Presseinfo vom 01.04.2015

Das große Puzzeln hat begonnen

Ein Waldarbeiterhaus aus Bergisch-Gladbach wurde in seine Einzelteile zerlegt, sortiert, nummeriert und nach Lindlar gebracht. Im dortigen Freilichtmuseum wird das Gebäude nun Schritt für Schritt wieder zusammengesetzt.

Schon Ende 2013 hatten der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) und der Landschaftsverband Rheinland (LVR) einen Vertrag geschlossen, um das Forsthaus Broichen ins

Freilichtmuseum Lindlar zu translozieren – so nennt sich die Versetzung von Gebäuden im Fachjargon. Aus Rücksichtnahme auf eine Fledermauskolonie, die das Häuschen als Sommerquartier nutzte, begannen die Zerlegungsarbeiten erst im

November 2014. Gewissenhaft nummerierte, katalogisierte und stapelte eine Zimmerei die Einzelteile des Gebäudes, um sie anschließend nach Lindlar zu bringen. Seit dem März wird das Gebäude nun häppchenweise wieder zusammengesetzt. Das große Puzzeln hat begonnen.

Gäbe es das Freilichtmuseum Lindlar nicht, hätte das Waldarbeiterhäuschen wohl weichen müssen. Denn für den Eigentümer des Häuschens, den Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW), war das Gebäude schon lange ein Kuriosum in seinem Immobilienbestand. „Das Haus wurde für die Forstwirtschaft des Landes nicht mehr benötigt“, erklärt Dietlind Simon, zuständige Objektmanagerin der Kölner BLB NRW Niederlassung. „Und deshalb sollte es abgerissen werden, damit neue Bäume gepflanzt werden können“, so Simon.

„Die optimale Lösung gefunden“

Dem ehemaligen Förster, der das Häuschen ohne Heizung und asphaltierte Zufahrt mit seiner Familie bewohnte, hatte der BLB NRW schon gekündigt. Doch statt das Gebäude abreißen zu müssen, ergab sich dann eine bessere Lösung für den BLB NRW. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) bekundete sein Interesse an dem Holzbau. Das Forsthaus war ursprünglich in Steinausführung geplant, wurde dann aber 1933 komplett aus Eichenholz gebaut. Zudem handelt es sich bei dem Gebäude um einen Blockbohlenbau. Die Holzbohlen, aus denen das Haus besteht, sind an den Kanten lediglich ineinandergesteckt.

Optimale Voraussetzungen, um das Haus unbeschadet zerlegen und an einem neuen Standort wieder aufbauen zu können. „Auch für uns ist das eine optimale Lösung“, erklärt Frank Buch, Sprecher der Kölner BLB-Niederlassung. „So können wir gleichzeitig dieses tolle Gebäude erhalten und unserem Auftrag nachkommen, das Grundstück für die Aufforstung freizumachen“.

Holzhaus stammt aus dem Königsforst

Ursprünglich stand das Waldarbeiterhäuschen nahe der Ortschaft Broichen in Bergisch-Gladbach. Der dortige Wald ist Teil des Königsforstes, eines rund zweieinhalb tausend Hektar großen Waldgebiets östlich von Köln. Beim BLB NRW wurde das Haus lange Zeit zusammen mit zwei weiteren Forstgebäuden in Broichen als sogenannte „Wirtschaftseinheit“ gemeinsam bewirtschaftet. Schon vor einigen Jahren hat der BLB NRW die Gebäude aber wirtschaftlich voneinander getrennt. So konnte eines der beiden übrigen Gebäude – ein Wohnhaus – bereits vor einigen Jahren verkauft werden.

 

Pressesprecher Köln

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