wunsch, studentisches Wohnen in unmittelbarer Nähe zur Hochschule zu realisieren“, erklärt Jörg Lüken, Geschäftsführer des AKAFÖ.

Der BLB NRW als Landesimmobilienbetrieb ist Bauherr des Neubauprojektes und koordiniert das Hochschulentwicklungsprojekt für die drei künftigen Campusnutzer. Den städtebaulichen Masterplan hatte der BLB NRW, vertreten durch die Niederlassung Münster, im Herbst 2017 in Auftrag geben. An ihn schließt die detaillierte Planung des Campus an, die wie üblich in einem öffentlichen Verfahren vergeben wird.

Pressesprecherin Münster

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