Presseinfo vom 04.04.2014

Bau des Hörsaalzentrums Claßenstraße geht weiter

Vergabekammer hat über Nachprüfungsverfahren entschieden.

Aachen. Vor wenigen Tagen hat die Vergabekammer bei der Bezirksregierung Köln über die Vergabe eines der Schlüsselgewerke beim Bau des neuen Hörsaalzentrums für die RWTH Aachen an der Claßenstraße entschieden. Durch Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens war der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) als Bauherr seit Frühjahr letzten Jahres gehindert, den Zuschlag auf das Gewerk Raumlufttechnik zu erteilen. Aufgrund der ungewöhnlich langen Verfahrensdauer ruhten daher seit Frühjahr letzten Jahres die Arbeiten mehr oder weniger.

Mit der Entscheidung durch die Kammer und nach Ablauf der Beschwerdefristen ist der Weg zur Beauftragung des Gewerkes jetzt frei. Ein weiteres Nachprüfungsverfahren im Gewerk Fassadenbekleidung hat sich ebenfalls mittlerweile erledigt. Nach Erteilung der Zuschläge treffen nunmehr beide beauftragte Unternehmen Vorbereitungen für die Aufnahme der Arbeiten. Ab sofort kann mit der Montageplanung begonnen werden. Sobald die Pläne vorliegen und zwischen den Gewerken koordiniert sind, können Material und Geräte bestellt werden. Wenn alles glatt läuft, wird in drei Monaten auf der Baustelle wieder gearbeitet.

Wie lange sich die Fertigstellung des Hörsaalzentrums letztendlich verschieben wird, kann erst nach Aufnahme der Arbeiten ermittelt werden. Entscheidend ist unter anderem die Frage, wann die Vergabekammer über den dritten noch offenen Nachprüfungsantrag beschließen wird. Die Beauftragung dieser Arbeiten muss in den nächsten Monaten erfolgen, soll der Bau wie geplant zügig fortschreiten. Ziel ist, das Hörsaalzentrum im Winter 2015/16 in Betrieb nehmen zu können. Über 4.000 Studierende der RWTH Aachen werden dort Platz finden. Rund 45 Millionen Euro aus dem Hochschulmodernisierungsprogramm des Landes investiert der BLB NRW in den mehrgeschossigen Neubau.

Hintergrundinformation über Nachprüfungsverfahren

Drei an unterschiedlichen Ausschreibungen beteiligte Bieter haben bei der zuständigen Vergabekammer ein so genanntes Nachprüfungsverfahren beantragt. Der öffentliche Auftraggeber – in diesem Fall der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW als Bauherr – ist dem Vergaberecht unterworfen. Dieses wird im Wesentlichen durch EU-Richtlinien, das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) und die Vergabeverordnungen (VOB u.a.) geprägt. Jeder Bieter hat danach bei einer Ausschreibung, deren Auftragssumme einen gewissen Schwellenwert überschreitet, das Recht, ein Nachprüfungsverfahren bei der zuständigen Vergabekammer zu beantragen. Bis zur Entscheidung der Kammer und dem Ablauf der Beschwerdefrist darf der Auftraggeber den Zuschlag nicht erteilen.

Pressesprecher Aachen

Bei Presse- und Bürgeranfragen wenden Sie sich bitte an:

Bernd Klass
Bernd Klass
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