Ein Kompetenzzentrum für die Mobilität der Zukunft

In jeder Zukunftsvision spielen Fragen der Mobilität eine Rolle. Welche Alternativen zu den aktuellen Fortbewegungsmitteln gibt es? Welche neue Techniken und Entwicklungen sind möglich? Und welche davon werden Marktreife erlangen und sich durchsetzen?

Die FH Aachen hat die Bedeutung der Fragen rund um die Fortbewegungsmöglichkeiten der Zukunft erkannt und neue Studiengänge mit Bezug zur Mobilität eingerichtet. Mit seiner Niederlassung Aachen arbeitet der Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) daran mit, die FH Aachen als eine der führenden Hochschule in Sachen Mobilität zu unterstützen. An der Hohenstaufenallee 10 wird der BLB NRW ein Kompetenzzentrum Mobilität bauen, durch das der Raumbedarf der neuen Studiengänge auch bei zunehmenden Studierendenzahlen gedeckt werden wird. Mit Lösungen im Bereich der Mobilität beschäftigen sich an der FH Aachen die Fachbereiche Luft- und Raumfahrttechnik, Elektrotechnik und Informationstechnik sowie Maschinenbau und Mechatronik.

Visualisierung KMAC_flach_550px Bild: Studio MDA

 


Insgesamt wird ein Raumprogramm mit rund 4.700 Quadratmetern Mietfläche realisiert. In dem Kompetenzzentrum finden Werkstätten und Labore der Fachbereiche ebenso Platz wie Arbeits- und Seminarräume und vier Hörsäle, darunter ein großer Saal mit 358 Sitzplätzen. In einem zweiten Gebäude werden Prüfstände eingerichtet, in denen neue Entwicklungen auf verschiedene Aspekte wie z.B. die elektromagnetische Verträglichkeit überprüft werden.

Dreistufiger Gebäudekomplex und eigenes Prüfstandgebäude

Der Siegerentwurf des 2008 vom BLB NRW ausgelobten Planungswettbewerbs stammt vom New Yorker Architekturbüro MDA. Nach unerwarteten Schwierigkeiten während der Erdarbeiten wurden die Arbeiten unterbrochen und die Pläne an die neuen Gegebenheiten angepasst, ohne dabei den Charakter des Siegerentwurfs von 2008 zu verändern. Die neuen Pläne sehen unter anderem vor, das Gebäude mit größerem Abstand zur Nachbarbebauung zu errichten. Auf ein zweites Untergeschoss kann verzichtet werden, da die Nutzflächen in einem weiteren Gebäude an der Mariabrunnstraße untergebracht werden. Der neue Entwurf ist damit weniger risikobehaftet, sodass das Mobilitätszentrum deutlich sicherer realisiert werden kann.

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Ostansicht Kompetenzzentrum | Bild: Studio MDA

Das Kompetenzzentrum entsteht als dreistufiger Gebäudekomplex. Im westlichen Grundstücksbereich ist ausschließlich eine unterirdische Bebauung vorgesehen. Hier soll ein Hörsaal entstehen, der durch die breite Treppe, die zu ihm führt, seitlich mit Tageslicht versorgt wird. Von der Mitte erstreckt sich bis zur östlichen Grundstücksgrenze ein eingeschossiger Baukörper. In ihm soll die Mensa mit 258 Plätzen untergebracht werden. Im östlichen Bereich sitzt diesem Baukörper ein mehrgeschossiger Turm auf und ragt in südlicher Richtung über. Mit seiner hellen Fassade hebt sich der Turm deutlich von seinem dunkleren Sockel ab. In dem Turm sollen Seminar- und Arbeitsräume und kleine Hörsäle unterkommen. Alle Bereiche des Kompetenzzentrums werden barrierefrei zugänglich sein.

Zum Kompetenzzentrum wird darüber hinaus ein weiteres zweigeschossiges Gebäude gehören, in dem die Prüfstände untergebracht werden. Zwischen den Gebäuden liegen nur 35 Meter Entfernung. Auf dem Dach des Prüfstandgebäudes wird ein Parkdeck mit bis zu 25 Stellplätzen realisiert. Weitere 30 Stellplätze werden sich oberhalb des großen Hörsaals befinden. Zusätzlich werden dezentral im direkten Umfeld des Kompetenzzentrums weitere Stellplätze durch Flächenoptimierungen auf BLB-Grundstücken hergerichtet.

Grundstück und bauliche Anforderungen

Eine Vorgabe für den Neubau war dessen unmittelbare Nähe zum Fachbereich Luft- und Raumfahrttechnik sowie die Unterbringung einer Mensa und der Hörsäle im direkten Umfeld. Das ca. 3.500 Quadratmeter große Grundstück an der Hohenstaufenallee 10 war daher das einzig in Frage kommende Grundstück. Die Fläche befand sich bereits im Besitz des Landes. Ein zuvor darauf befindliches Gebäude hat der BLB NRW 2011 abgerissen.

Planungsänderung und neuer Zeitplan

Seit Februar 2014 ruht die Baustelle, da der Verbau nicht unter dem Nachbargrundstück rückverankert werden konnte. Nachdem die Probleme bekannt waren, wurden mehrere Varianten diskutiert, wie das Kompetenzzentrum unter den neuen, planändernden Bedingungen realisiert werden kann. Im Dezember 2014 schließlich hat der BLB NRW seinen Verwaltungsrat umfassend über die neuen Pläne informiert, auf die er sich zuvor mit der FH Aachen und den zuständigen Ministerien verständigt hatte. Die nun gewählte Variante ist im Vergleich zu den anderen Optionen und auch aus Sicht der FH die wirtschaftlichste Lösung. Rund 2/3 der Ursprungsplanung kann für den neuen Entwurf unverändert übernommen werden.

Anfang 2015 konnte mit der Überarbeitung der Pläne begonnen werden. Bis die neue Bauplanung fertiggestellt und genehmigt ist, wird voraussichtlich rund ein Jahr vergehen. Ab dem Baubeginn sind dann ca. zwei Jahre für die Fertigstellung des Gebäudes vorgesehen. Die Inbetriebnahme des Kompetenzzentrums ist zum Sommersemester 2018 geplant. Allerdings kann sich der geplante Zeitraum noch durch verschiedene Vorkommnisse verschieben. Dazu zählen mögliche Vergabebeschwerden unterlegener Bieterfirmen, besonders schwierige Witterungsverhältnisse, Insolvenzen von beteiligten Baufirmen und andere unvorhersehbare Ereignisse.

Kosten und Finanzierung

Zusammen mit den Bauplänen wird auch die Kostenplanung für das Kompetenzzentrum überarbeitet. Gegen Ende der Umplanung wird der BLB NRW seinem Verwaltungsrat eine Kostenberechnung (Leistungsphase 3 HOAI) vorlegen, die erfahrungsgemäß noch eine Unsicherheit von ca. 20 Prozent aufweist. Erst nachdem der Verwaltungsrat diese Kostenberechnung beschlossen hat, kann der BLB NRW die Öffentlichkeit darüber informieren.

Der BLB NRW refinanziert den Bau über die jährlichen Mietzahlungen des künftigen Nutzers, der FH Aachen, die sich darüber hinaus mit einem Baukostenzuschuss direkt an den Baukosten beteiligt. Die Einrichtung der Prüfstände übernimmt ebenfalls die Hochschule. Für die Ausstattung der Mensa kommt das Studentenwerk auf.

Projektbeteiligte

BLB NRW Aachen

Carolina Kratzheller, Andreas Harst, Andreas Breuer, Karolin Fehl, Petra Mattuscheck, Herbert Holler, Clarissa Windeck, Karin Mertens, Beate Nerger, Marion Sträter

Beteiligte Büros

Studio MDA New York/ Frankfurt, Höhler + Partner in Aachen, Schmitz/Reichard in Aachen,

Deerns in Köln, Kempen Krause in Aachen

Planungsbeteiligte

FH Aachen, Studentenwerk Aachen

 

 


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