Presseinfo vom 26.09.2016

Kunstwerk „Limp“ von Gereon Krebber prägt den Gesundheitscampus NRW in Bochum

Der Kölner Künstler Gereon Krebber installierte ein zweiteiliges Skulpturenensemble auf der 150m langen Terrasse vor den Gebäuden der Hochschule für Gesundheit auf dem neuen Gesundheitscampus NRW.

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Dortmund hat kunstinteressierte Bürgerinnen und Bürger am 26.09.2016 eingeladen, an der Vorstellung des Kunstwerks in der Hochschule für Gesundheit teilzunehmen und den Künstler persönlich über sein Kunstwerk zu befragen.

Gereon Krebber ging aus dem vom Land Nordrhein-Westfalen ausgelobten Kunst-und-Bau-Wettbewerb unter sechs Künstlerinnen und Künstlern als Sieger hervor.

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Dortmund führte den Wettbewerb zur künstlerischen Gestaltung des Gesundheitscampus NRW in Bochum von Dezember 2012 bis April 2013 durch.

Die neuen Werke kann man kaum übersehen: Eine der beiden Skulpturen liegt oben auf der breiten Freitreppe an der 150m langen Terrasse. Sie wirkt wie eine übergroße, zusammengeschlagene Decke, die fast herunterzurutschen droht. Das Gegenstück steht weiter hinten auf der langgestreckten Terrasse vor der Hochschule für Gesundheit (hsg). Es ist ein massiger, zylindrischer Halbmantel, aufrecht stehend mit einem tiefschwarzen Block.

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„Seit das Kunstwerk auf der Terrasse errichtet wurde, werden wir häufig darauf angesprochen. Die Menschen beschäftigen sich damit und stellen Fragen. Das ist der erste Schritt, sich dem Kunstwerk zu nähern, das eine Geschichte erzählt“, sagt  hsg-Präsidentin Prof. Dr. Anne Friedrichs, die Mitglied der Jury war, die sich für dieses Kunstwerk aussprach.

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„Mir geht es um das Körperhafte“, erläutert der Gereon Krebber. Seine Anregung zu „Limp“ war ein „imaginärer Querschnitt durch Arm oder Finger. Um einen festen Kern aus Knochen sitzt ein Verbund aus weicher Körpermasse: Muskeln, Fett und Sehnen“, so der Bildhauer aus Köln. Er erläutert seine Ideenfindung: „Denken Sie sich ein mittleres Stück vom kleinen Finger. Halbieren Sie es der Länge nach. Eine Hälfte ohne Knochen wird  weich und schlaff – die liegt vorn auf der Treppe. Die andere Hälfte mit Knochen bleibt stabil, sie steht hinten. Hier geht es um Körper und Gesundheit, und dafür wollte ich ein Sinnbild schaffen.“ Aus Bronze gegossen, bilden die beiden Skulpturen zusammen ein Werk. Sie nehmen die Freiterrasse als Bühne für das, was Krebber eine „plastische Genese“ nennt: „Es ist ein Kontrast von Liegen zu Stehen – für das Dazwischen, den Übergang, dafür gibt es ja die neue Hochschule“, lacht der Künstler.

Einige Gebäude des Gesundheitscampus NRW sind  gerade fertig gebaut und frisch bezogen, wie die der hsg; andere befinden sich im Bau, wie das des Landeszentrums Gesundheit. Der Hochschulbetrieb läuft seit dem Wintersemester 2010/2011. Im August 2015 war die hsg in den Neubau gezogen. Noch wird hier und da gewerkelt, dazwischen laufen Studierende über die nagelneue Anlage. Die Hochschule für Gesundheit ist die prominenteste Hochschul-Neugründung in NRW. Die großen, weißen Kuben der Hochschule sind geradlinig an der hoch gesetzen Terrasse aufgereiht, gestaltet vom Architektenbüro léonwolhage aus Berlin.  „Mit „Limp“ hat der Gesundheitscampus eine künstlerische Landmarke erhalten. Hier sollte auf jeden Fall ein Kunstwerk hin“, erläutert Volker Gütte vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Dortmund. „Wir haben uns eigens um Landesmittel beworben und im Jahr 2013 einen hochkarätigen Wettbewerb ausgeschrieben.“ Krebber hat mit seinem Vorschlag „Limp“ gewonnen. Der Titel ist ein Wortspiel mit dem englischen ‚limb’ für ‚Körperglied’ und ‚limp’ für ‚schlaff’. Ganz im Gegenteil zu dieser wörtlichen Bedeutung war die Jury überzeugt von der plastischen Kraft des Vorschlages. Selbst das traditionelle Material Bronze überzeugte die Preisrichter.

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Der klaren und großzügigen Architektur setzen die beiden Skulpturen ein eigenes Gewicht entgegen – ganz wortwörtlich. Die beiden Skulpturen sind je über 3 t schwer und mussten aufwändig mit einem Spezialkran auf die Terrasse gehievt werden. Die beiden Skulpturen sind etwa 4,20 m lang bzw. hoch und etwa 2 m im Durchmesser. „Es sind ziemliche Formate. Sie brauchen die Größe“, sagt der Künstler: “Das vermittelt zwischen unserem eigenen Körper und der Architektur.“

Die Oberfläche ist körnig rauh. Sie verrät, dass der Künstler das Original aus Styropor gebaut hat. In seinem Atelier in Köln hat er große Blöcke Styropor zusammengefügt und mit der Kettensäge zugeschnitten. „Styropor besteht aus Zellen, so wie unserer Körper“, kommentiert der Künstler: „Ich habe einzelne Platten zugeschnitten, wie bei einem 3D-Modell, bei dem einzelne Segmente einen organischen Körper bilden. Nur mache ich das  wirklich, ich baue einen Körper.“ Er erklärt seine Materialwahl: „Bronze ist das Material der Körperdarstellung in der Kunst. Es schien mir folgerichtig, genau dieses Material zu verwenden – das ist für mich auch das erste Mal in einem XL-Format“. Aufwändig wurden die Bronzen stückweise in der Gießerei Kayser in Düsseldorf gegossen, zusammengesetzt und grün-bräunlich patiniert.

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Programmablauf der Vorstellung des Kunstwerks am 26.09.2016:

 

  • Helmut Heitkamp, Niederlassungsleiter des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW Dortmund, begrüßt die Gäste.
  • Prof. Dr. Anne Friedrichs, Präsidentin der Hochschule für Gesundheit
  • Dr. Alexandra Kolossa (KUNST I BAU I PROJEKTE), im Auftrag des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW, beschreibt die Auslobung des Kunstwettbewerbs.
  • Matthias Holtmann, Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Dortmund, erläutert die Wettbewerbsdurchführung durch den BLB NRW Dortmund.
  • Gereon[CK2]  Krebber stellt sein Kunstwerk „limp“ vor.

 

Vita:

Gereon Krebber

geb. 1973 in Oberhausen,

lebt und arbeitet in Köln,

Professur für Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf

Auswahl an Ausstellungen/Projekten:

  • 2016 antagomorph, Museum DKM, Duisburg
  • 2016 Antikörper OTC, Museum Folkwang, Essen
  • 2014 Aurelio‚ Neubau Sparkasse Friedensplatz Bonn, Ortner&Ortner Architekten
  • 2013 All the ifs and whens, Honigbrot Projektraum ads1a, Köln
  • 2012 Somatös, Galerie Christian Lethert, Köln
  • 2010 Der Westen leuchtet, Kunstmuseum Bonn

Website: Mehr zum Künstler unter www.gereonkrebber.net

 

Fotografien, frei abdruckbar:

Foto 1 und 2

Gereon Krebber: Limp, 2016. Ansicht Liegende.

Bronze, zweiteilige Skulptur für den Gesundheitscampus NRW, Bochum.

Auftrag des BLB NRW, Dortmund. Guss: Kunstgießerei Rolf Kayser, Düsseldorf.

Foto 3 und 4

Gereon Krebber: Limp, 2016. Ansicht Stehende.

 

Randdaten:

Gereon Krebber: Limp, 2016

Bronze, zweiteilig

Teil 1 stehend auf Terrasse, H: 4,3 m

Teil 2 liegend auf Freitreppe, L: 4,5 m

Auftrag des Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Dortmund

für Gesundheitscampus NRW, Hochschule für Gesundheit, Bochum

Architekten: léonwohlhage, Berlin

Pressesprecher Dortmund

Bei Presse- und Bürgeranfragen wenden Sie sich bitte an:

Jörg Fallmeier
Joerg Fallmeier
Tel.: +49 231 99535-250

 
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