Wissenschaftsstadt will wachsen – Hochschule erneuert für zukunftsfähigen Campus

Ersatzneubauten am Campus Deutz der TH Köln-Deutz

Wer heimische Fachkräfte sichern will, muss zunächst in ihre Ausbildung investieren. Einen Beitrag dazu leistet der BLB NRW im Auftrag des Landes mit den Ersatzneubauten für den Campus Deutz der Technischen Hochschule Köln. Für den BLB NRW gilt es, dafür eine gut sechs Fußballfelder große Fläche zu bearbeiten. Dieses großzügige Areal ist ein weiterer wichtiger Schritt für Köln, um sich als Wissenschaftsstadt weiterzuentwickeln.

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Foto: Hr. Andreas M. Sattler

Der aktuelle Gebäudekomplex der TH Köln am Standort Köln-Deutz setzt sich aus acht Gebäuden beziehungsweise Gebäudeteilen zusammen. Hierzu gehört das Hochhaus mit den angrenzenden Hallenbereichen und der Mensa, die Halle Nord, die Bibliothek sowie der sogenannte Altbau. „Das Gebäudeensemble aus den 1970er Jahren instand zu halten, wird von Jahr zu Jahr aufwendiger. Wir sind froh, dass wir nun endlich anfangen können“, sagt Prof. Dr. Rüdiger Küchler, Vizepräsident für Wirtschafts- und Personalverwaltung der TH Köln. Er spricht von der Rundumerneuerung des Deutzer Campus.

Auf dem Campus Deutz befinden sich unter anderem fünf ingenieurwissenschaftliche Fakultäten und das Institut für Technologie und Ressourcenmanagement in den Tropen und Subtropen. Ebenso sind hier zentrale Werkstätten, die Hochschulbibliothek, die Verwaltung, die Mensa und weitere zentrale Einrichtungen untergebracht. Das bereits sanierte Gebäude der Fakultäten Architektur, Bauingenieurwesen und Umwelttechnik (der sogenannte Altbau) und das Gebäude der Hochschulbibliothek sollen erhalten bleiben, die bestehenden Hallen und das Hochhaus sollen abschnittweise abgerissen und durch mehrere Neubauten ersetzt werden.

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Quelle: Kister Scheithauer Gross / Loidl Architektur

Architekturwettbewerb

Voraussichtlich 2018 wird die Niederlassung Köln des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW die Architektenwettbewerbe ausloben – als Start der Planung für die erste Bauphase. In dieser Phase sollen ein Hörsaal-Zentrum, der Bau eines Gebäudes mit Fakultätsflächen sowie ein Parkhaus einschließlich Infrastrukturmaßnahmen realisiert werden. Für zwei weitere Bauphasen sind weitere Institutsgebäude, ein zweites Parkhaus, eine Mensa sowie Infrastrukturmaßnahmen geplant.

 

„Wir freuen uns, dass dieses bedeutsame Großprojekt nun Fahrt aufnimmt. Wir blicken erwartungsvoll auf eine herausfordernde Aufgabe, die uns alle gemeinsam viele Jahre beschäftigen wird. Im Ergebnis wird der TH Köln technisch und baulich eine zeitgemäße Infrastruktur zur Verfügung gestellt“, sagt Dr. Martin Brans, Leiter der Niederlassung Köln des Bau- und Liegenschaftsbetriebes NRW. 

 

Herkulesaufgabe

Eine der größten Aufgaben ist das Bauen bei laufendem Lehr- und Forschungsbetrieb. 8.300 Männer und Frauen studieren am Campus Deutz, hinzu kommen gut 800 Beschäftigte. Insgesamt zählt die Technische Hochschule Köln 21.500 Studierende und gut 420 Lehrende, die in einem der rund 70 Studiengänge lehren oder lernen. Um den laufenden Betrieb nicht zu stören, ziehen die Hochschulangehörigen nach und nach aus den alten in die neuen Gebäude – Baufirmen reißen die alten Gebäude schrittweise ab.

Um die Wissenschaftsstadt Köln weiterzuentwickeln, wird der Deutzer Campus als eine sofort erkennbare Einheit gestaltet. Dafür baut der BLB NRW Köln die Fakultätsgebäude um eine große Freifläche herum. Aus dem bisher isolierten Standort Deutz wollen die Beteiligten einen lebendigen barrierefreien Campus machen, auf dem sich Hochschulbesucher gerne aufhalten. Damit die Öffentlichkeit den Campus besser wahrnimmt, sieht die Planung vor, das Gelände mit der Umgebung zu verknüpfen. Alle baulichen Maßnahmen sollen sich der bisherigen städtischen Bebauung, einer Blockstruktur, fügen. Durch die neue Wegegestaltung sorgt der BLB NRW Köln dafür, dass sich der Campus der Stadt optisch öffnet. Von den Maßnahmen erhofft sich die TH Köln eine Imagestärkung und positive Effekte für die Deutzer Wirtschaft.

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Masterplan TH Köln - Teilneubau Ingenieurwissenschaftliches Zentrum, Quelle: Kister Scheithauer Gross / Loidl Architektur

Land fördert Fachkräfte

Für die Neubauten und den Kauf von drei Grundstücken (der ehemaligen Feuerwache, der Kölner Abfallwirtschaft und des Sozialhauses an der Gießener Straße) stellt das Land NRW einen Anteil von rund 280 Millionen Euro bereit. Die Vereinbarung dazu wurde im Herbst 2016 unterzeichnet. Mit dem Ersatzneubau des Campus Deutz geht das letzte Projekt an den Start, das im Zuge des Hochschulmodernisierungsprogramms (HMoP) des Landes NRW 2009 vereinbart wurde. Allerdings gehen die geplanten Erneuerungen über das hinaus, was im Rahmen des HMoP ursprünglich vereinbart wurde. Daher sehen die Projektverträge zum Campus Deutz vor, dass ein Teil der Baumaßnahmen über eine Anschlussfinanzierung zu decken ist.

Das Ziel der Investitionen ist es, den Bedarf an Räumen, neuer Technik und flexiblen Nutzungsmöglichkeiten umzusetzen. Beste Aussichten also für einen zukunftsfähigen Campus und eine Region, in der zukünftige Fachkräfte beste Lernbedingungen vorfinden.

 

 

TH Köln

Sie ist die größte Hochschule für angewandte Wissenschaften in Deutschland: die Technische Hochschule Köln mit den Standorten Köln (Südstadt), Köln-Deutz, Gummersbach und Leverkusen. 80 Prozent der Studierenden kommen aus der Region und dem Umfeld. Die Absolventen bleiben in der Regel in der Heimat und stehen so den dortigen Unternehmen als Fachkräfte zur Verfügung.

Zahlen und Fakten

  • ca. 47.000 m² ist der Bedarf des umzusetzenden Raum- und Funktionsprogramms der TH Köln
  • Ab ca. 2007: bauliche und strukturelle Analysen des Gebäudebestandes und alternative Betrachtungen durch den BLB NRW im Rahmen der Hochschulstandort-entwicklungsplanung (HSEP)  der TH Köln
  • 2011: Entscheidung Ressort zum Ersatzneubau Standort Deutz
  • 2012: Entscheidung städtebaulicher freiräumlicher Wettbewerb
  • 2014: Beschluss Rat der Stadt Köln zum Masterplan
  • 2016: Unterzeichnung HMoP Vereinbarung und Erwerb der erforderlichen Grundstücke durch das Land
  • 2018: Start der Verfahren zur Planung für die erste Bauphase (Sachstand Juli)
  • Studierende an der TH Köln: 21 500
  • Lehrkräfte an der TH Köln: rund 420
  • Studiengänge der TH Köln: rund 70
  • Fakultäten der TH Köln: elf, fünf davon gehören den Ingenieurwissenschaften an

 
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