Presseinfo vom 19.04.2017

Neubau GEO I der Universität Münster ist Teil der KlimaExpo.NRW

Der Neubau GEO I der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) erfüllt hohe Anforderungen in den Bereichen Klimaschutz und Nachhaltigkeit: Das Gebäude ermöglicht Einsparungen von 215 Tonnen CO2 pro Jahr gegenüber der Standardbauweise. Die Umsetzung des Neubaus ist damit ein Vorbild für nachhaltiges Bauen durch die öffentliche Hand. Für diesen Einsatz für das Klima überreichte Wolfgang Jung, Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW, heute die offizielle Urkunde an Markus Vieth, Leiter der Niederlassung Münster des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW. Der Neubau GEO I gehört nun zur Leistungsschau der KlimaExpo.NRW.

Der Neubau GEO I der WWU Münster ist Schritt 219 von 1.000 Schritten in eine klimafreundliche Zukunft, die die KlimaExpo.NRW bis 2022 präsentiert.

Im Bild v.l.n.r.: Wolfgang Jung, Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW, Markus Vieth, Leiter der Niederlassung Münster des Bau- und Liegenschaftsbetriebs, Matthias Schwarte, Kanzler der Universität Münster, Professor Harald Strauß, Dekan des Fachbereichs Geowissenschaften der WWU und Sebastian Niekamp, Klimanetzwerker, Klimanetzwerker der Region Münsterland. Der Neubau GEO I der WWU Münster ist Schritt 219 von 1.000 Schritten in eine klimafreundliche Zukunft, die die KlimaExpo.NRW bis 2022 präsentiert. (Foto: KlimaExpo.NRW)

Um die hohen Anforderungen an Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit zu erfüllen, mussten die Planer die Kosten des Gebäudes für den gesamten Nutzungszeitraum optimieren und seinen Energie- und Ressourcenverbrauch sowie seine Umweltauswirkungen minimieren. Während die Anfangskosten zunächst höher waren als bei einer Standardbauweise, ermöglichen verschiedene energetische Maßnahmen Kosteneinsparungen über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes hinweg. Ab 2011 entstand in einer zweijährigen Bauphase ein sogenanntes „Green Building“ an der Universität Münster. Bereits zu Beginn der Planungen des neuen Gebäudes wurde nach einer energetisch, wirtschaftlich und architektonisch optimalen Lösung gesucht. „Unser Ziel war es von Anfang an, mit dem Neubau GEO I die Nutzung von Energie und Ressourcen zu minimieren und den Einsatz Erneuerbarer Energien zu maximieren. Es freut uns daher besonders, dass die KlimaExpo.NRW unser Engagement heute würdigt und uns als Vorreiter im Klimaschutz qualifiziert“, so Markus Vieth, Leiter der Niederlassung Münster des Bau- und Liegenschaftsbetriebs. Auch Matthias Schwarte, Kanzler der Universität Münster freut sich über die Wertschätzung durch die Aufnahme in die Leistungsschau: „Wir als Universität Münster waren bereit, rund 960.000 Euro zu investieren, um die ambitionierten Umweltziele, die sogar oberhalb der Mindeststandards liegen, zu erreichen, da wir bei den Betriebskosten entsprechende Einsparungen haben werden Um die hier gesammelten Erfahrungen übertragbar zu machen, halten wir es für erforderlich, dass für die Hochschulen als Nutzer der Gebäude stärkere Anreize geschaffen werden, sich finanziell an den Investitionen zu beteiligen.“

Gebäude kombiniert Solarthermie, Photovoltaik und Regenwassernutzung

Der Neubau verbindet dabei diverse klimafreundliche und ökologische Elemente. Eine optimierte Wärmedämmung und eine Betonkernaktivierung reduzieren den Energiebedarf des Gebäudes. Hierzu wurden beim Bau des Gebäudes Rohrleitungen in die Decken- und Mauerflächen eingebracht, die von einer Flüssigkeit durchströmt werden können. Durch die großen Übertragungsflächen reichen im Winter auch geringe Vorlauftemperaturen, um die Räume entsprechend mit Wärme zu versorgen. Daneben verfügt das Gebäude über eine eigene Solarthermieanlage mit einer Leistung von 35 Kilowatt und einen Fernwärmeanschluss an ein Heizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung. Auf dem Dach des GEO I Gebäudes wird eine Photovoltaik-Anlage betrieben, daneben bezieht das Gebäude Ökostrom aus dem Netz. Auch der Trinkwasserverbrauch wurde verringert: Die Toiletten nutzen Regenwasser beim Spülvorgang. Mit diesen Maßnahmen unterschreitet das Gebäude die bei Planungsbeginn 2008 geltende Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 deutlich. „Das Projekt hat Vorreiterfunktion, weil es beispielhaft zeigt, wie vielfältig die Möglichkeiten für den Bau eines energetisch optimierten Gebäudes sind und, dass man gleichzeitig attraktiv, nachhaltig und klimafreundlich bauen kann. Ich freue mich daher, das Projekt in unsere Leistungsschau aufzunehmen“, sagt Wolfgang Jung, Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW.

Soziale und Bildungsaspekte berücksichtigt

„Das Gebäude kombiniert klimafreundliche Strom- und Wärmeerzeugung. Darüber freuen wir uns als Geowissenschaftler besonders“, betonte Professor Harald Strauß, Dekan des Fachbereichs Geowissenschaften der WWU. Eine Dachterrasse mit Messgeräten sowie ein Gewächshaus für die Forschung ergänzen die studentische Ausbildung innerhalb des Gebäudes selbst. Die Planer berücksichtigten zudem soziale Aspekte: Bereits bei der Ausschreibung wurde darauf geachtet, dass das Gebäude gut mit dem Fahrrad oder dem öffentlichen Nahverkehr zu erreichen ist. Hierfür wurden neue Fahrradstellplätze vor dem Haupteingang sowie Duschräume für Radfahrer geschaffen. Das gesamte Gebäude ist außerdem barrierefrei angelegt. Bei der Außenraumgestaltung wurden ökologische Aspekte berücksichtigt, beispielsweise durch Grünflächen zur Vermeidung von Hitzeinseln.

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