Presseinfo vom 22.01.2016

Uni-Modernisierung: Die ersten 5.000 Quadratmeter sind schadstofffrei

Das Hauptgebäude der Universität Bielefeld ist mittlerweile mehr als 40 Jahre alt und wird in sechs Bauabschnitten durch den Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) modernisiert. Im Jahr 2014 begannen die Arbeiten an dem ersten Bauabschnitt (1. BA) mit dem Ziel, attraktive und moderne Räumlichkeiten für Forschung und Lehre zu errichten. Um mit der eigentlichen Modernisierung im 1. BA und dem Bau des geplanten Service Centers beginnen zu können, sind eine Reihe von aufwendigen Vorarbeiten notwendig, die nach jetziger Planung bis Ende 2016 abgeschlossen sein werden.

Beim Bau der Universität Bielefeld in den 1970er Jahren, wurden an zahlreichen Stellen Baustoffe verwendet, die PCB, Asbest oder Künstliche Mineralfasern enthalten. Heute wissen wir, dass von diesen Stoffen Gefahren für die Gesundheit ausgehen. Daher müssen diese Baustoffe zunächst durch eine Spezialfirma entfernt und fachgerecht entsorgt werden.

Insgesamt umfasst der 1. BA die Bauteile A, B, K, S und R mit einer Bruttogeschossfläche von rund 60.000 Quadratmetern. In diesem Bereich befinden sich auch die ehemalige Mensa und Teile der Universitätsbibliothek, die in das neue Gebäude „X“ umgezogen sind. „Die Schadstoffsanierung und Entkernung des Gebäudes ist bisher auf etwa 5.000 Quadratmetern erfolgreich abgeschlossen“, sagt Architektin Silke Wehmeier. Wehmeier ist beim BLB die Projektverantwortliche für die Bauausführung der Schadstoffsanierung.

Die Schadstoffe wurden an verschiedenen Stellen im Universitätshauptgebäude verbaut, z.B. in Türzargen, in Dichtungsmitteln oder auf tragenden Teilen der Gebäudestruktur. Im normalen Betrieb stellen diese Schadstoffe für die Nutzer des Gebäudes jedoch keine Gefährdung dar, da sie hinter Verkleidungen eingeschlossen oder in anderen Baustoffen gebunden sind und man mit ihnen keinen direkten Kontakt hat. Zur Entfernung dieser Schadstoffe müssen jedoch Verkleidungen abgenommen und schadstoffbelastete Baustoffe mechanisch entfernt werden. „Damit bei diesen Arbeiten keine Schadstoffe in die Umwelt gelangen, werden sogenannte „Schwarzbereiche“ eingerichtet“, erläutert Wehmeier. Unter einem „Schwarzbereich“ versteht man einen durch Folien und Abschottungen abgetrennten Sanierungsbereich, in dem ein Unterdruck erzeugt wird, so dass im Inneren freigesetzte Stoffe nicht nach außen gelangen können. Zugang zum Schwarzbereich erhält man über spezielle Schleusen, die sowohl für Personen und Arbeitsmaterialien aber auch für die Abfälle vorhanden sind. „Natürlich müssen auch die Arbeitskräfte im Inneren eine persönliche Schutzausrüstung aus Atemmasken und Einweganzügen tragen“, ergänzt Wehmeier.

Neben den laufenden Arbeiten auf der Baustelle sind die Planer des BLB, sowie weitere Planungsbüros und Fachplaner in der Endphase mit der Entwurfsplanung beschäftigt. Bereits im Dezember 2015 wurde der Zustimmungsantrag nach §80 Landesbauordnung (vergleichbar mit einer Baugenehmigung) bei der Bezirksregierung Detmold eingereicht. „Wir gehen derzeit davon aus, dass wir im Frühjahr 2016 die Zustimmung für die geplanten Modernisierung durch die Bezirksregierung erhalten und können danach mit der Ausführungsplanung beginnen“, erläutert BLB-Pressesprecher Carsten Pilz.

Erst wenn alle Arbeiten mit der Entfernung der Schadstoffe erledigt sind, die Planungen für die Modernisierung beendet und alle notwendigen Genehmigungen erteilt wurden, kann die eigentliche Modernisierung des Universitätshauptgebäudes und der geplante Neubau des Service Centers beginnen. „Wir haben mit diesem 1. BA eine sehr komplizierte Aufgabe zu bewältigen, die eine entsprechend genaue und lange Vorbereitungs- und Planungsphase benötigt“, so Pilz. Dieser 1. BA ist komplizierter, größer und aufwendiger als die folgenden Bauabschnitte und wird daher auch deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen. „Erst nach Abschluss der Planungen, werden wir in der Lage sein, genaue Informationen über den weiteren Zeitplan und die Kosten des Bauprojektes zu geben“, ergänzt Pilz.

 

Zahlen und Fakten

Flächen:

1. BA:      rund 60.000 m² Bruttogeschossfläche

Schadstoffsanierung abgeschlossen: bisher etwa 10% (ca. 6.000 m²)

 

Zeiten (nach bisherigem Planungsstand):

Herbst 2014 - Mitte 2015 Einrichten der Baustelle

    Errichtung der Baustellenabtrennung

    Technische Abtrennung des 1. BA vom Universitätsbetrieb

Seit Mitte 2015  Schadstoffsanierung und Entkernung im 1. BA

Dez. 2015  Zustimmungsantrag nach §80 BauO NRW bei Bezirksregierung Detmold eingereicht

 

Weiterer geplanter Ablauf

Frühjahr 2016 Zustimmung § 80 BauO NRW

anschließend Ausführungsplanung (Leistungsphase 5)

anschließend Genehmigung Verwaltungsrat BLB (fundierte Kosten- und Teminplanung)

anschließend Vergabe der Bauleistungen

anschließend Bauausführung

 

Pressesprecher Bielefeld

Bei Presse- und Bürgeranfragen wenden Sie sich bitte an:

Carsten Pilz
Carsten Pilz
Tel.: +49 521 520 49 274

 
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