Herausragender Bau für Europas größte Sporthochschule

Bestandsgebäude der Sporthochschule Köln wird saniert; Neubau geschaffen

SpoHo Nawi-Medi: Hinter der saloppen Abkürzung verbirgt sich ein imposanter Neubau. Zu dem Projekt gehört auch die anschließende, nachhaltige Sanierung des Institutsgebäudes (IG) I der Sporthochschule Köln. 8.300 zusätzliche Quadratmeter e schafft der BLB NRW so für Studium und Lehre. Sowohl der Neubau als auch die Kernsanierung des Bestandsgebäudes finanzieren sich durch das Hochschulmodernisierungsprogramm. Während sich die Kosten der Sanierung ausschließlich darüber decken, refinanziert der BLB NRW den Neubau zusätzlich über Mieteinnahmen.

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Im Äußeren Grüngürtel Kölns ist sie gelegen, umgeben von Bäumen und Wiesen, unweit eines Weihers: Die Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS) ist ein kleines Idyll in der grünen Lunge der Stadt, doch Provinzialität kann man der SpoHo wahrlich nicht nachsagen: In direkter Nachbarschaft zu bedeutenden Sporteinrichtungen wie dem Rhein-Energie-Stadion oder dem Radstadion setzt die europaweit größte Hochschule ihrer Art immer wieder Impulse in der internationalen Sportforschung.


SpoHo: Neubau ebnet Weg für Sanierung

Mit zwei zusammenhängenden Baumaßnahmen sorgt der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) derzeit dafür, dass die Hochschule auch künftig über moderne Bedingungen und ausreichende Räumlichkeiten verfügt, um Spitzenforschung betreiben zu können. Bis Ende des zweiten Quartals 2017 errichtet der BLB NRW ein neues Gebäude, das Naturwissenschaftlich-Medizinische Institut (Nawi-Medi). Hier werden zahlreiche Institute und ein An-Institut für Dopinganalytik einziehen, die bis dahin im Institutsgebäude 1 (IG 1) untergebracht waren. Das IG 1 wird anschließend vom BLB NRW umfassend kernsaniert.


Nawi-Medi: Energiebilanz und Obergeschosse „hervorragend“

Angrenzend an Radstadion und Wohnturm ist die spektakuläre Kontur des Nawi-Medi bereits fertiggestellt, während die allerletzten Innenausbauten auf Hochtouren laufen. Bei dem langgestreckten Baukörper sitzen den gekrümmten unteren Stockwerken zwei geradlinig verlaufende obere Stockwerke auf. Sie stehen am Gebäudeende über und akzentuieren so den Eingang zum Neubau. Mit diesem Entwurf hatte sich 2009 das Aachener Architekturbüro kadawittfeldarchitektur in einem Wettbewerb gegenüber der internationalen Konkurrenz durchgesetzt. Insgesamt ca. 8.300 Quadratmeter Nutzfläche stehen den Sportwissenschaftlern und -studierenden im neuen Nawi-Medi auf fünf Geschossen und zwei Untergeschossen für Forschungs-, Verwaltungs- und Laboreinheiten zur Verfügung.


Der Forschungsneubau wird energetisch durch ein Blockheizkraftwerk (BHKW) versorgt. Die dabei entstehende Abwärme wird zudem über eine Absorptionskältemaschine (AKM) zur Gebäudeklimatisierung genutzt. Mit dieser Art der technischen Energiegewinnung und -umwandlung wird der Schadstoffausstoß enorm reduziert: bis zu 650 Tonnen weniger Kohlenstoffdioxid pro Jahr werden im Vergleich zur konventionellen Energieerzeugung in dem Gebäude verbraucht. Damit liegt der Primärenergiebedarf rund 22 Prozent unter dem geforderten Wert aus der EnEV 2009 (Energieeinsparverordnung für Gebäude).


Institutsgebäude 1: das Herzstück des Campus wird saniert

Nach Umzug in das fertige Nawi-Medi sollen die Sanierungsarbeiten am Institutsgebäude 1 beginnen. Das 12-geschossige Hochhaus (plus zwei Untergeschosse) ist von zentraler Bedeutung für den Campus, denn seine technischen Anlagen versorgen die benachbarte Nordhalle und die Zentralbibliothek mit. Zu den Sanierungsarbeiten wird auch eine umfangreiche Schadstoffsanierung gehören sowie Baumaßnahmen, die sicherstellen, dass aktuelle gesetzliche Anforderungen im Brandschutz und der Erdbebensicherheit erfüllt werden. Insbesondere der Rückbau der Fassade, in der Asbest verbaut wurde, stellt Planer und ausführende Firmen vor Herausforderungen. Nach Abschluss der Arbeiten wird das IG 1 moderne Räumlichkeiten für institutsnahe Verwaltung sowie zeitgemäße Seminarräume und studentische Arbeitsplätze bereithalten.


Zeitplan: Ist das Nawi-Medi fertig, soll die IG 1-Sanierung beginnen

Der Zeitplan des BLB NRW sieht vor, das Nawi-Medi bis Ende des zweiten Quartals 2017 an die Sporthochschule Köln zu übergeben. Verzögerungen im Planungs- und Bauablauf gab es mehrfach. Proteste gegen die erforderlichen Baumfällungen, Vergabebeschwerden bei der Beauftragung der Tiefbauarbeiten, eine Firmeninsolvenz und eine verschärfte Auslegung der Zulassung von Brandschutzklappen in Digestorien (Luftabzug) in chemischen Laboren führten zu Projektverzug, teilweisen Umplanungen und Kostenerhöhungen. Nach Freizug des Institutsgebäude 1 wird umgehend mit der mindestens zwei Jahre dauernden Sanierung begonnen.


Finanzierung und Kostenentwicklung

Die beiden Baumaßnahmen werden unterschiedlich finanziert. Das Nawi-Medi wird der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW über die zusätzlichen Mieteinnahmen refinanzieren, die er mit Beginn der Nutzung von der Sporthochschule Köln erhält. Zudem beteiligt sich die SpoHo mit einem Baukostenzuschuss direkt an der Finanzierung. Die Sanierung des IG 1 hingegen wird aus Mitteln des Hochschulmodernisierungsprogramm (HMOP) zusätzlich vom Land mitfinanziert.


Im März 2015 hat der Verwaltungsrat des BLB NRW eine Gesamtinvestitionssumme von 66,3 Millionen Euro für das Nawi-Medi genehmigt, darunter Bau- und Grundstückskosten von 49,6 Millionen (inkl. Risikovorsorge), Planungskosten von 11,5 Millionen und Finanzierungskosten (kalkulatorische Bauzeitzinsen) von 5,2 Millionen Euro. Gegenüber dem Planungsstand zum letzten Verwaltungsratsbeschluss aus dem Jahr 2012 stellt das eine Kostensteigerung von 11,2 Millionen Euro dar, die der BLB NRW aus eigenen Mitteln trägt. Ein Teil der Mehrkosten ist auf das geschilderte Thema „Brandschutzklappen für chemische Abluft“ zurückzuführen. Hier waren aufwendige Umplanungen, ein höherer Bauaufwand und eine längere Bauzeit die Folge. Ein weiterer großer Zeit- und Kostentreiber war die oben dargestellte Vergabebeschwerde. Die endgültigen Gesamtkosten können erst nach der Schlussrechnung benannt werden und noch einmal vom letzten Kostenstand abweichen.


Für die Sanierung des IG 1 werden gemäß der HMOP-Vereinbarung von 2009 rund 14 Millionen Euro aus dem Programm mitfinanziert. Eine spätere detaillierte Sanierungsplanung durch den vom BLB NRW beauftragten Generalplaner hat allerdings aufgezeigt, dass deutlich aufwändigere Arbeiten notwendig sind, z.B. da in der Fassade verbautes Asbest festgestellt wurde. Zudem leistet der BLB NRW auch weitere Sanierungsarbeiten, die über die HMOP-Vereinbarung hinausgehen. Bestandteil der aktuellen Sanierungsplanung sind die Sanierung aller Stockwerke, der Schadstoffe, der Fassaden sowie die statische Ertüchtigung für eine verbesserte Erdbebensicherheit. Aufgrund dieser umfangreichen und hochkomplexen Aufgaben geht der BLB NRW nach derzeitigem Stand (8/2015) von Gesamtkosten in Höhe von rund 30 Millionen Euro aus. Darin enthalten sind auch ein Risikovorsorgebudget und kalkulatorische Bauzeitzinsen sowie Umzugskosten. Den entsprechenden Investitionsantrag hat der Verwaltungsrat des BLB NRW im August 2015 genehmigt. Die Kosten werden anteilig – jedoch nicht zu gleichen Teilen – durch die Deutsche Sporthochschule Köln und den BLB NRW getragen.

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Das Nawi-Medi im Bau

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Treppenhaus | Bild: kwa

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Überstehende Obergeschosse

Sporthochschule Köln

Europaweit ist die 1947 gegründete Sporthochschule Köln die größte ihrer Art. Als Teil des Müngersdorfer Sportparks befindet sie sich nicht nur in der Nachbarschaft des Rhein-Energie-Stadions, sondern auch in der Nähe des Olympiastützpunktes Rheinland. Damit schafft die Hochschule beste Vernetzungsmöglichkeiten für ihre gut 6.000 Studierenden.

Nawi-Medi auf einen Blick

  • Mietfläche: 11.315 qm,
  • Stockwerke: 2 unteririsch, 5 oberirdisch
  • Baubeginn: Frühjahr 2013
  • Voraussichtliche Fertigstellung: 2. Quartal 2017
  • Verwaltungsrats-Budget inkl. Bauzeitzinsen und Risiko: 66,3 Mio. Euro*

Sanierung des IG 1 auf einen Blick

  • Mietfläche: 9.958 qm
  • Stockwerke: 2 unteririsch, 12 oberirdisch
  • Voraussichtlicher Baubeginn: Anfang 2017
  • Voraussichtliche Fertigstellung: 2019
  • Verwaltungsrats-Budget inkl. Bauzeitzinsen und Risiko: rund 30 Mio. Euro

Bildergalerie zum Nawi-Medi und IG1

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Weitere Informationen

Infoflyer zum Nawi-Medi

Zur Website der Sporthochschule

 
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