Presseinfo vom 19.08.2015

Richtfest für den Neubau für Organische Chemie und Biochemie der Universität Münster

Ein Jahr nach dem Beginn der Bauarbeiten wurde im Beisein von NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze der Richtkranz über dem Ersatzneubau für die Institute für Organische Chemie und Biochemie (OCBC) aufgezogen. Das Bauprojekt wird durch den Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) für die Westfälische Wilhelms-Universität (WWU) Münster realisiert und voraussichtlich im Sommer 2016 abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten von über 50 Millionen Euro werden aus dem Hoch-schulmodernisierungsprogramm des Landes für dringend anstehende Neubau- und Sanierungsmaßnahmen und vom BLB NRW finanziert. Diese umfassen Bauprojektkosten von rund 47 Millionen Euro und die Mittel für die Ersteinrichtung.

„Erstklassige wissenschaftliche Arbeit, wie sie hier in Münster geleistet wird, erfordert gute Rahmenbedingungen. Vom Land werden deshalb über 50 Millionen Euro in diesen Neubau und die Ersteinrichtung investiert. Eine Investition in die Forschungsinfrastruktur ist eine Zukunftsinvestition. Ich freue mich, dass die beiden Institute des Fachbereichs Chemie in Münster bald wieder über modernste Laborräume verfügen“, sagte Ministerin Schulze.

Der Neubau an der Corrensstraße ist sichtbar in die Höhe gewachsen: Der Rohbau ist fertig. Bald werden die Fenster eingesetzt und die Fassade montiert, parallel beginnt auch bereits der Innenausbau. „Auf dieser Baustelle wurde in den vergangenen Monaten viel geleistet“, so Markus Vieth, Leiter der Niederlassung Münster des BLB NRW. „Bislang wurden 11.500 Kubikmeter Beton und 1.500 Tonnen Betonstahl verbaut. Wir sind zuversichtlich, dass wir den Zeitplan weiterhin einhalten und das neue Gebäude in einem Jahr an die Universität übergeben können.“

Entworfen wurde der Neubau von der Arbeitsgemeinschaft Heupel/ARUP aus Münster. Das siebengeschossige riegelförmige Gebäude wird hauptsächlich Labore beherbergen. Büroräume werden in einem kleinen quadratischen Anbau an der Ostseite des Gebäudes untergebracht. Die Fassade wird durch horizontale Fensterbänder und einen hellen Putz klar strukturiert und so die technische Funktion des Neubaus als Laborgebäude widerspiegeln. Nach seiner Fertigstellung wird der Neubau auf knapp 15.000 Quadratmetern viel Platz für Forschung und Lehre bieten.

Das neue Gebäude wird die benachbarten, zum Ring hin gelegenen Institutsgebäude ersetzen, die diese beiden Disziplinen der Chemie bislang noch beherbergen. Sie sind in die Jahre gekommen und müssten umfassend saniert werden, was aus wirtschaftlichen Gründen nicht in Betracht kommt. Der Neubau ist aber nicht nur wirtschaftlich die bessere Lösung. „Die gemeinsame Unterbringung der Organischen Chemie und der Biochemie in einem Gebäude fördert auch die Zusammenarbeit der Fächer und erhöht gewiss die Freude am Forschen“, betonte WWU-Rektorin Prof. Dr. Ursula Nelles.

Pressesprecherin Münster

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