Modernisierung, Sanierung und Erweiterung des Philosophikums für die Universität Münster

Das Philosophische Seminar der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) ist mit rund 1300 Studierenden eines der größten philosophischen Institute Deutschlands. Es ist Teil des Gebäudes am Domplatz 23, das als „Philosophikum“ verschiedene geisteswissenschaftliche Institute und Forschungseinrichtungen der WWU beherbergt - die Niederlassung Münster des BLB NRW hat das historische Gebäude zwischen 2013 und 2017 modernisiert und erweitert. Besonders aufwändig gestalteten die Beteiligten die Fassade. 

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Quelle: BLB NRW

Das griechische Wort Philosophie bedeutet wörtlich „Liebe zur Weisheit“. Mit viel Liebe zum Bauen hat sich die BLB NRW-Niederlassung Münster den Arbeiten am Philosophikum für die Universität Münster gewidmet: Hier entsteht mehr Platz zum Lernen, Lehren und Forschen, und das über 100 Jahre alte Gebäude am Domplatz im Herzen Münsters wird auf den aktuellen Stand der Technik und Energieeffizienz gebracht. Die Finanzierung der Baukosten von gut 20 Millionen Euro ermöglicht das Land NRW mit Hilfe des Hochschulmodernisierungsprogramms.


„Das Philosophikum ist eines der wichtigsten Bauprojekte der Universität, um die Infrastruktur für Lehre und Forschung weiter zu optimieren", betont die ehemalige WWU-Rektorin Prof. Dr. Ursula Nelles anlässlich des Richtfestes 2014.


Prof. Dr. Ursula Nelles, Rektorin der WWU bis 2016, hob mehrfach die Vorteile des erweiterten Philosophikums für den Universitätsbetrieb hervor: Das moderne und vergrößerte Gebäude biete die Chance, dass thematisch eng miteinander verbundene Wissenschaftler auch räumlich einander näher kommen – die gemeinsame Bibliothek sei dafür das beste Beispiel. In das sanierte Philosophikum werden zusätzlich zum Philosophischen Seminar auch Teile der Katholisch‐Theologischen Fakultät, das Institut für Kunstgeschichte, die Studiobühne des Germanistischen Instituts, die Leibniz‐Forschungsstelle und das Centrum für Bioethik einziehen. Insgesamt stehen den Studierenden und Wissenschaftlern fast 4.800 interdisziplinäre Quadratmeter zur Verfügung.

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Quelle: BLB NRW

Bauen zwischen Alt und Neu 


Der älteste Teil des früheren Ludgerianums stammt aus dem Jahr 1903; nach Zerstörungen im Krieg folgten verschiedene An- und Umbauten. Aufgrund dringend notwendiger Instandhaltungsarbeiten entschied sich der BLB NRW für eine komplette Entkernung und innere Neudefinition des Gebäudes.
Besonders sorgsam ging der BLB NRW mit der Hauptfassade in Richtung Domplatz um. Die unter Denkmalschutz stehende neugotische Frontseite wurde behutsam restauriert. Mit dem Fürstenberghaus zur Linken und dem Bischöflichen Hof zur Rechten bietet sich hier von der Mitte des Domplatzes aus ein architektonisch interessantes Zusammenspiel. 
Ganz neu geschaffen wurde der Anbau an der Süd- bzw. Längsseite des Philosophikums zwischen dem einstigen Gebäude und dem Fürstenberghaus. Die riegelförmige Erweiterung des Philosophikums umfasst 1.800 m² Nutzfläche auf vier Stockwerken. Hier finden Bibliotheks- und Büroräume ihren neuen Platz. Wer das erweiterte Universitätsgebäude betritt, erhält einen beeindruckenden Blick auf die offene Treppe, die sich über die vier Stockwerke im neu entstandenen Innenraum zwischen Neu- und Altbau erhebt.

Ausgeklügelte Fassade ist ein Hingucker

Der Ausgestaltung der Fassade des neuen Gebäuderiegels wurde besondere Aufmerksamkeit geschenkt: den für das Münsterland typischen roten Ziegelstein hat der Kölner Architekt Peter Böhm mit einem Gemisch aus Kalk, Zement und Mörtel geschlämmt. Entstanden ist eine helle, sandfarbene Fassade, die Bezug nimmt zu den umliegenden Gebäudefassaden und dem Philosophikum gleichzeitig einen eigenen und unverwechselbaren Charakter verleiht.


„Von innen wie von außen besticht das neue Philosophikum durch eine attraktive Gestaltung“, so Markus Vieth, Leiter der Niederlassung Münster des BLB NRW. 


Ein Gewinn für Münster ist auch die städtebaulich hochwertige Neugestaltung der Fläche zwischen Philosophikum und Fürstenberghaus, die bislang an einen Hinterhof erinnerte. Die großzügige, gut proportionierte und barrierefreie Platzgestaltung sorgt dafür, dass Münster in zentraler Innenstadtlage ein neues bauliches Highlight erhält.

Weitere Informationen zum Philosophischen Seminar

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Quelle: BLB NRW

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WWU Münster

Sie zählt zu den ältesten und größten Universitäten Deutschlands: die Westfälische Wilhelms-Universität Münster von 1780. Aktuell haben sich rund 44.000 Studierende für einen der 280 angebotenen Studiengänge eingeschrieben. Im sanierten Philosophikum werden rund 2.000 Studentinnen und Studenten täglich ein- und ausgehen.

Zahlen und Fakten

  • Baubeginn: April 2013 (Tiefbauarbeiten und archäologische Untersuchungen)
  • Größe: 4.785 m²
  • Besonderheit: attraktive Verbindung von Neu- und Altbau
  • Kosten: rund 20 Millionen €
  • Fertigstellung: September 2017

 
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