Presseinfo vom 17.11.2017

Richtfest für den Forschungsbau für molekulare Protein-Diagnostik

Mit dem Richtfest ist der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Dortmund auf gutem Wege, den For-schungsbau molekulare Protein-Diagnostik für die Ruhr-Universität Bochum fertigzustellen.

Visualisierung

Helmut Heitkamp, Niederlassungsleiter des BLB NRW Dortmund, begrüßt als Bauherr und Gebäudeeigentümer die Richtfest-Gäste und hält fest: „Nach dem Spatenstich im November 2016 sind wir jetzt auf gutem Wege, das Gebäude für molekulare Protein-Diagnostik (ProDi) an die RUB im späten Herbst 2018 zu übergeben und zu vermieten. Um das Ziel zu erreichen, hatten wir den Generalunternehmer Ed. Züblin AG beauftragt, das Bauwerk zu errichten. Die Architekten und Ingenieure von Carpus+Partner AG erstellen für uns die Bauplanungen, damit die Gesamtnutzfläche von rund 4300 Quadratmetern nicht nur funktional gut gegliedert ist, sondern auch hoch modern ausgestattete Forschungsflächen für etwa 150 Mitarbeiter bietet und den Gesundheitscampus NRW in Bochum ästhetisch ansprechend abschließt.“

Der BLB NRW hält voraussichtlich die Gesamtkosten von rund 51 Mio. € ein.

Der BLB NRW kontrolliert projektbegleitend neben den Bauterminen auch die Bauqualitäten und die Einhaltung der vom Verwaltungsrat genehmigten Gesamtkosten von rund 51 Mio. €. Diese Gesamtkosten enthalten neben den reinen Baukosten auch Bauzeitzinsen und Risikovorsorge. Das Projekt wird als Forschungsbau gemeinsam vom Bund und Land NRW finanziert. Die Baumaßnahme ist eine von vielen, die der BLB NRW in Bochum umsetzt. „Ob Justizzentrum, die Erneuerung der I-Reihe am RUB-Campus oder hier der Gesundheitscampus mit dem ProDi. Bochum ist ein tolles Beispiel, wie wir mit öffentlichen Bau- und Sanierungsprojekten die Entwicklung eines Standorts positiv beeinflussen,“ sagt Gabriele Willems, Geschäftsführerin beim BLB NRW.

Redner am Richtkranz ProDi  17-11-2017_kl

Niederlassungsleiter Helmut Heitkamp, Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Dortmund /// Geschäftsführerin Gabriele Willems, Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Zentrale  /// Ulrich Schüller, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Bildung und Forschung  /// Ministerin Ina Scharrenbach, Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW  /// Oberbürgermeister Thomas Eiskirch, Stadt Bochum  /// Rektor Prof. Dr. Axel Schölmerich, Ruhr-Universität Bochum  /// Gründungsdirektor ProDi Prof. Dr. Klaus Gerwert, Lehrstuhl für Biophysik, Ruhr-Universität Bochum  ///

Der städtebauliche Eingang zum Gesundheitscampus NRW in Bochum

Der Forschungsbau ProDi der RUB wird als Eingangsgebäude zum Gesundheitscampus NRW in Bochum die „White-City“ des städtebaulichen Masterplans, der das Ergebnis eines Wettbewerbs aus dem Jahre 2010 war, vollenden. Die weißen Fassaden verbinden die gesamten Gebäude auf dem Gesundheitscampus NRW in Bochum zur städtebaulichen Einheit. Dabei wird ProDi durch eine horizontal gegliederte weiße Aluminium-Fassade architektonisch betont. Der 54 Meter lange 40 Meter breite Gebäudekomplex besteht aus einem Labor- und einen Bürotrakt, die über Meeting-Points mit Blick in den natürlich belichteten Innenhof miteinander verbunden sind. Diese Kommunikationszonen werden demnächst sicherlich gerne von den Wissenschaftlern zum Austausch genutzt.

Zukunftsstandort der Forschungs- und Immobilienbranche

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung: „Dieses Bauwerk ist ein weiterer Meilenstein für die Stadt Bochum, auf ihrem Weg zu einem Zukunftsstandort der Forschungs- und Immobilienbranche.“

Erhebliche Synergieeffekte zwischen Forschung und Anwendung werden erwartet

Ein wichtiges Ziel der Gesundheitsforschung ist es, Erkenntnisse aus der biomedizinischen Grundlagenforschung schneller zum Patienten zu bringen. Der Forschungsneubau ProDi schafft hierfür die passenden Strukturen, denn rund 150 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis werden hier künftig gemeinsam arbeiten können. „Von dieser Zusammenarbeit an einem Ort versprechen wir uns erhebliche Synergieeffekte zwischen Forschung und Anwendung, so können neue Erkenntnisse schneller umgesetzt werden“, betont Ulrich Schüller, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Bildung und Forschung

Es ist ein Meilenstein der Forschungsleistung der RUB

„Der Forschungsbau ist am Gesundheitscampus in ein ideales Umfeld eingebettet. Hier entsteht ein weithin sichtbarer Meilenstein unserer Forschungsleistung", freut sich Prof. Dr. Axel Schölmerich, Rektor der RUB, über den Baufortschritt. „Der Forschungsbau hat für uns eine doppelte Strahlkraft: Er steht für die internationale Ausrichtung der Proteinforschung in unserer Region und für die Zugkraft der Gesundheitswirtschaft am Standort Bochum.“

BLB-Richtfest_ProDi_RUB_17-11-2017_01_kl

Der wissenschaftliche Background von ProDi

In einer alternden Gesellschaft werden Krebserkrankungen und neurodegenerative Erkrankungen noch weiter zunehmen und das Gesundheitssystem enorm belasten. Durch Verbesserung der Diagnostik, insbesondere früher Stadien, steigen die Heilungschancen enorm. Das senkt auch Kosten im Gesundheitswesen.

Im Forschungsbau für molekulare Proteindiagnostik (ProDi) werden neue, in PURE entwickelte Verfahren zur frühen Diagnostik von Krebs und neurodegenerativen Erkrankungen in die klinische Anwendung überführt.

„Bei Lungenkrebs konnten wir beispielsweise die hohe räumliche Auflösung der Label-freien Bildgebung mit der molekularen Auflösung der Proteomanalyse kombinieren und dabei gezielter Biomarker identifizieren. Das ist in einer hochkarätigen Publikation in 2017 dokumentiert. Bei Blasenkrebs haben wir jetzt aktuell mit diesem Verfahren einen neuen vielversprechenden Biomarker entdeckt“, erklärt Professor Dr. Klaus Gerwert. „Unser Ziel ist es, Label-freie, bildgebende Techniken zur Analyse von Tumorgewebe und einen Alzheimer-Bluttest zum Screenen von Frühformen in die klinische Anwendung zu bringen."

Daher soll auch die Gründung von „Start-ups“ in ProDi unterstützt werden. Damit stellt das Institut ein Bindeglied zwischen universitärer Grundlagenforschung und Ausgründung in Unternehmen dar. „Dies soll einen gewichtigen Beitrag für den Strukturwandel im Ruhrgebiet leisten. Das Institut für molekulare Proteindiagnostik schlägt die Brücke zwischen Universität, Universitätskliniken und weiteren Einrichtungen der Gesundheitswirtschaft in Bochum.“ erklärt Professor Gerwert seine Hoffnungen für die Zukunft.

Im Forschungsbau ProDi werden Grundlagenforscher und Kliniker eng zusammenarbeiten. Derzeit sind sie noch über mehrere Standorte in und um Bochum verteilt. „Nur die enge räumliche Verzahnung von grundlagenwissenschaftlichen und klinischen Forschern in einem zentralen Institut wird eine erfolgreiche Umsetzung der Forschungsprogrammatik und einen schnellen Innovationstransfer in den klinischen Alltag ermöglichen.“ führt Professor Gerwert weiter aus. „Der Forschungsbau soll aber auch anderen Forschern und Klinikern der Universitätsallianz zur Verfügung stehen.“

Der Forschungsbau war 2015 durch die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz bewilligt worden, nachdem der Wissenschaftsrat das Vorhaben „von überragender Bedeutung“ zur gemeinsamen Bund-Länder-Förderung empfohlen hatte. Über vier Stockwerke verteilt werden die wesentlichen Forschungsschwerpunkte des Instituts, Biospektroskopie, Proteomanalyse, Bioinformatik und ein Studienzentrum, abgebildet.

Social Network
Pressesprecher Dortmund

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Jörg Fallmeier
Joerg Fallmeier
Tel.: +49 231 99535-250

 
Metanavigation
Kontakt
Impressum
Service Management Center

Für unsere Kunden sind wir bei Störungen und Notfällen an den Gebäuden und technischen Anlagen immer erreichbar, rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche! Sie erreichen uns unter 08000 252 679!

Zentrale Rechnungsanschrift

Der BLB NRW hat nur noch eine landesweite einheitliche Rechnungsanschrift
Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW
47526 Kleve.
Der Betrieb führt die elektronische Rechnungsbearbeitung ein. mehr ...