Presseinfo vom 30.05.2016

Auftakt für Bau eines neuen Patientengebäudes

Spatenstich für 69-Betten-Haus im LWL-Zentrum für Forensische Psychiatrie Lippstadt

Lippstadt (lwl). Mit dem ersten Spatenstich haben am Montag (30.5.) die Arbeiten für den 69-Betten-Neubau des Landes NRW auf dem Gelände des LWL-Zentrums für Forensische Psychiatrie Lippstadt (Kreis Soest) begonnen. NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens und Matthias Löb, der Direktor des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL), sowie der Landesbeauftragte für den Maßregelvollzug NRW, Uwe Dönisch-Seidel, und die Geschäftsführerin des BLB NRW Gabriele Willems gaben auf dem Baufeld das Startsignal für das Projekt.

NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens: „Der Neubau ist ein wichtiger Schritt, um die Situation sowohl für die Patientinnen und Patienten als auch für die Beschäftigten in der Klinik zu verbessern. Gleichzeitig werden damit in Lippstadt-Eickelborn Forderungen nach einer Unterbringung aller Patientinnen und Patienten innerhalb des Sicherheitszauns erfüllt. Wir schaffen in diesem Neubau zeitgemäße Bedingungen, die auch in Zukunft einen qualitativ hochwertigen Maßregelvollzug in der Klinik ermöglichen. Die Verbesserung der Unterbringungsstandards insgesamt im Maßregelvollzug in Nordrhein-Westfalen gehört zu den wichtigen Aufgaben des Landes.“

LWL-Direktor Matthias Löb bedankte sich in seiner Rede für das Vertrauen der Bürger Eickelborns, das sie der Betriebsleitung und dem LWL entgegenbringen. „Eickelborn ist das leuchtende Gegenbeispiel zu den Diskussionen und Protesten an anderen noch in Planung befindlichen Standorten“, so Löb. „Der entstandene Rückhalt ist auch das Ergebnis eines transparenten und offenen Umgangs zwischen den Bürgern, der Stadt und der Klinik – sei es im Beirat, der Sicherheitspartnerschaft oder im täglichen Miteinander.“

Damit sind auch die Zielsetzungen umrissen, die der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW beim Bau des neuen Patientengebäudes verfolgt. BLB NRW-Geschäftsführerin Gabriele Willems: „Mit diesem Gebäude werden wir sowohl die nötigen Sicherheitsaspekte umsetzen als auch die baulichen Voraussetzungen schaffen, damit die Patientinnen und Patienten gut untergebracht und therapiert werden können.“

Das neue Patientengebäude entsteht im südwestlichen Zipfel des Klinikgeländes mit 69 Einzelzimmern auf drei Etagen. Die drei baugleichen Stationen werden aus jeweils zwei Wohngruppen mit elf, beziehungsweise zwölf Patientenzimmern bestehen. Jede Station wird über einen sogenannten Intensivbetreuungsraum verfügen, in dem Patienten in psychischen Krisen separat behandelt werden können.

Der Neubau ist Ersatz für das älteste forensisch-psychiatrische Klinikgebäude in Westfalen – das Haus 44, das sich außerhalb der Zaunanlage des Hauptgeländes befindet. Mit dem Umzug der dort rund 60 untergebrachten Patienten in das neue Gebäude wird der gesamte forensisch-psychiatrische Bereich künftig im Sicherheitsgelände des LWL-Zentrums für Forensische Psychiatrie Lippstadt integriert sein.  Dafür entsteht um das Gebäude ein 200 Meter langer Plexiglaszaun, der an die bereits bestehende 5,50 Meter hohe Zaunanlage angeschlossen wird.

Mit der Realisierung des Neubaus soll die Zahl der Eickelborner Patienten auf 335 begrenzt werden. Darauf hatten sich das Land, der LWL und die Stadt Lippstadt 2013 verständigt.

Nach derzeitigem Planungsstand kann das Gebäude mit 69 Therapieplätzen für die Behandlung psychisch kranker Straftäter im Frühjahr 2018 in Betrieb genommen werden.

Das LWL-Zentrum für Forensische Psychiatrie Lippstadt ist eine Fachklinik für die Therapie und Sicherung von psychisch kranken und suchtkranken Straftätern mit derzeit rund 325 stationären Patienten. Dort sind rund 410 Mitarbeiter in unterschiedlichen Berufsgruppen beschäftigt.

Pressesprecher Dortmund

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