Presseinfo vom 09.05.2016

Münster: Ein Haus für die Nanowissenschaft - Ministerin Schulze feiert Richtfest für das „Center for Soft Nanoscience“

Im Beisein von NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze, MdL, hat der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW heute das Richtfest für ein neues Forschungsgebäude der Universität Münster gefeiert: Im Center for Soft Nanoscience (SoN) sollen künftig rund 140 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Physik, Chemie, Biologie, Pharmazie und Medizin gemeinsam an Nanomaterialien, wie z.B. Zellmembranen, forschen. Die Kosten für Bau, Ersteinrichtung und Forschungsgroßgeräte liegen bei rund 46 Millionen Euro. Bauherr ist der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW. Die Fertigstellung des Neubaus ist für Ende 2017 geplant.

„Es ist kein Zufall, dass eine innovative Einrichtung wie das Center for Soft Nanoscience gerade hier in Münster entsteht. Denn Münster ist unverkennbar eine Stadt der Wissenschaft. Nicht nur als Münsteranerin bin ich stolz auf die vielen Projekte, mit denen Münster weit über unsere Landesgrenzen hinaus strahlt. Diese Arbeit ist wichtig und wertvoll. Für Münster, aber auch für ganz NRW“, sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.

Der Entwurf für das Gebäude stammt vom Büro Kresings aus Münster und sieht ein rechteckiges, dreigeschossiges Gebäude vor. Auf knapp 8.000 Quadratmetern Gesamtfläche bietet es genügend Raum für technisch anspruchsvolle Lehre und Forschung. In einem „Reinraum“ können beispielsweise Untersuchungen in vollkommen reiner, partikelfreier Luft durchgeführt werden. Weitere Speziallabore erlauben Versuche in einem thermisch regulierten Umfeld. Die technischen Anlagen dafür werden im Keller und in einem zurückgesetzten Technikgeschoss auf dem Dach des Gebäudes installiert. Spezielle Fundamente minimieren störende Schwingungen im Gebäude, um die Ergebnisse der hochsensiblen Messinstrumente nicht zu verfälschen.

„Die markant abgeschrägte Front an der Südseite verleiht dem Gebäude eine gewisse Dynamik. Die klare Struktur der Fassade und die Materialien spiegeln die technische Funktion des Gebäudes wider“, erklärte Markus Vieth, Leiter der Niederlassung Münster des BLB NRW.

Das Center for Soft Nanoscience entsteht an der Busso-Peus-Straße in unmittelbarer Nachbarschaft zum Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin, dem Nano-Bioanalytik-Zentrum Münster und dem Centrum für Nanotechnologie (CeNTech). Aufbauend auf die Nanoforschungen sollen synthetische und steuerbare Materialien entwickelt werden, die beispielsweise in der Medizin Anwendung finden: so können weiche Nanomaterialien die Haltbarkeit und Verträglichkeit von Implantaten oder die Regeneration von geschädigten Organen verbessern. Auch im Bereich der Daten- und Energiespeicherung verspricht die Nanoforschung am SoN Fortschritte.

„Der Neubau mit seiner hochmodernen Infrastruktur ergänzt nicht nur hervorragend die bestehenden Einrichtungen in unserem Wissenschaftspark wie das Centrum für Nanotechnologie (CeNTech) oder das Nanobioanalytik-Zentrum. Das Gebäude wird auch das Kernstück interdisziplinärer Forschungsaktivitäten in der Nanotechnologie und in den Materialwissenschaften sein, die sich als sehr starke Bereiche zwischen den Disziplinen Physik, Chemie und Biologie entwickelt haben. Hier können unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Natur- und Lebenswissenschaften künftig unter einem Dach noch interaktiver wegweisende Forschung betreiben“, unterstrich Prof. Dr. Stephan Ludwig, Forschungs-Prorektor der Universität Münster.

In einem mehrstufigen Verfahren hatte der Wissenschaftsrat der Bundesrepublik im Jahre 2013 den interdisziplinären Forschungsansatz der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Münster als besonders förderungsfähig befunden und daher die Einrichtung eines eigenen Forschungsbaus mit dieser Zielsetzung empfohlen.

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