Alter Kern mit neuem Schmuck

Kernsanierung: Gebäude 23.21 der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

In den Jahren von 1955 bis 1975 kamen oftmals PCB-haltige Fugendichtungsmassen zum Einsatz. Vor allem bei Hochbauten, die in einer Betonskelettbauweise gebaut wurden. Hierzu gehört derzeit das Gebäude 23.21 auf dem Campus der Heinrich-Heine-Universität. Das ändert sich jetzt. Der BLB NRW saniert das Gebäude und lässt nur den alten Kern bestehen. Das ist nötig, um das Gebäude schadstofffrei zu bekommen. Nach aktuellem Planungsstand wird Ende 2020 das Gebäude in neuem Glanz erstrahlen. Dann kann auch hier wieder gelehrt und studiert werden.

HHU-KS-23-21-11_550px

Foto: Nicole Zander, BLB NRW

[Großansicht öffnen]

Die in den 70er Jahren auf dem Campus der Heinrich-Heine Universität errichtete Gebäudegruppe 23 befindet sich in zentraler Lage auf dem Campusgelände. Sie besteht aus 10 teilweise miteinander verbundenen Gebäuden. Das Gebäude 23.21 ist im Norden mit dem Gebäude 23.11 und im Süden mit dem Gebäude 23.31 verbunden. Es liegt mit seiner westlichen Seite an der Magistrale des Campus und daher oftmals auf dem Weg vieler Studierenden, Beschäftigten und Besuchern der HHU. Derzeit sind verschiedene Bereiche aus dem 23er Bereich in Interimsflächen untergebracht. Genutzt wird die Gebäudegruppe von der philosophischen Fakultät und einem Teil der Uni-Verwaltung. Das soll auch nach der Fertigstellung wieder so sein.

Visu-Ansicht-Magistrale_vgl_550px

So wird das Gebäude nach der Kernsanierung aussehen / Foto: Nicole Zander, BLB NRW; Visualisierung: RKW Architektur 

[Großansicht öffnen]


Warum eine Kernsanierung?

Der BLB NRW beauftragte ein externes Büro mit einer Machbarkeitsstudie zur Schadstoffsanierung des Gebäudes 23.21. Es wurden die Alternativen „Kernsanierung“, „Ersatzneubau“ und „Teilersatzneubau + Teilsanierung (Hörsäle)“ untersucht. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass die Kernsanierung in diesem Alternativen-Vergleich das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis abbildet. Nicht nur bei den zu erwartenden Baukosten sondern auch bei der prognostizierten Bauzeit. Beides ganz und gar nicht unerheblich. Aber die Kernsanierung bringt noch mehr Vorteile mit sich. Da die Gründung und die konstruktiven Tragwerke erhalten bleiben, reduziert sich das Abbruchvolumen. Hieraus entstehen weitere positive Aspekte. Die Dauer und die Intensität von Lärm, Staub, Erschütterungen und Baustellenabläufen werden minimiert. Aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse ist die Kernsanierung des Gebäudes 23.21 die wirtschaftlichste Alternative.

gestaltungskonzept-WEB

Perspektive Eingangshalle (Visualisierung Gestaltungskonzept RKW Architektur +)

Fakten rund um die Sanierung

SAM_5259_160px

Zum Vergrößern klicken

Der BLB NRW saniert das Gebäude 23.21 in zwei Phasen. Die erste Phase hat mit der Schottung des Gebäudes Mitte Juli 2017 begonnen. Da das Gebäude zur Gebäudegruppe 23 gehört, die aus 10 teilweise miteinander verbundenen Gebäuden besteht, war es notwendig die vorhandenen Durchgänge zu schotten. Vor den geschotteten Durchgängen machen Hinweisschilder auf die Baustelle aufmerksam. Im August 2017 haben die Demontagearbeiten begonnen. Für die Schadstoffsanierung werden meistens zwei, maximal vier Ebenen im Gebäude als Schwarzbereich eingerichtet.

In diesen Bereichen findet der Ausbau der schadstoffbelasteten Bauteile statt. Diese Arbeiten werden bei geschlossener Fassade durchgeführt. Hierbei werden die Sicherheitsmaßnahmen und Vorschriften eingehalten. Sollten Fenster im Gebäude 23.21 geöffnet sein, hat in diesem Bereich des Gebäudes entweder die Sanierung noch nicht begonnen oder sie wurde bereits abgeschlossen. Als abgeschlossen saniert gelten Ebenen, die ein positives Ergebnis bei der Erfolgskontrollmessung erhalten haben, nachdem die Schadstoffe entfernt worden sind. In diesen Bereichen beginnt dann die Lüftungsphase. Die Lüftung die zur Schadstoffsanierung gehört, birgt keine Risiken für Personen, die sich in der direkten Umgebung aufhalten, da sich die PCB-Konzentration in der Umgebungsluft im Vergleich zum unsanierten Zustand nicht erhöhen wird.

Während der Semesterferien werden die vorlesungsfreien Zeiten zusätzlich genutzt, um die lärmintensiveren Arbeiten durchzuführen. Außerhalb der Semesterferien werden die lärmintensiveren Maßnahmen bei geschlossener Fassade durchgeführt. Wenn der Innenabbruch abgeschlossen ist, werden die Fassadenelemente abschließend entfernt und die Lüftung des Gebäudes kann vollumfänglich weiter stattfinden. Auch diese Phase birgt keine Risiken für Personen, die sich in der direkten Umgebung aufhalten. Im Sommer 2018 beginnt die zweite Phase, die sich dem Wiederaufbau widmet. Dann werden die neuen technischen Anlagen eingebaut. Auch die Fassade einschließlich der Fenster wird erneuert. Für Ende 2020 / Anfang 2021 ist die Fertigstellung und die Inbetriebnahme geplant.

Ankündigung lärmintensivere Arbeiten

Abbruch Estrich 12.02.2018 – 25.05.2018

Abbruch Fassade 23.02.2018 – 01.06.2018


HHU

Rund 30.000 Studierende sind an der Heinrich-Heine-Universität in der Landeshauptstadt Düsseldorf eingeschrieben. 1965 startete die Universität mit der Medizinischen Fakultät, der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät und der Philosophischen Fakultät. In den 1990ern Jahren wurde die HHU um die Wirschaftswissenschaftliche und Juristische Fakultät erweitert.

Zahlen und Fakten

  • Kernsanierung mit vorgezogener Schadstoffsanierung in zwei Phasen
  • Phase 1: Abbrucharbeiten und Lüftungsphase, Schadstoffsanierung
  • Phase 2: Wiedereinbau Fassade, Innenausbau
  • Beginn der Abbrucharbeiten: August 2017
  • Beginn der Wiederaufbauphase: Sommer 2018
  • Nutzungsfläche Gebäude 23.21: 9.572 m²
  • Baujahr Gebäudegruppe 23: Anfang der 70er Jahre

 
Metanavigation
Kontakt
Datenschutz
Impressum
Service Management Center

Für unsere Kunden sind wir bei Störungen und Notfällen an den Gebäuden und technischen Anlagen immer erreichbar, rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche! Sie erreichen uns unter 08000 252 679!

Zentrale Rechnungsanschrift

Der BLB NRW hat nur noch eine landesweite einheitliche Rechnungsanschrift
Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW
47526 Kleve.
Der Betrieb führt die elektronische Rechnungsbearbeitung ein. mehr ...