Laborneubau für die Hochschule OWL, Fachbereich Life Science Technologies

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Die Studierenden aus den Bereichen wie Lebensmitteltechnologie und Pharmatechnik der Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Lemgo haben einen Laborneubau bekommen. Der BLB NRW baute diesen innerhalb eines Jahres im Rahmen des Hochschulmodernisierungsprogramms NRW. Ein solcher Sonderbau mit speziellen technischen Anforderungen ist eine Herausforderung, die die Projektbeteiligten hervorragend gemeistert haben, sowohl in zeitlicher als auch in finanzieller Hinsicht.


Wissenschaftler des Fachbereichs Life-Science-Technologie an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Lemgo experimentieren im neuen Labor. Sie erforschen pharmazeutische, biotechnologische und technische Bereiche für zum Beispiel Kosmetika und Waschmittel. Da das bisherige Labor nicht während des laufenden Betriebs zu modernisieren war, musste der Ersatzneubau her. Diesen hat der BLB NRW im Sommer 2014 fertig gestellt und an die Hochschule übergeben.
Neben gängigen Themen wie Dämmung, Lüftung, Sanitär und Elektrik mussten Planer und Bauunternehmen individuelle technische Anforderungen des Labors bedenken: Kühlen von Großgeräten, Zu- und Abführen von Gasen, Lagerräume für beispielsweise Gase, Chemikalien, Lösungsmittel und Vorkehrungen für Sicherheit.


Die besonderen Anforderungen des Labors

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Sicherheit ist vor allem im zweiten Obergeschoss ein Thema, wo das Labor für Mikrobiologie zu finden ist. Hier erfolgt der Zutritt durch eine Schleuse. Es handelt sich um ein Labor der Sicherheitsstufe S2 - die höchste Stufe ist S4. Zu den Sicherheitsmaßnahmen zählen die Notduschen in den Laborräumen– sie können bei Unfällen mit ätzenden Substanzen Verletzungen mindern und im Extremfall lebensrettend sein. Weitere Herausforderungen sind die Großgeräte, die in einigen Räumen im Einsatz sind. Sie erhitzen die Raumluft stark, sodass das Kühlen der Gebäude aufwendiger ist, als das Heizen. Ein Kühlsystem bewegt stündlich bis zu 52.000 Kubikmeter Luft durch das Gebäude. Das ist mengenmäßig vergleichbar mit gut 100 gefüllten 25-Meter-Schwimmbecken. Beim Kühlungsprozess sorgen Wärmetauscher zur Wärmerückgewinnung für eine gute Energiebilanz. Die nötige Technik füllt ein eigenes Geschoss auf dem Dach, in dem zwei Lüftungsanlagen in der Größe von Luxus-Wohnwagen untergebracht sind.


Die Kubatur des Gebäudes ist optimal auf die Bedürfnisse der Hochschule OWL zugeschnitten und nutzt den zur Verfügung stehenden Platz sehr gut aus. Mit verhältnismäßig wenig Außenfläche stellt der Bau aber auch hohe Anforderungen an das Fluchtwege- und Lichtkonzept. Beides wurde von den Planern elegant gelöst: Die PC-Arbeitsplätze befinden sich an den Fensterseiten und sind mit Glaswänden und -türen vom Laborbereich getrennt. So kann durch die Glasfronten Tageslicht einfallen und es besteht eine Sichtverbindung zwischen den verschiedenen Bereichen. Alle Räume sind durch Türen miteinander verbunden, sodass die Flucht aus jedem Raum in mehrere Richtungen möglich ist. Das ist nicht nur im Notfall hilfreich, sondern ermöglicht auch kurze Wege im Alltag und fördert den Austausch zwischen verschiedenen Bereichen.


Neubau, schön und praktisch

Auch äußerlich wurde der Neubau zweckmäßig und attraktiv gestaltet. Dunkle Dämmplatten verschwinden unter einer hellgrünen Fassade mit dunkelgrünen Akzenten. Dieses Farbkonzept haben Teilnehmer der Hochschule OWL und Planer des BLB NRW in einem gemeinsamen Workshop erarbeitet. Aufmerksamkeit erweckt nicht nur die Farbe, sondern auch das obere Stockwerk des Neubaus. Das aufgesetzte Geschoss, beherbergt die Lüftungstechnik und ist mit einer Glasfassade versehen. Die Anlage ist hinterleuchtet und stellt bei Dunkelheit einen schon von weitem sichtbaren „Eyecatcher“ dar.

 „Der Fachbereich Life Science Technologies der Hochschule OWL entwickelt sich stetig weiter – das moderne Laborgebäude unterstützt diese Entwicklung positiv im Lernen und Arbeiten. Davon profitieren auch ganz wesentlich die Studierenden.“
(Professor Dr. Jürgen Krahl, Präsident der Hochschule OWL)

In dem neuen Laborgebäude mit drei Geschossen und einer Nutzfläche von rund 2.000 Quadratmetern ist mit den Life-Science-Technologies einer der forschungsstärksten Fachbereiche der Hochschule untergebracht. Nach Baubeginn im Mai 2013 konnte der BLB NRW die Fertigstellung für die Forscher bereits im Sommer 2014 gewährleisten. Das Investitionsvolumen beträgt rund zehn Millionen Euro. Sieben Millionen Euro davon investiert die Landesregierung, gut drei Millionen trägt die Hochschule selbst. Carsten Pilz, Pressesprecher des BLB NRW, ist mit dem Projekt zufrieden: „Dies ist ein ansprechender Laborneubau mit einem guten Konzept. Und neben der Fassade sind wir auch bei den Qualitäten, den Terminen und den Kosten im ´grünen Bereich`.“

Orgel

Chancengleichheit und familiengerechtes Studieren und Arbeiten sind an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe mit den Standorten Lemgo, Höxter, Detmold und Warburg garantiert – und dafür ist sie auch ausgezeichnet. Rund 6.600 Studierende, 171 Professoren sowie 500 Mitarbeiter lernen und wirken hier.

Zahlen und Fakten

  • Baubeginn: Mai 2013
  • Fertigstellung: Sommer 2014
  • Kosten: 10 Millionen Euro
  • Nettogrundrissfläche: ca. 3.500 m²

 
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