Presseinfo vom 10.09.2015

Land- und Amtsgericht Duisburg am

Land- und Amtsgericht werden gemeinsam mit dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) am Montag, 14. September 2015 um 13:00 Uhr den Abschluss der Grundsanierungsarbeiten mit den Bediensteten aus dem Hause im Beisein von NRW Justizminister Thomas Kutschaty sowie Oberbürgermeister Sören Link feierlich unterstreichen

Die Einzelheiten zur Veranstaltung und Film-/Foto-Akkreditierung ergeben sich aus der heutigen Presseerklärung des Landgerichts Duisburg. Nach gut sieben Jahren hat der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) im Rahmen seiner Eigentümerverantwortung die große Grundinstandsetzung am denkmalgeschützten Land- und Amtsgericht in Duisburg in Höhe von rund 10 Millionen Euro abgeschlossen. Damit wurden die bewilligten Geldmittel von rund 13 Millionen Euro deutlich unterschritten.

Die Maßnahmen umfassten nicht nur eine aufwendige Instandsetzung der Fassaden, Dächer und Höfe, auch Fensterbereiche wurden nach aktuellen Sicherheitsanforderungen erneuert. Anschließend folgten Sanierungsarbeiten im Gebäudeinneren. Der Brandschutz wurde auf den neuesten Stand gebracht, die Elektroinstallationen überholt, Fußböden erneuert, Türen, Türrahmen und Türbeschläge sowie Geländer restauriert. Insgesamt wurden 26 Kilometer Starkstrom-, Fernmelde- und Datenkabel verarbeitet, außerdem 440 Wand und Deckenleuchten angebracht.

Dieses umfassende und anspruchsvolle Projekt wurde in 46 Bauabschnitten bei laufendem Betrieb und in enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde durchgeführt. Die Bediensteten mussten während der Arbeiten abschnittweise im 14-tägigen Wechsel  in bereitgestellte Bürocontainer auf dem Justizgelände umziehen.

Mit den Planungen für das Projekt starteten die Duisburger BLB-Mitarbeiter ab 2008. Insgesamt wurden rund 100 verschiedene Aufträge ausgeschrieben und an über sechzig Firmen vergeben. Unterstützt wurden sie dabei vom Architekturbüro Dorn und Overbeck aus Kaarst, das den Auftrag für die Planung und Durchführung erhalten hat.

Fassade

Besonders anspruchsvoll war das Projekt, da bei dem alten Gerichtsgebäude die Vorgaben des Denkmalschutzes zu berücksichtigen waren. Zudem besteht das Gebäude, das in seiner Geschichte durch Anbauten erweitert wurde, aus zwei Gebäudeteilen mit unterschiedlicher Fassade. Es galt dabei, Spezialfirmen zu finden, die sich mit den besonderen Anforderungen des jeweiligen Fassadentyps auskennen.

Die Fassade des älteren, an der Königstraße gelegenen Gebäudeteils, besteht zu großen Teilen aus Ziegelstein. Der Sockelbereich, also der unterste Fassadenbereich, wurde aus geschliffener Basaltlava gefertigt. Für das Eingangsportal, das Dachgesims sowie die Gurtgesimse – waagerecht umlaufende Fassadenelemente, die das Gebäude optisch in Stockwerke gliedern – wurde Sandstein verwendet.

Der jüngere und größere Gebäudeteil, der zum König-Heinrich-Platz ausgerichtet ist, besteht neben verputzten Teilen ebenfalls aus einem Basalt-Sockel sowie aus Sandstein an den Fenster- und Türgewänden und im Portalbereich.

Pressesprecherin Duisburg

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Liane Gerardi
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